„Linksintellektuelle“ Presse: Permanente Gehirnwäsche

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"Experte" beleuchtet frisch gewaschenes Gehirn - (Symbolbild:Imago/Ikon)

Euphemismen, Nebulöses, Framing: Das Arsenal der selbsternannten Volkspädagogen in den linken Medien strotzt nur so vor perfidem Werkzeug zur Meinungsmache. Ein Glücksfall für den Medienkritiker ist es, wenn bereits zwei Sätze aus einem „linksintellektuellen“ Blatt ausreichen, um dem Verfasser des Machwerks die Hosen herunterzulassen. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

„Lieferkettengesetz“ – schon mal gehört? Es geht darum, daß Wirtschaftsunternehmen rechtlich dazu verpflichtet werden sollen, umfangreich die Anstrengungen zu dokumentieren, die sie unternommen haben, um sowohl der Ausbeutung von Arbeitern in Drittweltstaaten als auch der Kinderarbeit entgegenzuwirken. Angedacht war, so weit zu gehen, daß – wie die „Zeit“ berichtet – ein deutscher Autohersteller bis zur Rohstofflieferantin hätte sicherstellen müssen, „also bis zur Kobaltmine im Kongo, die Grundstoffe für Batterien moderner Elektroautos liefert, dass keine Kinder in den Minen nach dem Rohstoff schürfen„. Weiter: „Um Verstöße zu sanktionieren, wären die Unternehmen zivilrechtlich haftbar gemacht worden„. Ganz so drastisch fiel das Lieferkettengesetz dann doch nicht aus. Dennoch sei es „ein erster Schritt„, meint der „Zeit“- Kommentator Zacharias Zacharakis.

Zwei Zacharakis-Sätze

Auch wenn das neue Lieferkettengesetz vielen nicht radikal genug ist, geht Deutschland international damit voran. Es ist der erste Schritt zu mehr globaler Gerechtigkeit„. – das liest man und dann klappt einem erst einmal die Kinnlade herunter angesichts jener raffinierten Perfidie, die man so geballt in so wenig Text selten findet.

Hält es irgendwer für möglich, daß die „vielen“ in der „Zeit“ tatsächlich eher „wenige“ solche sein könnten, die von der Radikalität gar nicht genug bekommen können? Oder daß vielleicht von „vielen Experten“ die Rede sein könnte? Oder von einer willkürlich „kreierten“ Vielzahl unter denjenigen, die überhaupt für die Radikalitätsliebe in Frage kommen, ohne daß sie deswegen schon eine „Mehrheit“ bilden müssten?

Die Perfidie: „vielen“. Vielen was genau? Welchem Trottel reicht eigentlich ein „vielen“, um sich eine überwältigend große Teilmenge des Ganzen vorzustellen? Viele Schwule unter den Genies wären auch „viele“, obwohl die Genies insgesamt eine verschwindend kleine,  „stark diskriminierte Minderheit“ sind. Und müsste man nicht erst einmal glauben, daß es so etwas wie „mehr“ oder „weniger“ Gerechtigkeit statt „der Gerechtigkeit“ überhaupt gibt, um sich ein „mehr globale Gerechtigkeit“ auf die Pupillen schmieren zu lassen? Wäre die dann wiederum irgendetwas anderes als ein perfider Euphemismus für „Globalsozialismus“? Ließe sich das „mehr globale Gerechtigkeit“ womöglich noch weiter steigern? Wie wäre es mit „mehr sozialer Gerechtigkeit innerhalb der globalen Geschlechtergerechtigkeit“ – oder umgekehrt -, nur so zum Beispiel? Oder mit „mehr Rassengerechtigkeit als einem wesentlichen Aspekt der sozialen Gerechtigkeit bei der Mehrung der globalen Geschlechtergerechtigkeit“? Und hat schon jemand über die astronautische Weltallgerechtigkeit nachgedacht, resp. wieviel mehr „wir“ davon dringend „brauchen“ im Rahmen des ubiquitären „Wir müssen, wir brauchen jedoch wir dürfen nicht“?

Könnte es sein, daß die Internationalsozialisten bei der „Zeit“ genau wissen, wie „viele die Menschen“ hierzulande radikal „weniger globale Gerechtigkeit“ befürworten würden, wenn ihnen klar wäre, daß es dabei um globalen Sozialismus gehen soll? Und hat Deutschland bereits „mehr Beingerechtigkeit“ erreicht, so daß es nun „international vorangehen“ kann? Und wenn es dieses „Mehr an Beingerechtigkeit“ hat: Sollte es vorangehen? Ist es überhaupt möglich, daß ein niedergehendes Land international als ein vorangehendes wahrgenommen wird? Wenn der „erste Schritt“ außerdem erst jetzt erfolgen soll: Warum wurde dann „mehr globale Gerechtigkeit“ so sträflich vernachlässigt, daß bis dato der „erste Schritt“ unterblieben ist?

Gibt es bei der „Zeit“ einen Schrank? Was würde darin aufbewahrt werden? Tassen? Wenn ja: Wären die noch alle vorhanden? Fragen über Fragen …

Nicht so linksintellektuell

Wem das verlogene linksintellektuelle Gegatze über „mehr globale Gerechtigkeit und vorangehende erste Schritte“ zu anstrengend ist, oder wer den Absturz in „mehr Gewissensnöte“ befürchtet, der muß natürlich nicht die „Zeit“ lesen, sondern kann sich von der „tz“ updaten lassen für seine erfolgreiche Teilnahme am „öffentlichen Diskurs über mehr Temperaturgerechtigkeit innerhalb der globalen Klimagerechtigkeit“, von welcher „mehr Geschlechtergerechtigkeit“ betroffener ist als je zuvor. Trieftroffbetroffen.

Hier ein paar Zitate aus dem „tz“-Wetterartikel vom 11. Februar: „Eiszeit, Sibirische Kälte, brutale Minusgrade, Eisschrank, Extrem-Winter“, (Kälte hat) „die Stadt vollends im Griff, Temperaturen von fast minus 20 Grad im Anmarsch, Anzeichen verdichten sich, Schneechaos in Deutschland! – DWD mit Warnungen nördlich von München, Extrem-Wetter über Deutschland zieht immer größere Kreise, Wetter in Deutschland bringt die Extreme, die von Experten gar als „Jahrhundert-Ereignis“ angekündigt wurden, Unwetter in der Mitte!, krachen die Temperaturen in der Nacht in zweistellige Minus-Bereiche, Wetterphänomen, Experte hat nun auch Süden auf dem Schirm – „So, dass wir Probleme bekommen können“, Denkwürdiges Ereignis mit Seltenheitswert, Wetter-Wahnsinn in Deutschland, Droht „Jahrhundert-Ereignis“ im Norden?“ … – wundert sich noch jemand darüber, daß ein Volk, das einen derartig sensationsheischenden, alarmistischen Tonfall Tag für Tag und Jahr für Jahr auf die Pupillen und in die Gehörgänge geschmiert bekommen hat, besonders anfällig ist für ganz und gar unglaubliche Pandemiegeschichten? – Nein, oder wie man heute sagt: Nicht wirklich.

Dem „nicht wirklich“ müsste man freilich, um seine grundsätzliche Offenheit anderen Sichtweisen gegenüber (Toleranz!) herauszustreichen, sehr „zeitnah“ ein fragendes „oder?“ hinterherschieben. Mit einer ins Falsett kippenden Stimme nach dem „o“. Das „o“ also mehr wie Barry White („Hey baby“), das „däär?“ dann wie die Bee Gees beim Kastrator.

Schneechaos – Foto: Autor

Dieses Foto entstand am 14. Februar anläßlich eines sonntäglichen Morgenspaziergangs des Verfasser dieser Medienkritik mit seinem Hund. Trockene Luft, Sonnenschein, Minus 12,5 Grad – ein Wintertraum, kein „Schneechaos“.

Aber er hat noch ein anderes Foto gesehen, vermutlich stammt es aus der „Bild“. Man sieht einen Mann mit „Alltagsmaske“ vor einem Auto, das in den Straßengraben gerutscht ist. Am hellichten Tag. Der Mann heißt Samed M. (59) und er steht mit einem Bein bis zum Knie im Schnee, den es in den Straßengraben geweht hat. Auf der Straße liegt der Schnee etwa einen Zentimeter dick, auf der Wiese neben dem Straßengraben scheint grün das Gras durch. Bildunterschrift: „Bad Driburg, 6.35 Uhr: Samed M. (59) stapft durch den hüfthohen Schnee. Sein Auto liegt im Graben.“ – Das sind „nicht wirklich Informationen, odäär?

Wenn es nämlich welche wären, dann hätten Sie Folgendes bisher nicht gewußt: 1. Wenn ein Auto leicht schräg steht, dann „liegt“ es (im Argen, im Straßengraben oder sonstwo). 2. Im Schneechaos ist es an einem 10. Februar ausnahmsweise schon um 6:35 Uhr hell. Am 9. und am 11. Februar ist es um 6:35 Uhr jedoch ganz normal dunkel. 3. Außerdem- und das wird Sie jetzt wirklich überraschen: Wem die Hüfte bis ins Knie hinuntergerutscht ist, der muß in den Straßengraben steigen, um hüfthoch durch das Schneechaos zu stapfen, weil das Chaos auf der Straße nicht einmal knöchelhoch vorhanden ist, so daß seine Hüfte im Knie nichts davon bemerkt. Obwohl es auf der chaotischen Schneestraße schon hüfthoch hell ist. 4. Vorbildlich außerdem: Samed M. (59). Ohne Maske stapft auch er nicht durchs Chaos.

Na gut, daß es vorbildlich ist, eine Maske aufzusetzen, wenn man am hellichten zehnten Februartag um 6.35 Uhr in der Früh mit einem Bein hüfthoch in den kniehohen Schnee des Straßengrabens steigt, wußten Sie vermutlich bereits. Vergessen Sie Punkt 4.

Wer nun weiß, wie chaotisch es in der Helligkeit des nächtlichen Schneesturms von Bad Driburg am 10. Februar um 6:35 Uhr in der Früh zugegangen ist (Beweisfoto Samed M., 59), der fragt sich vielleicht, wie es in Münster um 9.40 Uhr ausgesehen hat. Na, chaotisch, was kann man erwarten? Wie chaotisch? Mehr oder weniger? Über dem Foto von Chaos-Samed (59) steht es ganz genau. In Münster war das Schneechaos um 9.40 Uhr so arg, daß Autofahrer nicht mehr vorankamen!  Das ist nicht besonders chaotisch, meinen Sie, und daß „wir mehr nationale Schneechaosgerechtigkeit“ bräuchten im Gedenken an Bad Driburg? Der Lakonische da hinten: „Kommt vor im Winter!“ – ??

Halten Sie sich jetzt gut fest: In Münster war das Schneechaos um 9.40 Uhr dermaßen gigantisch, daß „auch das Polizeiauto“ im Schnee steckengeblieben ist. In Münster gibt es nämlich ein Polizeiauto. Stand in der Zeitung. Vermutlich die „Bild“. Münster 9.40 Uhr. Totale Klima-Anarchie. Das Chaos hatte nicht einmal mehr Respekt vor der Staatsgewalt. Sogar das Polizeiauto …

„Wir müssen“ dringend für „mehr Polizei – und Polizeierstockgerechtigkeit“ im Schneechaos sorgen. Aber wie? – Mit einer Zwangsschaltung. Sowie „auch das Polizeiauto“ im Schnee steckengeblieben ist, schaltet sich automatisch das Blaulicht ein, um den „die Menschen“ den Ernst der Lage anzuzeigen. Die müssen dann ihr eigenes Auto in den Straßengraben „legen“, damit eine Rettungsgasse frei wird, eine Maske aufziehen, sich mit einem Bein hüfthoch in den kniehohen Schnee des Straßengrabens stellen und einen Zeitungsreporter herbeitelefonieren, der sie um 8.35 Uhr rückwirkend für 6.35 Uhr in dem  ganzen Chaos ablichtet, auf daß den „die Menschen“ klarwerde, welche Schrecken „mehr globale Klimaerwärmung“ für sie bereithält.

Offengebliebene Frage

Meinereiner fragt sich, ob er hierzulande überhaupt noch frei sagen darf, was er von Zeitgenossen hält, die sich zum Teil das „lingsindelelle Gegatze“ von „Zeit“-Kommentatoren bieten lassen – und darüber sogar noch nachdenklich die Köpfe wiegen – und die zum größeren Teil deutschmasochistisch fasziniert die Horrormeldungen zu Mutation und Schneechaos mit der Intensität von Kärcher-Industriesaugern inhalieren, um sich dann – der Mensch ist schließlich ein soziales Wesen – während ihrer löblichen Teilnahme am noch viel löblicheren „öffentlichen Diskurs“ ihren durchaus auch „diversen Mitmensch:innen“ gegenüber als Cleverles zu gerieren, die genau wissen, welches Aufregerchen heute wieder angesagt sind. Und ob es das ist, was mit „neue Normalität“ gemeint ist.

Ach ja, ehe ich es vergesse: Donald Trump ist der gewählte Präsident der USA. Er wurde um seinen Wahlsieg betrogen. Und: Jeffrey Epstein didn´t kill himself. Wie bitte? Meinungen gäbe es dazu? – Na sowas, servus …

 

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