Vor 50 Jahren: „Fräulein Dimpflmoser, zum Diktat!“

0
Symbolfoto: Von Dean Drobot/Shutterstock

Beim Deutschlandfunk halten sie das für eine Errungenschaft: Vor fünfzig Jahren wurde die Anrede „Fräulein“ aus dem amtssprachlichen Gebrauch gestrichen. Ein Plädoyer für die Wiedereinführung.

von Max Erdinger

Die Anrede „Fräulein“ wurde im Jahr 1971 aus der Amtssprache entfernt, freut man sich beim „Deutschlandfunk„. Etwa um dieselbe Zeit wurde auch die Mitgift unpopulär. Die junge Leserin – jouwatch ist besonders bei den Jungfrauen von „Fridays For Future“ sehr beliebt – kann sich vielleicht denken, daß mit „Fräulein“ früher die „geile Bitch“ gemeint gewesen ist. Aber was eine „Mitgift“ (die Mitgift, nicht das!) gewesen sein soll, wissen die meisten Fräuleins von der Umweltfront garantiert nicht mehr. Deshalb will ich es ihnen kurz einmal erklären. Also, Schluß mit dem Geschnatter und schön aufgepaßt jetzt.

Wenn ein strebsamer junger Mann des Jahres 1950 im Überschwang seiner „romantischen Gefühle“ heiraten wollte, mußte er zuvor „um die Hand“ der Angebeteten „anhalten“. Und zwar bei deren Vater. Damals gehörten die Fräuleins nämlich noch ihren rechtmäßigen Besitzern. Der rechtmäßige Besitzer des Fräuleins fragte dann den jungen Mann nach dessen beruflichen Zukunfts – und Einkommensaussichten, um sicher zu gehen, daß er nicht später für die geile Bitch noch löhnen mußte, obwohl sie ihm gar nicht mehr gehörte. Wenn der strebsame junge Mann das materielle Potential erkennen ließ, welches ihn dazu befähigen würde, Verantwortung, Kost & Logis für das Fräulein seines Herzens zu übernehmen, stimmte der Vater der geilen Bitch für gewöhnlich einer Heirat zu.

Da aber damals, ganz anders als heute, die jungen und strebsamen Männer nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen kamen, mußte sich der veräußerungswillige Vater (Verkäufer) vom jungen Mann (Käufer) ebenfalls etwas fragen lassen: „Wie hoch soll denn die Mitgift für Euer Fräulein Tochter sein, werther Gevatter?“

Die Mitgift bestand im günstigsten Fall aus einem kleinen Vermögen, welches der Vater im Lauf der Jahre angespart hatte, um es seiner Tochter mit in die Ehe zu geben. Oft bestand die Mitgift aus Tafelsilber. Als Faustregel galt, daß die Mitgift umso geringer ausfallen konnte, je begehrter die geile Bitch bei den jungen und strebsamen Männern gewesen ist. Verströmte sie ungewöhnlich viel Anmut & Liebreiz, konnte es sogar vorkommen, daß die strebsamen jungen Männer völlig ihren Verstand verloren und die ansehnliche Mitgiftslose aus einem ärmlichen Kommunistenhaushalt heirateten. Obwohl die mangels Tafelsilber noch nicht einmal anständig mit Messer und Gabel essen konnte. Historiker bezweifeln aber, daß es jemals eine Mitgift hoch genug gegeben haben könnte, um einen strebsamen jungen Mann nach der Hand von Greta Thunberg gieren zu lassen. Und wenn, dann wäre es garantiert nur die Hand gewesen.

Dennoch gab es neben dem Wort „Mitgift“ (die) auch noch das Wort „Mitgiftjäger“ (der). Der Mitgiftjäger war meistens ein Mann äußerst fragwürdigen Charakters, der nicht gern arbeitete, viel trank und das gesamte Haushaltsgeld im Casino verspielte, inklusive des Tafelsilbers. Er war meistens nicht einmal an der Hand seiner mitgiftsreichen Anmuts- und Liebreizdiskriminierten interessiert, geschweige denn an irgendwelchen anderen ihrer Körperteile. Aber so mancher reiche Vater gab die optisch benachteiligte Frucht seiner Lenden einem solchen Lumpen samt reichlich Mitgift zur Ehefrau, um fürderhin lieber in Armut sein Dasein zu fristen, als sich weiterhin Tag für Tag den von ihm selbst gezeugten Gesichtselfmeter anzuschauen.

Nicht wenige der allseits ungeliebten Anmuts- und Liebreizdiskriminierten wurden in der Folge eines tristen, von Betrug, bitterster Not und Enttäuschung geprägten Ehelebens an der Seite eines rohen, trunksüchtigen Spielers zu wahren Giftspritzen und verprügelten ihre Kinder. Weiß der Kuckuck, wo sie die herhatten.

Was habt ihr also gelernt bis hierher, ihr gegenderten Fridaybitches? – Fräulein, Mitgift, Mitgiftjäger, Giftspritze. Ganz genau. Mit den Gepflogenheiten jener Jahre könnt ihr euch heute abend zuhause auseinandersetzen. Bis morgen erwarte ich eine Inhaltsangabe zum folgenden Lehrfilm. In Schönschrift, die Fräuleins, wenn ich bitten darf.

Unterrichtsfilm für die Fridaybitches – Foto: Screenshot Youtube

Der pädagogisch besonders wertvolle Lehrfilm für das „Fräulein Fridaybitch“

Und weiter geht´s im Unterricht. Wir kommen zur Barbarei des Jahres 1971.

Das Jahr 1971

Beim Deutschlandfunk heißt es über das Katastrophenjahr 1971: „Als vor 50 Jahren die Anrede „Fräulein“ aus dem offiziellen Deutsch verbannt wurde, ging das schnell – dank 68er-Revolte und neuer Frauenbewegung.“ – was natürlich völlig verkehrt ist. Es gibt nämlich nichts zu danken für die ´68er-Revolte, schon deswegen nicht, weil das keine Revolte gewesen ist, sondern eine bis heute andauernde, gottverdammte Kulturrevolution, die inzwischen völlig aus dem Ruder läuft und alles mit sich reißt, was nicht niet- und nagelfest ist. Inzwischen gibt es sogar Fräuleins mit Bärten in ihren vormals anmutigen Gesichtern. Sie tragen Namen wie z.B. „Conchita Wurst“, verströmen keinerlei Liebreiz mehr,  und sitzen zum Teil sogar für die Grünen im Bundestag, nachdem sie frühmorgens recht „umweltfreundlich“ vom Hof geritten sind. Dort reden sie Unsinn, als ob sie jeden Tag in aller Herrgottsfrüh vom Pferd und auf den Kopf gefallen wären. Und der „neuen Frauenbewegung“ ist ebenfalls überhaupt nichts zu verdanken, außer einer Menge Ärger. Vor allem haben die lieben Fräuleins der neuen Frauenbewegung nichts zu verdanken, ganz im Gegenteil. Um euch gegenderten Fridaybitches klarzumachen, warum das so ist, muß ich etwas weiter ausholen.

„Wat is een Dampfmaschin´?“ – un´ wat is een Frau?

Stellen wir uns vor, es gäbe zwei Geschlechter, die sich in Bezug auf ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten nichts nähmen, außer bei einer. Nur Frauen können Leben zur Welt bringen – und nur Männer können Leben zeugen. Stellen wir uns vor, alles andere könnten Männer und Frauen gleich gut. So, und wegen diesem einen Unterschied nennt man die einen „die Menschen“ Männer und die anderen „die Menschen“ Frauen? Um eine solche Unterscheidung bei der Benennung der „die Menschen“ zu machen, muß dieser eine Unterschied nicht kaum eine Bedeutung -, sondern eine riesige Bedeutung haben. Immerhin hängt an diesem einen Unterschied der Fortbestand der gesamten Art. Und Fortbestand ist schon wichtig.

Pascal Bruckner - Der eingebildete Rassismus - Islamophobie und Schuld - Kopp Verlag - 24,00 Euro
Pascal Bruckner – Der eingebildete Rassismus – Islamophobie und Schuld – zu erwerben bei Kopp Verlag – 24,00 Euro

Was im Jahre 1971 nicht dank -, sondern wegen der ´68er und der „neuen Frauenbewegung“ passiert ist, war eine Katastrophe. Die Wertschätzung für den lebensgebärenden Menschen, die Frau, war bis dahin ausgedehnt worden auf solche Jungfrauen, denen man durch die Bezeichnung „Fräulein“ quasi Vorschußlorbeeren dafür spendiert hatte, daß sie eines nicht allzu fernen Tages genau das tun würden, was Frauen als einzige tun können – und wofür sie jede Unterstützung und die gesamte Solidarität des anderen Geschlechts mehr als verdient haben.

Wenn der Deutschlandfunk schreibt, das Wort „Fräulein“ sei ein (dreckschauvinistisches?) Kleinmachen des weiblichen Geschlechts gewesen, dann ist das eine der üblichen, linken Perfidien, die sich dadurch auszeichnen, daß sie in allem irgendeinen „Klassenkampf“ (hier: „Geschlechtergerechtigkeit“) erkennen wollen, der das unsägliche Geschwätz von Linken mit einem pseudohumanistischen Hautgout versieht. Realiter ist es aber so, daß der Linke seine eigene, notorisch abgrundtiefe Schlechtigkeit ständig auf Andere projiziert, um sie erstens selbst loszuwerden (vermeintlich), und um sich zweitens und zu allem Überfluß auch noch zum Richter über diejenigen aufzuschwingen, die er eigens zu diesem Zweck vorher zum Objekt seiner Projektion gemacht hat.

Ich weiß, daß das für durchgegenderte Fridaybitches nicht so leicht zu verstehen ist, egal wie geil sie sind. Am Sachverhalt ändert das aber nichts. Bevor den Vernünftigen interessiert, was die geile Bitch will, wüßte er gern erst einmal, wer sie überhaupt ist. Rein biologisch hat sich da nichts geändert. Sie ist ein „Fräulein“ und sie wäre völlig im Reinen mit sich und ihrer eigenen Kreatürlichkeit, wenn ihr das gefiele.

Daß allerdings die 68er, die „neue Frauenbewegung“, allerlei Soziologen und Soziopsychodingsbumse seit Jahrzehnten Kultur- und Hirnchaos stiften in ihrer monströsen Destruktivität -, daß sie im Grunde so doktrinär und so totalitär sind wie die, von denen sie behaupten, so, wie „die“ hätten sie niemals werden wollen, – das setzt dem Ganzen erst noch die Krone auf. Verstanden, ihr Fridaybitches? Deutschlandfunk? Nein, ich dulde keine Widerworte. Schon gar nicht von solchen Impertinenzlern, die in dem Wahn leben, sie müssten mir erst noch erklären, was eine Frau oder ein Fräulein sei. Als ob ich das nicht längst selber wüsste. Ich habe doch bisher nicht umsonst gelebt.

Schaut euch lieber den nächsten, pädagogisch äußerst wertvollen Lehrfilm an.

Zweiter Lehrfilm für die Fridaybitches – Foto: Screenshot Youtube

Der pädagogisch überaus wertvolle Unterrichtsfilm Numero 2 für das „Fräulein Fridaybitch“

Fräulein und Männlein

Richtig bösartig ist das hier. Der Deutschlandfunk: „Das Fräulein – ein Neutrum, dazu verkleinert. Man muss sich nicht lange fragen, warum „Männlein“ keine Anredeform geworden ist.“ – und wieder offenbart sich die Inkonsistenz des linksprogressistischen „Denkens“. Erstens wäre das „Männlein“ ebenfalls ein zum Neutrum verkleinerter Mann. Zweitens ist die Bezeichnung „Männlein“ klar herabwürdigend, wenn sie für einen Mann verwendet wird. Noch nicht einmal Heiko Maas müsste sich ein „Männlein“ gefallen lassen. Beim „Fräulein“ schwingt aber Wohlgesonnenheit mit. Außerdem: Wenn man sich schon unbedingt über die Anrede „Fräulein“ aufregen will, dann sollte man das wohl auch bei der Anrede „Frau“ tun. Denn auch die „Frau“ ist sozusagen „auf ihr Geschlecht reduziert“. Warum die „neue Frauenbewegung“ in der Amtssprache aus dem „Fräulein“ partout eine „Frau“ machen wollte, ist dem testosterongeschwängerten Logiker nicht erklärlich, wäre doch das weibliche Pendant zum „Herrn Sowieso“ die „Dame Sowieso“ und nicht die „Frau Sowieso“. Niemand verschickt Post an „Mann und Frau Müller“, sondern an „Herrn und Frau Müller“.

