Covid-Schutz unter Palmen: Reiseveranstalter planen Impfurlaube ins Ausland

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Hier können sich bald deutsche Urlauber einreihen... (Foto:Imago/UnitedArchives)

Es ist ein Geschäftsmodell, wie man es bislang nur von schönheitschirurgischen Eingriffen oder Zahnarztbehandlungen in Ungarn oder Bulgarien kannte: Medizinischer Service in Verbindung mit einem komfortablen (Kurz-)Urlaub ins Ausland. Nun soll die Masche auf Corona übertragen werden: Bevorzugte Covid-Impfung in Israel oder auf den Seychellen, in Verbindung mit Luxusferien. Dafür werden zum Teil horrende Preise aufgerufen.

Die Idee dahinter ist so simpel wie clever: Für drei bis vier Wochen sollen Interessierte ins Ausland reisen können, um sich dort gegen das Corona-Virus impfen zu lassen, so die Idee. Das durch bundesweite Werbespots bekannte Duisburger Groß-Reisebüro „sonnenklar.tv“ bietet – spaßigerweise mit seinem Testimonial Harry Wijnvoord („Der Preis ist heiß“) –  bereits Vorregistrierungen für solche Impfreisen an, die vom Frankfurter Reiseveranstalters Fitreisen organisiert werden sollen. Letzterer bewirbt, so berichtet der „Westdeutsche Rundfunk„, sein extravagantes Angebot mit folgenden Detailinfos: Reisende sollen sich zu Beginn – und wenn nötig am Ende ihrer Reise – von einem Arzt vor Ort impfen lassen können. Israel soll als Destination voraussichtlich ab Ende März buchbar sein, die Seychellen oder die Vereinigten Arabischen Emirate sollen im April folgen; Großbritannien ab Mai. Allerdings spricht der Veranstalter selbst noch von „Zukunftsmusik„, da nur die Staaten als Reiseziele in Betracht kommen, die ihren Bürgern bereits „ein umfassendes Impfangebot“ gemacht haben und noch Serum übrig haben.

Das Interesse an dem Konzept ist natürlich groß und viele sind anscheinend bereit, jeden Tarif für diese Verquickung von Impfen & Relaxen zu berappen. Dabei wird die Heidenangst ausgenutzt, die viele Menschen nur dank der erfolgreichen Panikpropaganda von Medien und Regierungen während dieser Pandemie entwickeln konnten – und die aus Sicht von gutbetuchteren Angstbürgern folglich fast jede Summe gerechtfertigt erscheinen lässt, um das vermeintlich lebensrettende „Privileg“ in Anspruch zu nehmen, und die Experimentalimpfung dann gleich noch mit einem überfälligen Erholungsurlaub zu kombinieren.

Regierung selbst Schulkd an „unethischem“ Modell

Insofern trägt die Bundesregierung an dieser elitären, um nicht zu sagen hochgradig unsolidarisch-dekadenten Geschäftsidee ein gerüttelt Maß an Mitschuld. Aber nicht nur wegen ihrer Panikmache, sondern noch aus einem anderen Grund: Die grandiose Unfähigkeit der beiden europäischen Spitzenvertreterinnen des Modells „Frauen in Führungspositionen“, Merkel und von der Leyen, hat in der Impfstoffbeschaffung zuverlässig sichergestellt, dass es viel zu wenig Impfstoff gibt – so wenig, dass auf unabsehbare Zeit nicht einmal die geimpft werden können, die der „Priorisierungs-Triage“ nach eigentlich bereits am Zuge wären. Logisch, dass da der, der kann, mit allen Mitteln nachhilft.

Deshalb ist es ein geheuchelter Witz in Tüten, wenn sich jetzt Politiker über das Konzept „Urlaub plus Impfung“ echauffieren; Horrorprophet und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Karl Lauterbach hält die Reisen etwa für „sehr problematisch“ und spricht von einem „unethischen Geschäftsmodell„. Ausgerechnet Lauterbach: Sein unseliges mediales Wirken hat in einem Jahr die mentalen und psychischen Voraussetzungen geschaffen, dass heute viele angstverhetzte Menschen meinen, sie müssten – Ertrinkenden gleich, die sich um Rettungsboote prügeln – um jeden Preis an den Goldenen Schuss der Impfung kommen. Ein typischer Sozialist eben: Erst den Mangel schaffen, der die Menschen zu Wölfen macht – und sie dann für ihr Wolfsein tadeln. (DM)

 

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