Online-Händler Spreadshirt entfernt Angebote mit „AfD-Bezug“ aus Angebot

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Druck On Demand (Symbolbild: shutterstock.com/Von Kaspars Grinvalds)
Druck On Demand (Symbolbild: shutterstock.com/Von Kaspars Grinvalds)

Der Online-Händler Spreadshirt mit Sitz in Leipzig, Weltmarktführer im On-Demand-Druck, will alle Angebote mit „AfD-Bezug“ aus dem Angebot entfernen. Mit beliebten Parolen aus dem Linksextremismusspektrum wie „Deutschland verrecke“ fremdelt das Unternehmen mit links-grünem Political-Correctness-Anspruch allerdings nicht. 

Spreadshirt ist der Weltmarktführer im On-Demand-Druck. Die Firmenidee des Gründers: Mit wenigen Klicks kann jeder einen eigenen Shop eröffnen, mit seinen Motiven bestücken, die Spreadshirt dann auf Produkte aller Art druckt und verschickt. Die Idee zeitigte Erfolg: Das Unternehmen beschäftigt 20 Jahre nach Gründung rund 1.000 Mitarbeiter in 18 Ländern und verschickte laut Rooke im vergangenen Jahr fast zehn Millionen Produkte in 170 Länder.

Nachdem nicht nur Blümchen auf die T-Shirts gedruckt wurden, sondern auch politische Parolen und Motive, hat man bei Spreadshirt nun vollumfänglich ein „Extremismus-Problem“ erkannt. Und wie es in einem Interview der Zeit, geführt mit dem Spreadshirt-Geschäftsführer Philip Rooke (Brite) klar wird, lassen bei Spreadshirt die Falschen ihre falsche Meinung auf Jutebeutel und T-Shirts drucken.

Im Zeit-Jargon heißt es hierzu: „Immer mal wieder in den vergangenen Jahren passierte so etwas. Mal verkaufte das Label „Reconquista“ T-Shirts mit modern verpackten rassistischen Motiven. Dann wieder gelang es dem rechtsradikalen Portal „PI News“, Kleidung mit islamfeindlichen Sprüchen über Spreadshirt zu vertreiben. Andere Motive schwurbeln von einer „Corona-Diktatur“. Es gibt Hoodies zu kaufen, die auf rechtsradikale Erzählungen wie einen angeblichen Genozid an weißen Farmern in Südafrika verweisen“.

Dass sowas nicht geht, das wurde dem Unternehmen von mutmaßlich Linksextremisten bereits Mitte 2020 durch Abfackeln zweier Spreadshirt-Firmenfahrzeuge klar gemacht. Schon mal dabei, wurde zudem noch die Entlassung eines angeblich faschistischen Softwareentwicklers gefordert. Nachdem nun klar war, was gedruckt werden darf und was nicht, kam Spreadshirt der „Bitte“ von links nach: Hurtig wurde ein Filter in Spreadshirt-Plattform eingebaut und Mitarbeiter eingestellt, die alle hochgeladenen Inhalte „checken“. Bereits im letzten Jahr wurden zudem die „Community-Standards“ des Unternehmens geändert. Darin heißt es, es würden alle Inhalt und Accounts aus dem Shopsystem gelöscht, die „Hass oder Diskriminierung“ verbreiteten. Dies gelte auch für Parteien.

Hierzu erklärt Rooke, er habe sich auch mit einer deutschen Partei auseinandergesetzt und deren Parteiprogramm intensiv gelesen. Er habe entschieden, dass keine AfD-Produkte mehr auf Spreadshirt verkauft werden dürften. „Die Diskriminierung des Islams ist doch recht eindeutig“, so der fulminante Parteienkenner, der noch nachschiebt, dass auch „Querdenken“-Motive jetzt verboten seien.

Der in letzter Zeit auffällig vom Mainstream abweichende Nordkurier hatte im Dezember darauf hingewiesen, dass das Unternehmen mit linksextremen Motiven offenbar keine Probleme habe. Während das Wort „Querdenken“ nicht verwendet werden und der Bestellvorgang in so einem Fall nicht fortgesetzt werden könne, ließen sich linksextreme Parolen wie „Deutschland verrecke“ ohne Probleme drucken.

Spreadshirt ist zwar aktuell der größte, längst aber nicht die einzige Plattform. Hier ein Link, der 13 Spreadshirt-Alternativen benennt. (SB)

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