Wie unter Mao: Gericht verurteilt 17-Jährige zu Gesinnungsaufsatz über Corona-Regeln

0
Strafarbeit für widerspenstige Untertanen (Symbolbild:Imago/imagebroker)

Umerziehung und staatliche Gehirnwäsche wie unter Mao: Wer sich in Deutschland den Corona-Auflagen nicht mit Kadavergehorsam fügt und aus der Spur läuft, muss neuerdings damit rechnen, von der Justiz zu Strafarbeiten und tätiger Buße gezwungen zu werden. Ein Braunschweiger Gericht vergatterte jetzt eine 17-jährige unbotmäßige Corona-Sünderin dazu, einen dreiseitigen Gesinnungsaufsatz über den Sinn der Maßnahmen und Grundrechtsbeschränkungen zu schreiben.

Diese Maßnahmen dürfen NIE hinterfragt werden!„, so brachte RKI-Präsident Lothar Wieler bereits in der Frühphase der Pandemie die unbedingten Erwartungen der Politik in ihre Untertanen auf den Punkt: Gewissensregungen, kritisches Denken und ein Gespür für Vertretbar- und Verhältnismäßigkeit von staatlichen Restriktionen sollten wirksam unterdrückt und ausgeschaltet werden. Was als eine der Lehren des Dritten Reichs unter dem Konzept der „Inneren Führung“ bei Bundeswehr und auch im Staatsdienst jahrzehntelang vermittelt wurde – die Ertüchtigung der Bürger, wachsam gegenüber Machtmissbräuchen zu sein und keinen Befehlen sklavisch zu gehorchen, die unveräußerliche Grund- und Menschenrechte verletzen – scheint plötzlich nicht mehr zu gelten. 11 Monate Pandemie haben gezeigt, dass die Deutschen auch nach zwei Diktaturen weiterhin alles schlucken, was ihnen eine überschießende Staatsmacht vorschreibt – sofern es ihnen als hochsinnvoll, alternativlos und im moralischen Anstrich eines altruistischen Opferkultes verpackt angepriesen wird.

Gunnar Kaiser berichtete auf Facebook über den schier unglaublichen Fall aus Braunschweig, der wie Satire anmutet, aber bitterer Ernst ist. Wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Allgemeinverfügung (sie trug kurzzeitig keine Maske in der Fußgängerzone) hatte die dortige Stadtverwaltung ein Bußgeld von 75 Euro gegen das Mädchen verhängt – auf Basis der als „Bevölkerungsschutzgesetz“ euphemisierten Diktatur-Blaupause namens Infektionsschutzgesetzes (IfGS). Weil sie dieses nicht zahlen wollte oder konnte, drohte ihr eigentlich Erzwingungshaft. Diese wandelte das Gericht jedoch um in die bizarre Auflage, stattdessen einen handgeschriebenen Aufsatz über drei DIN A4-Seiten zum Thema ,“Die Auswirkungen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen auf das alltägliche Leben und Sinn und Zweck der lnfektionsschutzregeln“ schreiben.

Sklavischer Untertanengeist statt Innere Führung

Die Eltern des Mädchens hatten sich an Kaiser gewandt und zu den Hintergründen des Falls erklärt: Ihre Tochter hätte vor Gericht vorgebracht, dass sie die Maske im Freien für einen Moment abgenommen habe, weil ihr übel gewesen sein. Es habe am „Tatort“ allerdings überhaupt keine eindeutige Beschilderung zur dort geltenden Maskenpflicht existiert; die Polizisten, die sie erwischten, hätten ihr entgegnet, darüber hätte sie sich „auf Facebook informieren“ müssen. Nach Zurückweisung des Widerspruchs habe die Schülerin das Gericht dann gefragt, ob sie die Geldbuße nicht irgendwie abarbeiten könne. Als Reaktion folgte dann der von zwei Richtern unterzeichnete Beschluss, durch „Einhämmern“ von Regeln per Gesinnungsaufsatz quasi die erfolgreiche Indoktrination nachzuweisen.

So wie Grundschüler einst bei Zuwiderhandlung 100 Mal an die Tafel schreiben mussten „Ich werde ab sofort meine Hausaufgaben machen“ wird hier schikanöses Brainwashing durch Staatsorganen betrieben, die eigentlich auf Grundlage der Verfassung urteilen sollten – und nicht Beschlüsse und Maßnahmen verabsolutieren und verherrlichen sollten, die die in der Verfassung verankerten Grundrechte mit Füßen treten. Von autoritären Willkürmaßnahmen und solchen Urteilen ist es nur noch ein kleiner Schritt zu Umerziehungslagern und Boot-Camps für „Leugner“ und „Regelverweigerer“.

Zu diesen immer autoritären Tendenzen passt die öffentliche Berichterstattung der Staatsmedien wie die Faust aufs Auge – die das, was von der in ihrem Willen gebrochenen Herde verlangt wird, Tag für Tag im Sinne des neuen „viralen“ Gesundheitsregimes vorbeten. Dafür klopfen sie sich neuerdings ebenso scham- wie hemmungslos auf die Schulter. ARD-Chef Tom Buhrow nähert seine Diktion, ganz im Sinne des Zeitgeistes, ebenfalls zunehmend sozialistischen (wenn nicht stalinistischen) Sprachübungen an: „Die Menschen lieben, was wir tun!jubelt der Medienfunktionär und attestiert den deutschen (Mainstream-)Medien, natürlich vor allem seiner eigenen Senderfamilie, ihre Berichterstattung zu Corona sei „vorbildlich„. Was er damit eigentlich meint: Betreutes Denken und Volkserziehung klappen wie am Schnürchen. Und wo noch nachgeholfen werden muss, sorgen dann Gerichte wie in Braunschweig für notwendige „Korrekturen“. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram