„Ich geh‘ kaputt, gehste mit…?! – Corona, Jugend und die Konsequenzen

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Neulich im Impfzentrum (Symbolfoto: Von Fuss Sergey/Shutterstock)

Ob die zahlreichen Jungwähler, die in diesem Superwahljahr erstmals an die Urnen der Republik gebeten werden, überhaupt in der Lage sind, pünktlich an den Wahlkabinen zu erscheinen, kann vielfach bezweifelt werden. Denn unter Deutschlands Sozialarbeitern ist das Ding längst durch.

Von Hans S. Mundi

Dort raunt man sich zu, dass nach dem Wegsperren der Jungen seit März 2020, mit einigen kurzen Unterbrechungen in voller Maskerade, die psychosozialen Folgen gewaltig sein werden. Experten von der Basis der deutschen Sozialpädagogik gehen davon aus, dass man auf Jahre mit der „Reparatur“ der Kids befasst und dann damit gut ausgelastet sein dürfte – der monatelanger Coronoa-Knast in den Kinder- und Jugendzimmern, eingesperrt in die irreale Welt der sozialen Medien via Tablet oder Handy, zeigt Folgen. Hurra, der Dachschaden ist da.

Jugend im Lockdown: Eine junge Generation leidet unter Corona … Teenager vermissen die Freiheit und Unbefangenheit ihrer Generation … Münchner Jugendpsychologin: Angststörungen nehmen zu … 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlen sich seelisch belastet … Langfristige Pandemie-Folgen für Kinder und Jugendliche noch unklar … Bayern: Langzeitstudie zu psychischen Folgen bei Kindern läuft …“

Da reichen schon die Zwischenüberschriften eines längeren Berichts des Bayerischen Rundfunks zum Thema Jugend, Corona und die Folgen. In jeder Zeile blitzt der Schrecken auf, wird das Angerichtete erkennbar, ahnt man den Flurschaden, den eine mitunter hysterische Lockdown-Politik verursacht hat. No way out. Der kinderlosen Kanzlerin gefällt ihre drastische Ermächtigungspolitik, die aus dem Land einen obrigkeitsstaatlichen Verbotsstall gemacht hat. So wenig Freiheit wie jetzt, war höchstens einst in der DDR, wo doch Merkels politischer Irrlauf begann. Politik in Zeichen einer Pandemie ist sicherlich ein Streitthema, aber über die Folgen politischer Maßnahmen muss und sollte immer offen diskutiert werden. Für die Folgen kann nämlich nicht das Virus verantwortlich gemacht werden, die Folgen eines rigorosen Lockdowns in einem – digital betrachtet – technisch rückständigen Schulsystem, für die sind regierende Parteien und Politiker verantwortlich. Für die Verwahrlosung einer jungen Generation, die unter Schulschließungen und Freizeitverboten leidet, auch.

„„JuCo2“: Zweite bundesweite Befragung zum Befinden von Jugendlichen in der Pandemie veröffentlicht. Die Erfahrungen der Corona-Pandemie machen jungen Menschen Angst vor der Zukunft. Vor allem junge Erwachsene, die die Schule abgeschlossen haben und nun an der Schwelle zur Berufsausbildung oder zum Studium stehen, sorgen sich um die langfristigen, auch ökonomischen Folgen der Pandemie. Nahezu die Hälfte aller Jugendlichen äußert dies im Rahmen der am 10. Dezember veröffentlichten, zweiten bundesweiten Online-Befragung „JuCo2“: Mehr als 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 30 Jahren gaben Auskunft darüber, welche Konsequenzen die Pandemie für ihren Alltag hat. In 1.400 Kommentaren nehmen die Jugendlichen die Gelegenheit wahr, sich mitzuteilen: Manche empfinden das Jahr 2020 als Zeitverschwendung, als ein Jahr im Wartezustand; andere schreiben vom Lernen allein zu Hause, das ihnen „unglaublich schwergefallen“ sei; von belastenden psychischen Problemen in der Familie; wie „emotional ermüdend“ es sei, sich in der Schule ohne ausreichend Abstand unter Vielen bewegen und dabei konzentriert für die nächste Klassenarbeit lernen zu müssen; wie einsam sie ohne ihre Freunde seien und „ohne alles, was Spaß macht“. „Unter diesen Bedingungen den Schulabschluss zu machen, war echt unfassbar hart für mich.““

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Die Befragungen fallen noch vergleichsweise mild aus, da die Befrager auch keinesfalls Konfrontationen zur herrschenden Corono-Politik aufbauen wollen. Doch jenseits der Fassade – vor allem außerhalb der noch harmlosen „lost generation“ und den traurigen Notizen – wartet ein weitaus tieferes Elend. Denn Drogenexperten warnen nun in internen und externen Runden, mehr oder weniger deutlich, dass sich vor allem synthetische Drogen aus obskuren Laboren, wie Crystal Meth und andere harte Betäubungsmittel, rapide auf dem Vormarsch befinden. Oh, welch ein Zufall. Und wer ist wohl geradezu prädestiniert und derzeit sich selbst in unendlicher Langeweile überlassen – quasi staatlich gefertigte billige Beute für skrupellose Dealer, die nun das dreckige Geschäft des Jahrtausends wittern (?) – na klar, die Kids sind in Gefahr!

