„Märchenschloss“ RKI: Experten halten Corona-Todeszahlen für weit übertrieben

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(Symbolbild:Imago/Sielski)

Der erkennbare Schmu mit Corona-Daten, Kennzahlen und statistischer Erfassung, den das Robert-Koch-Institut (RKI) in dieser Pandemie augenscheinlich betreibt, treibt nicht nur die Bürger, sondern auch immer mehr Experten auf die Barrikaden. Jetzt geht erneut ein Wissenschaftler hart mit der politisch gesteuerten Wieler-Behörde ins Gericht: Diesmal geht es um die Todeszahlen. Tatsächlich sterben offenbar weitaus weniger Menschen, als täglich von den obersten epidemiologischen Paniktreibern im Namen der vermeintlichen „Gesundheitsaufklärung“ vermeldet werden.

Anfang Januar war es der international angesehene Hygieniker Professor Klaus-Dieter Zastrow, der die vom RKI veröffentlichten (und zur Entscheidungsgrundlage für den Lockdown herangezogenen) Fallzahlen und Schwellenwerte als völlig willkürlich, aussagelos und „gewürfelt“ bezeichnet hatte – und dies wohlfundiert begründen konnte. Am Wochenende folgte dann der Münchner Statistikprofessor Göran Kauermann, der die Corona-Daten des RKI „eine einzige Katastrophe“ nannte, vor allem was die „Inzidenzen“ und die Meldeverfahren, aber auch die Erfassungsmethodik betrifft.

Und jetzt reiht sich in den Chor der massiven Kritiker der Berliner Professor Bertram Häussler ein, Mediziner und Soziologe am Iges-Institut, der die Todesfallzahlen des RKI auseinandernimmt. Diese werden, ohne jede Trennschärfe – mit dem verwaschenen Zusatz „an und mit“ bzw. „in Verbindung mit Corona verstorben“ – allabendlich unkritisch und monoton von den Nachrichtensprechern verlesen, mit betroffener Trauermiene, als hätte jemand in den Leichenhäusern die Tagesfälle nachgezählt. Doch mit dem realen Sterbegeschehen hat dies nichts zu tun, wie der Forscher und etliche seiner Kollegen nun feststellen.

Dies liegt, zitiert „Bild“ den Wissenschaftler, schlicht daran, dass alle Todesfall-Meldungen „das RKI erst mit im Schnitt drei Wochen Verspätung erreichen„. Komplizierte, teilweise analoge und somit antiquierte Meldeverfahren der Behörden sowie Verzögerungen in einzelnen Bundesländern führen zu einem in einem hochentwickelten Industriestaat schier nicht für möglich zu haltenden grundfalschen Lagebild. In der Astronomie ist es normal, dass jeder Blick in den Nachthimmel zwangsläufig eine Schau in die Vergangenheit ist – weil das Licht der sichtbaren Sterne von vielen tausend Jahren ausgesandt wurde. Etwas ähnliches gilt sinngemäß für den Blick in RKI-Sterbefalldaten, die allerdings nicht mit Lichtgeschwindigkeit, sondern im Schneckentempo übermittelt werden.

Abgebildet wird der Stand vor etlichen Wochen

Tatsächlich geben Erhebungen aus den Kliniken, aber auch eine aktuelle Auswertung des RKI, welche NICHT die täglichen Meldungen aus den Gesundheitsämtern erfasst, sondern nachträglich die Sterbedaten, klare Hinweise darauf, dass „die Todesfall-Zahlen seit dem Jahreswechsel stetig sinken„. Auf die von der Zeitung gestellte Kardinalfrage, wie viele Menschen denn nun wirklich an Corona aktuell sterben, erklärt Häussler: „Wir schätzen, dass derzeit täglich rund 400 infizierte Menschen an Corona sterben. Der Höhepunkt der Todesfälle wurde kurz nach Weihnachten erreicht.

Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass die RKI-Zahlen (die dann mit tiefbetroffenen Gesichtern in den Talkshows und bei Bund-Länder-Gipfeln repetiert und von der Kanzlerin zum Vorwand für weitere „alternativlose“ Machtanmaßungen herangezogen werden) maßlos übertrieben sind. Die Zahlen der letzten Tage – Sonntag 839 Fälle, Sonnabend 941 und Freitag gar 982 Tote, deklariert jeweils als „in den letzen 24 Stunden gemeldet“ – würden damit um mehr als das doppelte von der realen Mortalität abweichen. Eben weil es sich dabei um Zahlen von vor drei Wochen handelt.

Zu Häusslers Darstellung, die in weiterer Schlag ins Gesicht der RKI-Zahlenjongleure ist, passt auch die reale Zahlenentwicklung der hospitalisierten Covid-19-Patienten in den Kliniken, vor allem auf den deutschen Intensivstationen: Seit Jahresbeginn ginge ihre Zahl von über 5.800 auf rund 4.350 zurück. Den systemischen Zusammenbruch, „Triagen“ und kollabierende Krankenhäuser hat es ebenso wenig gegeben wie die neuerdings wieder in Endlosschleife beschworene Corona-Übersterblichkeit. (DM)

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