Nicht ohne Schnelltest und Impfnachweis: Reiseveranstalter Alltours als Pionier der Gesundheits-Apartheid

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So gehen wir künftig aus dem Haus oder verreisen (Foto:Imago/ActionPictures)

Wie hieß es doch gleich im letzten Sommer: Niemals werde es so etwas wie eine Zweiklassengesellschaft, eine Art Apartheid zwischen Immunen und „Kranken“ in Deutschland geben? Auch dieses unzählige Male kategorisch ausgeschlossene, ethisch als undenkbar bezeichnete Zukunftsszenario wird nun von der Wirklichkeit noch übertroffen. Der Düsseldorfer Reiseveranstalter Alltours schafft Tatsachen – und damit für die normative Kraft des Faktischen, die die neue Normalität einläuten wird.

Wer nämlich ab sofort in seiner Hotelkette „Allsun“ einchecken will, muss einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, der „nicht älter als 48 Stunden“ ist. Doch das ist erst der Anfang: Die Übergangsregelung gilt nur, solange die Durchimpfung der Gesamtbevölkerung – beziehungsweise die optionale Ermöglichung einer solchen durch das berüchtigte Merkel’sche „Impfangebot  für jeden Deutschen – noch nicht erfolgt ist und die Tests als einziger scheinbarer Unbedenklichkeits-Garant verfügbar sind.

Danach wird der Impfnachweis dann für alle obligatorisch. Die Ankündigung, mit der sich der Reiseveranstalter von seiner Konkurrenz in puncto Kompromisslosigkeit deutlich absetzt und neue „Benchmarks“ setzt, ist Teil eines verschärften Hygiene-Konzepts von Alltours, über das „Bild“ gestern berichtete. Der Reisekonzern rechnet damit, dass der verpflichtende Impfnachweis als Voraussetzung eines Allsun-Hotelaufenthalts voraussichtlich ab dem 31. Oktober gelten werde.

Die nächste Verschwörungstheorie wird Wirklichkeit

Wir wollen allen Gästen höchstmögliche Sicherheit bieten, damit sie ihren Urlaub entspannt genießen können“ – diese Begründung von Alltours spielt nicht nur „sichere“ Immune oder Gesunde gegen „gefährliche“ potentielle Keimschleudern aus. Sie bestätigt auch die schlimmsten Befürchtungen, die von Groko-Politikern monatelang als völlig unbegründete Horrorvisionen und Verschwörungstheorien abgewiegelt wurden: Es handelt es sich exakt um den Impf- und Immunitätsnachweis, den es nie geben sollte, und der künftig Menschen erster und zweiter Klasse nach unterschiedlichen Berechtigungensklassen scheiden wird – und der bald nicht mehr nur in Allsun-Hotels, sondern fortan überall im öffentlichen Raum, in der kulturellen, wirtschaftlichen und freizeitlichen Sphäre greifen wird. Die Schnelltest- und Testnachweispflicht soll uns an diesen späteren Zustand nur schon einmal akklimatisieren.

Jene, die so etwas normal finden, weisen den Vorwurf einer Diskriminierung gerne scheinheilig von sich: Es könne sich ja jeder die Gleichbehandlung sichern, indem er seinen Widerstand gegen die Impfung aufgäbe. Im Ergebnis heißt das also: Diskriminierung oder Impfzwang. (DM)

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