Die Grenzen waren erst einmal dicht. Der Flugverkehr ist zum Erliegen gekommen. Straßen waren wie leergefegt. Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen, wurde das gesellschaftliche Leben in Europa und vielen anderen Ländern deutlich heruntergefahren. Für den Drogendeal auf der Straße keine guten Bedingungen. Doch der Handel mit illegalen Drogen ging weiter, wie ein Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, EMCDDA, nahelegt. Zwar war das Reisen für Personen stark eingeschränkt und der Einsatz von Kurieren für den Drogenschmuggel somit kaum möglich, der internationale Warenverkehr wurde jedoch während des Lockdowns aufrechterhalten. Diese Situation hat sich vermutlich auch der Drogenhandel zu Nutze gemacht. Beschlagnahmungen legen den Schluss nahe, dass vor allem der Seeweg ungebremst weiter genutzt wurde, um Kokain in die Europäische Union einzuführen. Beispielsweise seien Kokainfunde im Hafen der niederländischen Stadt Rotterdam auf ähnlich hohem Niveau gewesen wie im Vorjahr. In manchen EU-Ländern hätten Beschlagnahmungen sogar zugenommen. In der Hoffnung, Grenzkontrollen leichter zu überwinden, haben Kriminelle auch den Corona-bedingt gestiegenen Bedarf an Hygiene-Artikeln ausgenutzt. So wurden in einem Fall 14 Kilogramm Kokain entdeckt, als ein Lieferwagen in das Vereinigte Königreich einreisen wollte. Das Kokain versteckte sich zwischen fein säuberlich verpackten Gesichtsmasken.“

Das Corona-Drogenförderprogramm der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder zeigt volle Wirkung, hier hat die Politik effektiv und nachhaltig gehandelt, die Kassen der kriminellen Dealer-Ringe und der organisierten Kriminalität klingeln – welch ein Überbrückungsgeld, was für eine Neustarthilfe für Clans und kriminelle Cliquen. Mit tausenden Neukunden, für das Gesamtsortiment des Drogenfachhandels, ist hier echte Aufbauhilfe geleistet worden, der Grad der flächendeckenden Durchseuchung der Jugend in Stadt und Land nimmt Fahrt auf. An Drogen heranzukommen sei heute so leicht wie der Kauf von Schnaps, jeder kennt einen, der dealt, sagen Sozialarbeiter resignierend. Tolle Perspektiven, eine verkiffte, verkokste und versoffene Generation Vollrausch wächst in den Corona-Home-Knästen heran, wird dann in saftiger Delinquenz delirierend hier und da zuschlagen und dann in die anderen Knäste des Staates wandern, wow man auch ohne Virus reinkommt. Geschichten aus dem Tollhaus, grüßen Sie die Kollegen aus dem Sozialministerium, winken sie den Schulträgern zu, klopfen sie den Polizisten auf die Schultern. Nie war es so irre wie heute. Welch ein Land, was für Drogen!

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Drogen wie Alkohol, Zigaretten und Cannabis schütten Glücksgefühle aus und wirken entspannend – wie eine Flucht aus dem negativen Corona-Alltag. Der Grad zur Abhängigkeit kann sehr schmal sein. Was machen die Corona-Pandemie und sämtliche Maßnahmen, welche sie eindämmen sollen, mit der Neigung zur Sucht? Inge Häßler, die sich als Sozialpädagogin der Fachstelle Sucht Villingen-Schwenningen mit Niederlassung in Donaueschingen auch um entsprechende Fälle auf der Baar kümmert, sagt, dass sich der Stress und der Druck verbunden mit dem Coronavirus fördernd auf den Drogenkonsum auswirken. Dies sei in vielen Bevölkerungsschichten der Fall. „Niemand sieht es, wenn ein Mensch Tendenzen zur Sucht entwickelt. Denn durch den Lockdown fehlt die soziale Kontrolle.“ Zudem verstärke eine fehlende Absicherung, wie etwa durch Kurzarbeit, die Gefahr, in eine Abhängigkeit abzurutschen … Oftmals leiden Süchtige auch körperlich und psychisch.

Das kann sich in Zeiten der sozialen Isolation verschärfen, sagt Häßler. Somit fallen die Betroffenen in die Risikogruppe. „Opiate wie Heroin wirken dämpfend und verlangsamen die Atmung. Auch Tabak verursacht Lungenerkrankungen“, erklärt die Sucht-Expertin. Für Kinder und Jugendliche seien die Schule von zuhause aus und die soziale Isolation besonders schwierig. Die Nutzung von Computerspielen und sozialen Medien sei im Vergleich zum Vorjahr um 75 und 66 Prozent gestiegen …

Michael Stöffelmaier, Vorstand des Caritasverbands Schwarzwald-Baar, erkennt allerdings einen Anstieg von Alkoholkonsum, bei Eltern wie bei Jugendlichen. Das vermerke die Beratungsstelle in Donaueschingen. Dies habe sich auch in Polizeieinsätzen im Bereich Gewalt und Beschimpfungen gezeigt. „Einen wirklich rasanten Anstieg haben wir bei der Spielsucht feststellen können, hiervon sind fast alle Altersklassen betroffen“, erklärt Stöffelmaier.“

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