Die Corona-Medienhetze wird immer penetranter

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Ein linker Journalist (Symbolfoto: Von Benedek Alpar/Shutterstock)

Je mehr derzeit die Zahlen sinken, umso verzweifelter versuchen die deutschen Pandemie-Leitmedien, durch Clickbait-Katastrophentitel die in der Dauerreizüberflutung bereits abgestumpften Deutschen durch immer irrere Meldungen und verzerrte Darstellungen bei der Stange zu halten. Ob Impftote versus Covid-Tote, ob regierungskritische oder linkskonforme Demonstranten, ob deutsche oder migrantische Corona-Missetäter: Nie wurde derart mit zweierlei Maß gemessen.

Noch nie kamen unter den jährlich in Deutschland sterbenden über 900.000 Menschen die Opfer einer bestimmten Todesursache jemals in den Genuß einer slch einseitigen, geheuchelten Medienlarmoyanz wie derzeit die – angeblichen oder tatsächlichen – „Corona-Toten“: So wenig wie in früheren Jahren je das Schlaglicht auf Intensivstationen oder auf das (tatsächlich dort zwangsläufig schon immer gehäufte, natürliche) Sterben in den Alten- und Pflegeheimen fiel, so wenig wurde auch über das Siechen und Dahinscheiden im Fall von 30.000 Lungenentzündungstoten, von über 10.000 an Krankenhauskeimen oder von saisonal zwischen 15.000 und 25.000 Grippetoten berichtet – von den schon immer hunderttausendfach versterbenden Krebs-, Herz/Kreislauf- oder Unfallopfern ganz zu schweigen.

Doch jetzt, im geradezu manischen Bemühen, dieser Pandemie wenigstens nachrichtlich etwas von dem Schrecken zu verleihen, der sich in allen echten Pandemien der Geschichte ganz von selbst einstellt (nämlich aus der persönlichen tagtäglichen Konfrontation jedes einzelnen mit Krankheit und Tod), der bei Corona jedoch gänzlich fehlte, eben weil die Gesundheitsbedrohung uns vom ersten Tag der Krise an nur angedroht oder durch Dritte erzählt, aber so gut wie nie erlebbar wird: Da wird begierig jede sich bietende Gelegenheit ausgeschlachtet.

Triumphierend berichtete gestern die „Welt“ über eine im medizinischen Fachmagazin „Virchows Archiv“ publizierte, angebliche „Studie„, derzufolge die Obduktion von acht der 17 im Frühjahr 2020 im Regensburger Universitätsklinikum verstorbenen Corona-Toten ergeben habe, dass Corona bei sieben von ihnen tatsächlich die Ursache gewesen sei. Ein Resultat, das in gänzlichem Widerspruch zu den Autopsieergebnissen von im selben Zeitraum in Hamburg Verstorbenen steht, die der damaligen Leiter der dortigen Pathologie, Professor Klaus Püschel, durchgeführt hatte: Er fand von 65 obduzierten Corona-Titeln keinen einzigen kausal allein an Corona verursachten Todesfall.

Punktueller Bildausschnitt wird zur „Studie“

In Regensburg starben die angeblich nicht vorerkrankten Betroffenen der Untersuchung dann allerdings ebenfalls nicht an Corona, sondern an Pilzerkrankungen oder Multiorganversagen; Krankheitsbilder, die ebensogut zu mangelnder Krankenhaushygiene oder auch falsch gehandhabter, womöglich kontraindizierter Beatmung passen würden. Jetzt sollen sie typisch für Corona sein; auf diese Weise kann man dann freilich jede Todesursache ihrerseits wieder als atypisches Corona-Symptom deklarieren und behaupten, so sehe es nun einmal klinisch aus, wenn ein Mensch „an Corona“ stirbt. Repräsentativ war die betreffende „Studie“, übrigens keinesfalls. Die Autoren – und die „Welt“ – schreiben am Ende sogar selbst, die Resultate ließen sich „nicht verallgemeinern„. Aber wenigstens lassen sie sich für reißerische Schlagzeilen nutzen.

Und im „Spiegel“ dürfen ausgewählte Intensivmediziner schon seit längerem die Volksverunsicherung vorantreiben und Horrorschilderungen der Zustände in den Kliniken ausmalen, die zwar in eklatantem Widerspruch zu den sinkenden Belegungszahlen (gestern waren es noch rund 4.200 belegte Intensivbetten) stehen, aber die „stehende Welle“ der angeblichen Dauerkatastrophe beschwören: Aktuell sind es Mitarbeiter einer Nürnberger Klinik, die „Alarm schlagen“ und „seit Monaten an der Belastungsgrenze arbeiten„. Die ausgebliebenen Triage wird von den Intensivmedizinern so erklärt: Man habe überhaupt „nur neue Corona-Fälle aufnehmen“ können, „weil so viele gestorben waren.

Neuer Schrecken eingehaucht

Da die meisten „an und mit Covid“ Verstorbenen in den Pflegeheimen und zuhause anfallen und sich der Rest auf 1.925 deutsche Kliniken verteilt, muss es sich zwingend um eine hoffnungslose Übertreibung handeln. Gnadenlos wird die auch schon vor Corona beklagenswerte strukturelle Überforderungssituation in Kliniken vor allem mancher Ballungsräume hier medial ausgenutzt, um die passenden Kronzeugenzitate zu ergattern, mit denen der Pandemie neuer Schrecken eingehaucht werden kann. Hätte sich der „Spiegel“ schon in den Jahren vor der Pandemie für die Situation der Pfleger und Ärzte auf den Intensivstationen interessiert, hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselben Antworten bekommen.

Die heillose journalistische Schieflage in diesem Land wird zudem in einem kaum camouflierten Doppel-Standard sichtbar, der regelmäßig zu völlig unterschiedlichen Bewertungen derselben Phänomene führt – je nachdem, um wen oder was es gerade geht. So war es schon bei der schizophrenen Berichterstattung über weltweite Superspreader-Events à la „Black Lives Matter“, die angeblich harmlos und ohne Auswirkung aufs Infektionsgeschehen gewesen sein sollen, wohingegen Querdenker- und Anti-Lockdown-Protestler natürlich die Schuld an der weiteren Ausbreitung tragen; dass das Coronavirus anscheinend zwischen Demonstranten feinselektiv differenzieren kann, ließ sich auch in amerikanischen Medien studieren:

(Screenshot:Twitter)

In Deutschland macht sich das erstaunliche Gefälle in der Gefahrenbewertung auch bei anderen Anlässen bemerkbar: Als Angehörige eines Thüringer Karnevalsverein zu einem spontanen Mini-Umzug aufriefen, schäumte die Medienlandschaft über. Ähnliches widerfuhr einer 14-köpfigen Wandergruppe im Donautal, die angeblich einen „Massenausbruch“ verschuldet haben soll, weshalb der „Spiegel“ sich in Scharfrichtermanier über die biodeutschen Regelbrecher ausließ („Entsetzen über Corona-Ausbruch nach Wandergruppenausflug“) und über das „gesellige Beisammensein in einer Hütte“ schrieb: „Die Empörung ist groß„. Gar nicht empört hingegen zeigte sich das Kampagnenmagazin, als 500 Muslime in einer Dürener Moschee zusammenkamen und dort Kontakt-, Abstand- und Maskengebote reihenweise ignorierten: Hier passten die Regelbrecher wohl nicht ins gewünschte Feindbild, deshalb berichtete es über diesen weitaus gravierenderen Fall erst gar nicht.

Am schönsten aber ist der Bias beim Zurechtbiegungsbestreben, wenn es um die reihenweise in Folge der Impfungen auftretenden Todesfälle geht. Hier werden dann plötzlich die Argumente bemüht, die bei der Einstufung von „Corona-Toten“ nicht zählen durfte: Auf einmal sind das hohe Alter und Vorerkrankungen die maßgeblichen Todesfaktoren, die auch nur eine „Teilschuld“ der Impfung ausschließen und die Wirkstoffe über jeden Verdacht erhaben machen sollen. Bei Corona war es genau umgekehrt. Mit dieser allzu durchschaubaren Masche kredenzte etwa das „ZDF“ in einer Art „Faktencheck“ seinen Lesern eine einlullende Beschwichtigungsbulle, wonach angesichts von 23 Toten in zeitlicher Folge zu Impfungen in Norwegen (wo der Fall zu einer Warnung des Gesundheitsbehörden für Risikogruppen führte) und etlichen ähnlichen Fällen in Deutschland kein Grund zur Sorge bestünde („mancheiner vermutet einen Zusammenhang zwischen Tod und Impfung – zu Unrecht„).

Sicher ist, bei soviel eifrigem Gewerke an der „richtigen“, erwünschten Sichtweise: Auch weiterhin wird in den Mainstream-Medien Corona seinen Platz als tödlichste, schrecklichste Heimsuchung seit Menschheitgedenken behaupten. Und rücksichtslos verhalten sich auch in Zukunft nur moralische Untermenschen – deutsche Heimattümler, Querdenker, Trump-Anhänger, Impfverweigerer. Und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird in seinem Amtssitz auch weiterhin nur Kerzen für Covid-Tote anzünden; andere Tote zählen nicht. (DM)

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