Da keimt glatt der Verdacht, daß es den nicht mehr so jungen „Fräuleins“, den „alten Jungfern“ also, ganz recht sein könnte, per „Frau“ ein bißchen „auf ihr Geschlecht reduziert“ zu werden. Der Konkurrenzkampf um die Gunst des Mannes ist unter den Weibern schließlich weit mehr einer von Jugend gegen Alter, als der bei balzenden Männern in deren Kampf um die Gunst der Weiber. Da hat der alte Geldsack durchaus Chancen gegen den mittellosen Beau. Im Vordergrund jedenfalls. Diskret im Hintergrund hat natürlich der junge Beau alle Chancen, sobald die geile Bitch ihren alten Geldsack im wahrsten Sinn des Wortes „eingesackt“ hat. Im ältesten Gewerbe der Welt wandern die „Materialien“ (Mater – Materie – Materialismus) schließlich ebenfalls bevorzugt in der Einbahnstraße vom „Männlein“ zum „Fräulein“.

Denkt mal darüber nach für die Future, ihr Fridaybitches, ob ihr euch die Ehre, als „Fräulein“ angesprochen zu werden, nicht lieber wieder verdienen wollt. „Geile Bitch“ reduziert euch so auf euer Geschlecht, daß einem ausgesprochenen Freund des weiblichen Geistesreichtums, wie meinereiner einer ist, direkt das Herz blutet. Und jetzt darf ich um die Autoschlüssel bitten, wenn´s recht ist.  Hier der dritte und letzte der unbedingt zu beachtenden, überaus lehrreichen Unterrichtsfilme für Fräulein Fridaybitch.

Unterrichtsfilm Numero 3 für die Fridaybitches – Foto: Screenshot Youtube

Letzter der unbedingt zu beachtenden, überaus lehrreichen Unterrichtsfilme für die Fridaybitches

Übrigens: Das Schriftfräulein Müller beschwerte sich bei Twitter über wahrscheinlich männliche Kommentare zu einem hemmungslos sexistisch-enthemmten Artikel über Männer, den sie mit drei Männchen zusammen für den „SPIEGEL“ verfaßt hatte. Betitelt war er so: „Die düstere Welt enthemmter Männer: Feindbild Frau“

Tweet von Schriftfräulein Müller – Foto: Screenshot Twitter

Fräulein Müller: „Hallo Sexisten, ich wusste ja, dass euch der Text nicht gefallen würde. Und dass ihr mich verhetzt, irgendwie vorherzusehen. Aber dass ihr mit euren Kommentaren à la „Fotzenjournalismus“ die Recherche nochmal eindrücklich bestätigt, das merkt ihr schon selber, oder? Ooooder?

Abgesehen davon, daß mir jeder vollsubjektivistische „Fotzenjournalismus“ noch lieber ist, als ein pseudo-objektiver „Quotzenjournalismus“: Daß es sich bei Ann-Katrin Müller um ein Fräulein handelt, habe ich am Bindestrich gemerkt. Er befindet sich zwischen „Ann“ und „Katrin“. Wäre das Schriftfräulein Müller bereits eine Frau, befände er sich zwischen „Katrin“ und „Müller“. Frau Ann Katrin-Müller also. Vorausgesetzt, sie hätte einen Gottlieb-Friedensreich geheiratet, der mit Nachnamen Katrin heißt. Gottlieb-Friedensreich Katrin und Ann Katrin-Müller wären bestimmt ein glückliches Paar. Bei der Mitgift, welche die Ann-Katrin zwangsläufig mitbringen müßte – gar keine Frage.

 

 

 

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram