Nächster „Imfpvordrängler“: SPD-Landrat Stefan Kerth

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Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es nun den ersten bekannten Fall eines sogenannten „Impfvordrängler“. Bei diesen speziellen Charakteren handelt es sich dieses Mal um den Genossen Landrat der Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD). Kurze Zeit vorher hatte der Bürgermeister von Halle, Bernd Wiegand, Impfberechtigte um ihre Dosis gebracht. 

Der Genosse Stefan Kerth, in seiner aktuellen Funktion „wirkt“ er als landrat im Kreis Vorpommern-Rügen, gehört laut der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und des Impfkonzepts des Landes damit nicht zur Corona-Risikogruppe. Zu dieser zählen über 80-Jährige und medizinischen Personal. Trotzdem schnappte der 47-jährige Sozialdemokrat dieser Gruppe eine Corona-Impfdosis weg.

Herausgekommen ist Kerths vorzeitige Impfung bei einer Anfrage der Fraktion „Bürger für Stralsund/FDP“. Kerth erklärte laut dem NDR in der Fragestunde, er habe bei der Eröffnung des bisher einzigen Impfzentrums im Landkreis den Impfstoff bekommen. Mehrfach habe er jedoch betont, er wolle nicht geimpft werden. Da aber ansonsten der Impfstoff verfallen wäre, hat sich der Herr Sozialdemokrat  quasi geopfert. Dann sei – so Kerth – „eine Impfung gesetzt worden“.

Diese miese, billige Ausrede wurde wurde von sogenannten „Impfvordränglern“ wie Kerth nicht das erste Mal gebraucht. Vielleicht aber folgte der Sozialdemokrat aber nur seinem auf Facebook geposteten Leitspruch: „Einfach nur Mensch“:

Kerths Erklärungsversuch, warum er Menschen aus der tatsächlichen Corona-Risikogruppe das Serum weggeschnappt hat, kann auf seinem Facebook-Accout nachgelesen werden:

OB Bernd Wiegand – der „Impfvordängler“ von Halle

Der Ex-SPDler Bernd Wiegand, als parteiloser auf dem Sessel des Oberbürgermeisters von Halle platziert, drängelte sich in ebenso unappetitlicher Art und Weise wie Kerth im Corona-Impf-Ranking vor. Gegen Wiegand erhob 2014 die Staatsanwaltschaft Halle eine Anklage wegen des Verdacht der Untreue und stellte diese 2018 ein. Wiegand soll drei engsten Mitarbeiter in der Stadtverwaltung in zu hohe Erfahrungsstufen eingruppiert zu haben, so der damalige Vorwurf. Der aktuelle Vorwurf hat wiederum mit Vorteilsnahme zu tun: Mitte Januar soll er sich, wie auch seine zehn Stadträte inklusive Praktikanten eine  vorzeitige Corona-Impfung verschafft haben. Auch hier der billige Rechtfertigungsversuch, er habe sich zuvor „mehrfach vergewissert“, dass kein Mitarbeiter des Krankenhauses für eine spontane Impfung zur Verfügung gestanden habe.

Ab dem 16. Februar 2021 weigerte sich der feine Herr OB Wiegand – er präsentiert sich  mit dem Motto „offen.kompetent.parteiunabhängig“ – während der täglichen Pressekonferenz zur Corona-Lage, Fragen der Journalisten zum Impfskandal zu beantworten. Wiegand begründete dies damit, zuerst den Stadtrat ausführlich informieren zu wollen. Einen Tag später ließ er die täglichen Pressekonferenzen ohne Vorankündigung einstellen: Offizieller Grund: Das Interesse an den Pressekonferenzen habe rapide nachgelassen habe, was die Zahlen der Aufrufe der Videos jedoch eindeutig widerlegen.
Wiegand verstrickte sich seither immer mehr in Widersprüche. So stellte sich während der Stadtratssitzung am 17. Februar 2021 heraus, dass Wiegand und 28 weitere Personen nicht über einen Zufallsgenerator, sondern durch ein Sechs-Augen-Prinzip ausgewählt wurden. Am 19. Februar 2021 leitete das Landesverwaltungsamt ein Disziplinarverfahren gegen Wiegand ein. Drei Tage später, am 22. Februar durchsuchte die Staatsanwaltschaft Halle die Diensträume Wiegands, das städtische Impfzentrum und das Gesundheitsamt. Wiegand wird die veruntreuende Unterschlagung von Impfdosen vorgeworfen. Auf seiner Internetseite versucht Wiegand durch eine episch lange Erklärung noch zu retten, was zu retten ist und präsentiert sich als Unschuldslamm.

Dem Bürger dürfte es eventuell langsam dämmern, was Politiker wie Kerth oder Wiegand eventuell bereit sind zu tun, wenn es nicht nur um eine Corona-Impfdosis geht. (SB)

 

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