Lockdown, bis alle insolvent sind: Wir schaffen Deutschland!

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(Symbolbild:Imago/Skata)

Während Wirtschaftsminister Peter Altmaier sinniert, wie die deutsche Wirtschaft auch weiter effektiv abgewürgt werden kann (und Lockdowns auch bei „Inzidenzwerten“ von unter 50 nicht ausschließen will), schlägt die Realität erbarmungslos zu: Reihenweise gehen derzeit ehemals gesunde Unternehmen über die Wupper, oder vollziehen die Zukunftstransformation zum reinen e-Commerce. Selbst die staatlich geforderte/geförderte Insolvenzverschleppung kann die anrollende Pleitewelle nicht aufhalten.

Die großen Einschläge kommen näher: Nach etlichen großen Modeketten (von Gerry Weber bis Adler) verschwinden zunehmend auch die großen Warenhäuser auf Nimmerwiedersehen aus Deutschlands Innenstädten. Galeria-Kaufhof versucht verzweifelt, seine Rest-„Systemrelevanz“ in abzugreifenden Staatshilfen zu kapitalisieren; der Rest sagt Adieu für immer. Etwa H&M, das – in Verbindung mit wenig sozialverträglichen Massenkündigungen – Filialen schließt und ganze Heerscharen an Personal entlässt.

Schon heute lässt sich konstatieren: Sollte diese Pandemie je wieder enden, werden zahllose Fußgängerzonen und Kern-Citys nicht mehr wiederzukennen sein. Und selbst die in den letzten Jahren zunehmend in die Peripherie abgewanderten Filialisten (deren Ansiedlungen in Gewerbegebieten mit der „zweiten Sterbewelle“ des innerstädtischen Einzelhandels einhergingen, nach der „ersten“ durch sukzessive Aufgabe inhabergeführter Fachgeschäfte) machen dicht.

Zu den Hiobsbotschaften der letzten Tage gehörte aktuell auch die Ankündigung des Parfümerie- und Kosmetikriesen Douglas, der jede siebte Filiale in Deutschland schließen wird – 60 an der Zahl, mit 600 Arbeitsplätzen (europaweit sind es gar 600 Filialen mit mindesten 2.500 Vollzeitstellen, die verschwinden). Von manchen „Rationalisierungen“ profitiert auch diesmal wieder der Staat, in dem diese sonderbare „Pandemie“ (bei der es so wenig Gewinner und so viele Verlierer gibt) ihren Ausgang nahm: China nämlich.

Die Blutspur des Corona-Regimes

So soll nun etwa die Zentrale des Markenmoden-Herstellers Esprit endgültig nach Hongkong verlagert werde; bereits im Juli letzten Jahres hatte das Unternehmen verkündet, von seinen 94 Niederlassungen in Deutschland 44 zu schließen und 1200 Arbeitsplätze abzubauen. Im Herbst wurde ein Schutzschirmverfahren eingeleitet – und nun folgt, wie die „Rheinische Post“ berichtet, der nächste Schock vor allem für die Beschäftigten der Firmenzentrale im baden-württembergischen Ratingen – von denen infolge der Verlagerung nach Fernost etliche ihren Job verlieren werden.

Die Merkel-Regierung kann sich voller Stolz auf die Schulter klopfen: Akzeleriert und massiv verschlimmert durch die an Vorsatz grenzenden Verzögerung bei der Auszahlung der Corona-Staatshilfen (Anfang Februar sind noch nicht einmal die „November-Hilfen“ komplett ausgezahlt, von den Folgemonaten ganz zu schweigen), stehen inzwischen sagenhafte 175.000 deutsche Firmen unmittelbar vor der Pleite.

Und dies zwar, wohlgemerkt, TROTZ der de facto fast völligen Straffreiheit für zwar längst fällige, aber gewolltermaßen ausbleibende Insolvenzanträge, und trotz der zum Nachteil der Gläubiger nochmals deutlich aufgeweichten Kriterien, nach denen eine Zahlungsunfähigkeit formal festzustellen ist. Dies sind rund fünf Prozent aller deutschen Unternehmen – Tendenz drastisch steigend.

Insolvenzverschleppung bis zum bitteren Ende

Die Massenentlassungen in der Automobil- und Zuliefererbranche, in der Touristik, im Flugverkehr und im Dienstleistungsgewerbe einmal ganz außen vorgelassen, befürchten inzwischen manche Experten, dass jedes vierte Einzelhandelsgeschäft und sogar jeder dritte Gastronom die Corona-Krise nicht überleben wird – selbst wenn vor Ostern der Lockdown wieder beendet würde.

Da es aufgrund dessen sklavischer, kausaler Verknüpfung mit völlig abstrusen, unwissenschaftlichen und beliebig gewählten „Inzidenzwerten“ (die sogar immer weiter verschärft werden) ebenso wahrscheinlich ist, dass er noch viele Monate weiterläuft, wird der „Body Count“ an kaputtgeschlagenen Unternehmen und Arbeitslosen täglich höher.

Gipfel der Perversion: Führende Stimmen unter den gewichtigen und politisch einflußreichen Corona-Fundamentalisten (und neuerdings auch der Bundeswirtschaftsminister) agitieren in just diese Richtung – und fordern ganz im Sinne der „ZeroCovid“-Wahnsinnigen, die Wirtschaft dürfe erst nach der (restlos illusorischen) Kompletteliminierung des Virus wieder öffnen. Die destruktiven eigentlichen Absichten dahinter, nämlich den Ast endgültig abzusägen, auf dem wir sitzen, lassen sich hier kaum noch schönreden. Der Letzte macht dann das Licht aus. (DM)

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