Opfer der Energiewende: Zwei Millionen alte und einsame Deutsche müssen frieren

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Arm, alt, allein - und kein Geld zum Heizen: Das Los von immer mehr Bürgern (Symbolbild:Imago/Westend61)

Zu den zahlreichen subtilen Erscheinungsformen der Ignoranz, Gleichgültigkeit und Kaltherzigkeit der Bundesregierung gegenüber den Sorgen und Nöten der eigenen Bevölkerung gehört auch eine bürgerfeindliche, preistreiberische Energiepolitik – und deren verheerende soziale Folgen sind inzwischen unübersehbar: Mittlerweile zwei Millionen Deutsche müssen in der eigenen Wohnung frieren – weil sie aus schierem Geldmangel ihr Zuhause nicht mehr ausreichend beheizen können. Die Corona-Krise beschleunigt die Entwicklung zusätzlich.

Dass ausgerechnet zu den Entbehrungen und Zumutungen der Pandemie auch noch unbeirrt die „Energiewende“ durch CO2-Bepreisung und indirekte Mehrbelastungen infolge des „Green Deals“ aufs knappe Budget der Bürger drückt, ohne dass es deshalb zu einem Aufschrei der Entrüstung gekommen wäre, lässt sich nur mit einer verbreiteten Passivität und Resignation der Leistungsträger erklären, die die ganze Zeche bezahlen müssen – oder aber mit einem ökologischem Schuld-Masochismus der Bevölkerung. Speziell jene jedoch aber, die an Klimadogmen gar nicht denken können, weil es bei Ihnen erst einmal ums nackte Überleben geht, fallen hinten runter und werden von den politischen Architekten des ökologischen Systemwechsels zynisch ignoriert.

Und ausgerechnet die Bundeskanzlerin, die stets Solidarität und Mitgefühl mit den Abgehängten und Schwächsten postuliert und die die Stilllegung der Wirtschaft zum Schutz der Alten und Risikopatienten als alternativlos betrachtet (im Gegensatz jedoch zu einer rechtzeitigen und bedingungslosen Beschaffung von Impfstoffen) gibt sich völlig unbeeindruckt vor allem vom Schicksal alter, arbeitsloser und alleinstehender Menschen, die in diesem sozial und klimatisch frostigen Corona-Winter nicht wissen, wie sie über die Runden kommen oder sogar das Geld zum Heizen nehmen sollen.

Bereits die vom Statistischen Bundesamt gestern vorgestellten Zahlen für 2019 dokumentieren, dass infolge wachsender Armut und gestiegener Heizkosten mittlerweile zwei Millionen Deutsche die Heizung ganz oder teilweise abdrehen mussten, weil die Energiekosten schlichtweg nicht mehr zu schultern sind. Besonders häufig waren Alleinlebende sowie Alleinerziehende betroffen, und zwar fast fünf Prozent dieser Gruppe – was bedeutet, dass auch eine große Zahl von Kindern zuhause friert.

Sozial Schwächste als Umverteilungsopfer

So werden in Merkeldeutschland die Ärmsten und Hilflosesten zu den ersten Opfern der Energiewende – denn sie bekommen es als erstes zu spüren, wenn eine funktionierende Strom- und Wärmeversorgung aus ideologischen Gründen gekappt oder gefährdet wird… und dies bezeichnenderweise schon vor der Corona-Pandemie, und vor den völlig unverhältnismäßigen Maßnahmen der Bundesregierung, die zwangsläufig zu einer massiven Verschärfung der sozialen Lage führen müssen. 2020 und erst recht im laufenden Jahr werden dann die sozialen Härten der Krise und die inzwischen geltenden Mehrkosten für Autofahren, Heizen und Wohnen voll durchschlagen.

Wie verlogen ist eine Politik, die achselzuckend darüber hinweg sieht, solange Alte und Vereinsamte, im Lockdown zusätzlich isolierte Menschen in Armut und Kälte vegetieren oder krepieren, ohne dass sich dafür jemand buchstäblich „erwärmt“ – sie aber plötzlich zum Objekt eines moralischen Rigorismus werden, dem alle sonstigen Gemeinschaftsinteressen untergeordnet werden, sobald es darum geht, sie in Kliniken möglichst lange an lebenserhaltenden Apparaten oder Beatmungsmaschinen künstlich am Leben zu halten? Ein anonymes Leben in Elend interessiert nicht weiter, solange sich die Leidtragenden nicht als Opfer der Pandemie instrumentalisieren lassen; dann ist für ihre Rettung oder auch nur mechanisch-biologische Lebensverlängerung kein Preis zu hoch.

Als einzige Realopposition im Parlament wies gestern die AfD darauf hin: Die sogenannte „Energiewende“ ist gleichbedeutend mit einer gigantischen Umverteilung von unten nach oben – und ein sozialpolitisches Desaster. Außerhalb wohlhabender akademischer Eliten, jenseits der Gated Communities von Nullenergiehäusern mit zwei SUV’s im Carport und Alnatura-Kundenkarte, deren Einwohner grün wählen (und damit die Partei, die ihnen fortan just die Eigenheime verbieten will!), bekommen dies die Menschen in zunehmendem Maß zu spüren. Das neue Prekariat wird nicht ewig stillhalten. Hunger und Kälte waren zu allen Zeiten Unruhetreiber – auf die leichte Schulter nehmen sollten die Groko-Autoritäten in ihrem geistigen Wandlitz die zunehmend brodelnde Situation besser nicht. (DM)

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