Rot Front erreicht die Mitte: CDU-Hessen gratuliert linksradikaler Wissler zur Wahl

0
CDU-Hessen gratuliert: (Bild: shutterstock.com/Victor Moussa / Screenshot)
CDU-Hessen gratuliert: (Bild: shutterstock.com/Victor Moussa / Screenshot)

Nein, das kann man sich nicht ausdenken: Die CDU Hessen gratuliert Janine Wissler – einer linksradikalen, bekennenden Kommunistin und Trotzkistin –  zur ihrer Wahl zur Bundesvorsitzende der Linken. Ein Rücktritt des hessischen CDU-Generalsekretärs und Kommunistenfans Manfred Pentz ist mehr als überfällig.

Am Samstag wählte sich SED-Nachfolgepartei – jene Partei, von der Theo Waigel 2014 sagte: „Wir haben einen Fehler gemacht: Wir hätten die SED angesichts dessen, was sie an Verbrechen zu verantworten hat, verbieten müssen“ – ihre neuen Bundesvorsitzenden. Die 600 anwesenden „Mauermörderpartei“-Delegierten erwählten sich zwei besonders leckere Genossinnen an die Spitze ihrer Partei: Die Blumenstrauß-Weitwurf-Genossin und thüringische Landes- und Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler.

Um welche unappetitliche Personalie es sich bei Wissler handelt, das konnte selbst die öffentlich-rechtliche Hessenschau in einem phänomenal unkritischen Gutwetterartikel nicht völlig übertünchen. Die feuerrote Gesinnung triefte aus jedem Absatz hervor, nicht nur, wenn der Mainstreamsender darüber berichtete, dass Wissler aus der, vom Verfassungsschutz beobachteten trotzkistischen Parteigruppierung Marx21 austrat.

Das tat Genossin Wissler nämlich nicht etwa deswegen, weil es sich bei dem roten Haufen um eine „offen extremistische Vereinigung“ handelt, die findet: „Die Linke kann das Kapital schlagen, wenn Massenbewegungen bereit sind, die herrschende Klasse zu enteignen …“ Nein, die 39-jährige Vollblut-Kommunistin und bekennende Trotzkistin trat einzig und allein offensichtlich wegen ihrer Kandidatur um den Parteivorsitz aus. Die Hessenschau findet es überflüssig, kritisch hinter die feuerrote Fassade Wissler zu schauen. Da erblödet sich der Hessenschau-Autor Andreas Meyer-Feist lieber im Jubelton und vermeldet über die – keinen wundert es wirklich – Politikwissenschaftlerin Wissler: „Die 39-Jährige hat auch einen der wirkungsvollsten Gags der laufenden Legislaturperiode gemacht. Auf einen Rechtschreibfehler der AfD in einem Antrag zur Meinungsfreiheit wies sie mit den Worten hin: „Fürsorge schreibt man nicht mit h. Mit Sorge um den Führer hat das nämlich nichts zu tun.“

Noch peinlicher, noch geschichtsvergessener, noch ekelhafter gebärdete sich jedoch die CDU Hessen. In einer Pressemitteilung gratuliert deren Generalsekretär Manfred Pentz der linksradikalen Wissler zur Wahl:

Alexander Mitsch (CDU), Gründer und Vorsitzender der – Nicht Fisch – Nicht Fleisch-Gruppierung, der „WerteUnion“, findet klare Worte für die Unsäglichkeit seiner hessischen Parteikollegen:

 

Hans-Georg Maaßen stellt auf Facebook fest, dass die Hessen CDU sich auf den Spuren der Ost-CDU befindet:

Im CDU-Hessen-Facebook-Kommentarbereich erwartet sich der eine oder andere dann doch Antworten von den Kommunistenfreunden. Darunter gibt es aber tatsächlich Zeitgenossen, die – rein dem „Gebot der Höflichkeit“ folgend – wirklich jedem gratulieren würden:

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram