Ehrliche Finder und selbstlose Schneeräumer: Die Syrer mit dem goldenem Herzen

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(Symbolbild:Imago)

Dank erfüllt unser Herz: Immer mehr Zuwanderer aus dem arabischen Raum bringen uns empathielosen, zivilisatorisch unterentwickelten mitteleuropäischen Barbaren Werte wie Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe bei. Im nordrhein-westfälischen Verl ereignete sich eine Sensation von so bedeutendem Nachrichtenwert, dass darüber gleich mehrere überregionale Medien berichteten: Ein 25-jähriger Syrer befreit dort Autos von Schnee.

Mousa Kotipa aus Verl, der seit fünf Jahren in Deutschland lebt, betätigte sich während des massiven Wintereinbruchs der vergangenen Woche im freiwilligen „Schneeräumdienst“ – und befreit reihenweise eingefrorene und zugeschneite Autos vom Schnee. Alleine am vergangene Wochenende dreißig Mal – und alles unentgeltlich. Eine Aktion in Eigeninitiative – die für deutsche Journalisten mit unverhohlen positiv-rassistischen Scheuklappen anscheinend so wenig zu den Stereotypen passt, die sie der dunkeldeutschen Mehrheitsbevölkerung dünkelhaft unterstellen, dass ihnen deren triumphale Widerlegung eine besondere Berichterstattung wert ist. Wenn Millionen Deutsche täglich irgendetwas Nettes, Hilfsbereites oder Banal-Selbstverständliches tun, ist dies hingegen keiner Silbe wert. Es muss der herzensgute Araberjunge sein.

So schagzeilte etwa die „Neue Westfälische“ ungläubig: „Ohne Gegenleistung: Junger Syrer hilft Autofahrern und befreit sie vom Schnee!“ und beschreibt Kotipa schwärmerisch in Worten, die auch aus Predigten Margot Käßmanns, Pro-Asyl-Hochglanzbroschüren oder von der Webseite des Bundesamtes für Migration stammen könnten: „Er spricht die neue Sprache perfekt und lässt sich in einem Sennestädter Dentallabor zum Zahntechniker ausbilden.“ Über die sozialen Netzwerke habe der junge Mann spontan seine Unterstützung angeboten: „Jeder, der Hilfe braucht, wenn ein Auto im Schnee steckenbleibt, kann ohne Zögern anrufen und ich werde da sein, um zu helfen„.

Eingewanderte Nobelmenschen

Eine tolle Sache, ohne Frage und durchaus anerkennenswert – doch sie als Bessermenschen-Trumpf auszuspielen, nach dem Motto „Flüchtlinge tun Gutes und wir reden darüber“, ist fast noch penetranter als die klischeehaften Urban Legends von verlorenen, anschließend von syrischen Findern selbstlos zu den Polizeibehörden und Fundbüros gebrachten Portemonnaies, Golduhren oder Bargeldpaketen, die seit 2015 plötzlich mysteriöserweise überall auf Deutschlands Straßen herumlagen. Erst ehrliche Finder, jetzt altruistische Schneeräumer!

Wir lernen: So etwas hat es in Deutschland noch nie gegeben, dass Menschen füreinander da waren, Nachbarschaftshilfe oder gemeinnützige Dienste leisteten… dazu mussten also erst Millionen junge muslimische Männer hier einwandern, die uns vorleben, was Respekt, Manieren gesellschaftliches Engagement bedeuten. Deutsche integrieren: Das ist die eigentliche  Herausforderung der Stunde. (DM)

 

Karin Prignitz
10.02.2021 | Stand 10.02.2021, 11:32 Uhr
Mousa Kotipa mit der Schaufel neben seinem Fiat. – © NW
Mousa Kotipa mit der Schaufel neben seinem Fiat. | © NW
Autofahrer hatten in kleinen Straßen Schwierigkeiten

Vor allem in den kleinen Seitenstraßen hatten Autofahrer Schwierigkeiten. „Gerade viele ältere Menschen haben es nicht geschafft, einen halben Meter Schnee wegzuschaufeln“, erzählt der Syrer. Er kam mit seinem Fiat und Schneeketten, befreite die Autos von der weißen Masse, legte vor allem die Reifen frei, so dass die Wagen wieder fahren konnten. Auch bei einigen großen Firmen schaute er vorbei, um zu helfen.

Viel Dankbarkeit erreichte den Helfer in der Schnee-Not. „Eine Frau wollte mir Geld geben, aber das habe ich sofort abgelehnt“, betont Mousa Kotipa. Er habe in der Not geholfen, so, wie er es auch von Zuhause kenne. „In meinem Heimatland ist eine solche Hilfe selbstverständlich.“

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