Stromkostenexplosion durch Kraftwerkabschaltungen: Was Corona nicht schafft, erledigt die Energiewende

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(Symbolbild:Imago/MiS)

Die unfähigste, destruktivste, ahnungsloseste und verbohrteste Politikerriege, die die Bundesrepublik je führte und die konsequent nolens-volens alles dafür tut, dass auch dieser zweite Anlauf einer Demokratie auf deutschem Boden vor die Wand fährt, sieht sich erneut mit den katastrophalen Folgen ihres Handelns konfrontiert: Die „Energiewende“ droht reihenweise große Industrieunternehmen aus Deutschland zu vertreiben. Wo immer Ideologen in einem hochkomplexen System in blindem ideologischen Eifer die Stellschrauben drehen, ohne die Auswirkungen zu begreifen geschweige denn vorherzusehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis am Ende alle Räder stillstehen.

Ebenso, wie bei der Förderung einer überambitionierten Masseneinspeisung von regenerativem Strom über viele Jahre hinweg ignoriert wurde, dass dieser für die Verbraucher größtenteils gar nicht nutzbar ist, da weder adäquate Speicher- noch Transportinfrastrukturen existieren, so wird nun bei der blinden, verantwortungslosen und überhasteten Abschaltung von Kraftwerken (zuerst Atom, dann Kohle) nicht daran gedacht, dass sich damit die Strompreise für Großabnehmer gerade der Schwerindustrie massiv erhöhen und sie so in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedroht werden. Der Grund dafür ist, dass in Deutschland die Stromnetz-Tarife nach der Entfernung zwischen Fabrik und Kraftwerk berechnet werden. Da allerdings immer mehr Kraftwerke – trotz bewährter Wirtschaftlichkeit und selbst modernsten ökologischen Standards – vom Netz genommen werden, verdoppeln sich für viele deutsche Betriebe glatt die Stromkosten: Vor allem in der stromintensiven Schlüsselindustrien der Stahl- und Aluminiumbranche, aber auch im Chemie- und Automobilsegment stehen damit ganze Standorte und hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Traditionell befanden sich – was unter Effizienz- und Logistikkriterien auch Sinn machte – in Deutschland die zentralen Kraftwerke inmitten oder nahe bei den wirtschaftlichen Ballungsräumen. Diese erzeugernahe Stromproduktion war auch umweltpolitisch sinnvoll, vor allem aber spielten dadurch die Preisaufschläge für längere Stromtransportwege keine Rolle. Indem nun reihenweise Meiler und Reaktoren dichtgemacht werden – AKW’s sind bereits Geschichte, Kohlekraftwerke folgen in 15 Jahren – vergrößern sich die Distanzen, über die die benötigte Elektrizität geliefert wird – und die Durchleitungs- bzw. Stromnetzkosten explodieren. Als Folge stehen nun, wie die „Welt“ aus einem internen Arbeitspapier des Verbands der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (ViK) zitiert, ausgerechnet die Unternehmen, die „…Ausgangspunkt weitreichender Wertschöpfungsketten sind, in absehbarer Zeit vor substanziellen Zusatzkosten bis hin zur Existenzaufgabe.“

Vorsätzlich unterlassene Folgenabschätzung

Der Normalbürger (und gemeine Grünen-Wähler), der die naive Vorstellung „weniger Kraftwerke, mehr Klimaschutz“ hat und an die Mär glaubt, je mehr Solar- und Windkraft die Energiebilanz statistisch aufhübschen, desto ökologischer und fortschrittlicher sei das Land, weiß von derartigen Zusammenhängen, komplizierten Nebeneffekten und negativen Rückkoppelungen der politisch vorangetriebenen Energietransformation natürlich nichts – und das kann man auch kaum erwarten. Sehr wohl jedoch müssten es Regierungen mit ihren personalintensiven Verwaltungsapparaten samt Legionen hochbezahlter Berater wissen (von zugekaufter Gutachterkompetenz ganz zu schweigen). Dass sie bei ihren Reißbrettplanungen zur „Energiewende“ offenbar keinerlei Folgenabschätzung vorgenommen haben und die Warnungen von Verbänden und Experten vorsätzlich in den Wind schlagen, ist ein Skandal – ebenso, dass in den etablierten Medien derartige Kritikpunkte und Warnungen so gut wie gar kein Gehör fanden. Ob Journalisten oder Politiker – sie sind heute fast allesamt Agendasetter und Überzeugungstäter mit einer Mission.

Unverdrossen und medial unbehindert sägt die deutsche Umwelt- und Wirtschaftspolitik deshalb weiter an dem Ast, auf dem wir alle sitzen, und dilettiert munter vor sich hin. Und über vier von fünf Wahlberechtigten in diesem Land unterstützen ein Parteienkartell, das sehenden Auges auf ein wirtschafts- und sozialpolitisches Armageddon zusteuert: Stromausfälle trotz welthöchster Strompreise, Liefer- und Versorgungsengpässe, Massenarbeitslosigkeit, ein zwangsläufig immer größerer Staatssektor sowie epochale Wohlstandsverlust winken uns als Hauptgewinne des wahnhaften Bestrebens, dieses vormals blühende Industrieland in ein grünalternatives Experimentierlabor zur verwandeln.

Doch in einem Staat, dessen Regierungschefin im Kanzleramt hochoffiziell mit einer entwicklungsgestörten Teenagerin konferiert, die „CO2 sehen kann“, und wo der Vorstandschef von Siemens (fast 300.000 Mitarbeiter, 60 Milliarden Jahresumsatz) einem verwöhnten Hamburger Töchterlein und Klima-Schreihals ohne jede Berufserfahrung einen Aufsichtsratsposten andient, braucht sich niemand mehr zu wundern, wenn bald die Lichter ausgehen. (DM)

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