Der nächste Virologe wird auf Linie gebracht: Traumposten für Streeck-Ehemann in Spahns Ministerium

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Auf, auf, zum Bundesgesundheitsminister (Symbolfoto: Von Dragon Images/Shutterstock

Im deutschen Gesundheitswesen bilden echte Männerbande inzwischen die unverbrüchlichste Arbeitsgrundlage. Neben dem Power-Paar Jens Spahn und Daniel Funke (Gesundheitsminister und Berliner Burda-Cheflobbyist) besorgen es nun auch Spitzenvirologe Hendrik Streeck und sein Ehemann Paul Zubeil dem Coronavirus hart, politisch/medial und ganz im Regierungssinne: Spahn berief, in einem durchschaubaren Schachzug, Zubeil auf die vakante Stelle eines Unterabteilungsleiters seines Ministeriums.

Für passende Work-Life-Balance Zubeils ist gesorgt: Wie der Zufall so spielt, befindet sich der neue Arbeitsplatz nicht in Berlin, sondern am Bonner Dienstsitz des Bundesgesundheitsministeriums – also in Reich- und Wohnweite Streecks, der als Leiter der Bonner Uniklinik wirkt. Mit gewissermaßen „wärmsten Empfehlungen“ kam Zubeil in die neue Position, nachdem er zuvor Deputy Director beim Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen in Brüssel (UNPFA) war. Dem Vernehmen nach rangiert er fortan in der fürstlichen Besoldungsgruppe B5; ein echter Traumjob. Formal ging bei der Personalie natürlich alles mit rechten Dingen zu: Zubeil habe sich nach einer externen Ausschreibung in einem mehrstufigen Verfahren gegen ein gutes Dutzend qualifizierter Bewerber durchgesetzt, schreibt „t-online„.

Auf diese Weise stellt Spahn dann – ganz im Sinne der Merkelregierung-  sicher, dass sich der bislang fachlich profilierteste Kritiker des Lockdown-Kurses in Zurückhaltung üben lernt. Denn Streeck wird sich fortan wohl zweimal überlegen, wie weit er sich noch aus dem Fenster lehnt, wenn er seinen Gatten nicht in dienstliche Bredouille bringen und bei seinem Dienstherrn kompromittieren will. Auch wenn beide Seiten dies bestreiten, so ist Spahns eigentliches Motiv doch überdeutlich. Und es scheint bereits die erwünschten Resultate zu zeigen: Streeck hält sich gegenüber all den Wochen zuvor deutlich mit Kritik zurück und wird zunehmend handzahm. Und so erklärt sich dann vermutlich auch, weshalb Streeck neuerdings sogar den Lockdown als alternativlos anpreist.

Zwischen Verlockung und Bedrohung

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, sagt der Volksmund. Es ist das Ende der unabhängigen Virologen und kritischer Mediziner, wenn die Regierung sie nach und nach alle einkassiert – durch lukrative Posten, durch verlockende Nähe zur Macht in Kanzler-Zirkeln, durch Verheißung von Einfluss und öffentlich-rechtlicher Medien-Dauerpräsenz. Wer wollte nicht so eng mit den Regierenden flirten wie Christian Drosten oder ins erlauchte Zitierkartell der Kanzlerinnenflüsterer aufsteigen?

Die subtile Drohung mit Ansehens- und Statusverlust im anderen Fall – etwa durch Verweis auf mahnende Beispiele von Wodarg über Schiffmann – ist da gar nicht mehr nötig. Ob Streeck sich soweit verbiegen lässt, wird sich zeigen; die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls von Seiten Spahns geschaffen – Loyalität geht durchs Ehebett. „Was haben wir denn an denen verloren / den ganzen deutschen Professoren / die wirklich manches besser wüssten/ wenn sie nicht täglich fressen müssten„, sang einst Wolf Biermann. (DM)

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