Städtetag warnt vor „Schönwetter-Hotspots“: Am besten alle zuhause bleiben und dort richtig krank werden!

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Tote Hose in den Innenstädten: so will es der Städtetag (Foto:Imago/Döring)

Während dieses nicht enden wollenden zweiten Lockdowns, der schon fast dreimal solange währt wie der erste, hat sich ausgerechnet der Deutsche Städtetag schon mehrfach eine Hardliner-Organisation präsentiert, die von der schleichenden Vernichtung der Innenstädte anscheinend gar nicht genug kriegen kann. Auf ständiges Warnen vor zu frühen Öffnungen folgen jetzt Appelle gegen „Menschenansammlungen“. Anscheinend reicht es dem Gremium noch nicht, dass die deutschen Städte als Folge des wahnhaften und nutzlosen Lockdown-Irrsinns nicht mehr wiederzuerkennen sein werden.

Die City ist tot, deutschlandweit. Bis zu 60 Prozent des deutschen Einzelhandels sind akut existenzbedroht, und mit jedem Tag Lockdown wird der „Death Toll“ insolvenzreifer Firmen größer, zumal die Auszahlung der Corona-Staatshilfen nach wie vor nur unbefriedigend bis schleppend läuft. Den Städtetag, in dem die deutschen Kommunalchefs sitzen, bekümmern diese Schicksale jedoch weit weniger als die Einhaltung arbiträrer und ständig abgesenkter „Inzidenz“-Werte. So sehr, dass sie sich jetzt auch schon Spaziergängern und Tagestouristen aus zumeist der näheren Umgebung der Städte stören, die an den ersten Frühlingstagen „Schönwetter-Hotspots“ aufsuchen.

Weil es dort am Wochenende zu „größeren Menschenansammlungen“ gekommen sei, mahnen die kommunalen Spitzenverbände nun weiterem „Leichtsinn“. Man sehe aktuell, „dass die Infektionszahlen wieder steigen“ und müsse deshalb „sehr vorsichtig“ sein. „Wenn wir leichtsinnig werden, verspielen wir die Erfolge der vergangenen Wochen„, so Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, in bestem dauerbesorgten „Wieler-Slang“ gegenüber der Presse. Deshalb sei es auch nötig, dass die Städte vermehrt beliebte öffentliche Plätze kontrollieren –  auch wenn „nicht an jeder Ecke Mitarbeiter der Städte“ stehen könnten. Das würde sich Dedy vermutlich wünschen.

Nicht einmalmal mehr Ausflüge darf man also fortan noch machen; auch bei schönem Wetter soll gefälligst die Devise gelten: Alles zuhause Hause bleiben, bloß keine frische Luft und keine Erholung – damit man auch richtig krank wird. (DM)

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