FFP2-Maskenterror: Ein Fest für Blockwarte

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FFP2- und OP-Masken im ÖPNV (Foto:Imago/Eibner)

Der kafkaeske Triumph des Schwachsinns im aktionistischen Corona-Regime Deutschland steigerte sich gestern nochmals um einige Quanten: Die Pflicht zum Tragen von FFP2/KN95/N95- oder zumindest OP-Masken dient anscheinend einzig dem Zweck, ein noch bedrohlicheres „Pandemie-Szenario“ im öffentlichen Raum erlebbar zu machen, nachdem die Stoff- und Alltagsmasken schon beinahe zum Mode-Accessoire hochgehypt wurden. Es soll auch optisch wie in einem Horrorfilm abgehen. Praktischer Nebeneffekt: die Blockwarte und Hobbysheriffs haben wieder mehr zu tun.

Wer noch am Sonnabend OHNE Stoffmaske einkaufen ging, riskierte Hausverbot und Bußgeld. Wer seit gestern MIT Stoffmaske einkaufen geht, riskiert Hausverbot und Bußgeld. Eine Logik dahinter existiert schlicht nicht, und wer diese tatsächlich im erhöhten Schutzfaktor von Partikelfiltermasken sieht und – in Nachbetung der willkürlichen Regierungsthesen – von einem höheren Nutzen ausgeht, der bestätigt damit zwingend, dass die bisherigen Masken folglich wirkungslos waren und die „Verweigerer“ richtig lagen. Ein Dreivierteljahr wurden wir mit den Gesichtslappen gequält, wurde uns mit Tod und Verderben bei Verzicht auf sie gedroht – und jetzt dürfen sie, weil nutzlos, nicht mehr getragen werden? Ganz davon abgesehen, dass die weiterhin gestatteten OP-Masken aus Vlies, außer ihrem sterileren und „klinischerem“ Image, keinerlei Unterschied zu einer dicken, feinporigen Stoffmaske aufweisen – fehlt doch das angebliche Schlüsselkriterium „Aktivschutz“ der FFP2-Masken bei ihnen gänzlich (nur in Bayern sind auch die OP-Masken verboten; hier ist strikte FFP2-Pflicht).

Freude über die neuen Regeln kommt hingegen bei den Legionen deutscher Hobby-Blockwarte auf, die endlich wieder einen neuen Anlass haben, andere zu maßregeln und auf Fehlverhalten hinweisen zu dürfen. Hochkonjunktur hat dieser „sympathische“ Menschenschlag immer in der Übergangsphase nach Inkrafttreten neuer Willkürbeschlüsse, solange sich die Mehrheit der Bevölkerung noch nicht an selbige gewöhnt hat. Sie sind die Vektoren des „sozialen Drucks“, die unter dem Vorwand der „Gleichbehandlung“ als Hobbykontrolleure im Alltag die sklavische Befolgung von „Regeln“ monieren: Rentner, die im Bus „Maske!“ brüllen, wenn jemand ohne einstieg; Nachbarn, die verdächtige „Versammlungen“ im Nebenhaus melden. Petzen, die bei beobachteten Kontaktverstößen das Ordnungsamt anklingeln. Die sonstige Ohnmacht des kleinen Mannes weicht hier plötzlich der Macht, sich als Augen und Ohren des Coronastaates zu verwirklichen -und  entfaltet hier ihre ganze Erbärmlichkeit und Gehässigkeit.

Dieser Effekt der „Selbstregulation“ ist zwar soziales Gift und reißt weitere Gräben im Volk, aber genau darum geht es der spaltarischen und isolierenden Politik ja. Und weil diese Mechanismen gerade in Deutschland so probat funktionieren, können sich die Behörden auf die Einhaltung noch so unsinniger Beschlüsse verlassen. So rechnen etwa die Verkehrsverbände mit einer „Masken-Quote von über 95 Prozent“ und zeigen sich „optimistisch„, dass die verschärften Regeln der Bundesregierung von der Bevölkerung „gut angenommen“ werden. Viele Fahrgäste verfügten schon heute über die „neuen“ Masken und nutzten sie bei ihren Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr bereits, erklärt etwa Christoph Kreienbaum, Sprecher der Hamburger Hochbahn AG (HVV) laut „dts Nachrichtenagentur“. „Wir gehen deshalb von einer breiten Akzeptanz der neuen Regelung aus.

Sozialer Druck funktioniert

Dass die Aktivschutzmasken, mit ihrer Filterwirkung und ihrem (zumindest im Falle einwandfreier Tragetechnik möglichen) Eigenschutz des Trägers, überhaupt nicht in ausreichender Zahl verfügbar sind und zudem vor allem FFP2-Masken extreme Gesundheitsgefahren bei nicht ordnungsgemäßer Tragefrist (75 Minuten, danach 30 Minuten maskenfreie Pause) bergen, weswegen sie bislang nur für bestimmte Berufsgruppen zum Arbeitsschutz zugelassen waren: Geschenkt. Dem Virus wird alles untergeordnet, außer Corona darf es keine Lebensrisiken mehr geben.

Zudem seien „insbesondere OP-Masken“ unter den Fahrgästen „weit verbreitet, da sie fast überall kostengünstig zu erhalten sind„, so Kreienbaum weiter. Nach einer einwöchigen Übergangszeit würden bei Verstößen von nun an Bußgelder erhoben werden. Ohne Rücksicht auf Verluste? Franziska Hartmann, Sprecherin des Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV), erklärt hierzu: „Wenn ein Fahrgast während der Fahrt gesundheitliche Probleme bekommt – etwa Schwindelgefühle oder Ähnliches – wird das Fahrpersonal ihn nicht aus dem Fahrzeug werfen, wenn er einen Schluck aus der Wasserflasche nimmt„, so die MVV-Sprecherin. Das sei eine Frage von „gegenseitiger Rücksichtnahme“ und nicht zuletzt des „gesunden Menschenverstandes„.

Mit gesundem Menschenverstand hat diese komplette Groteske ganz bestimmt nichts mehr zu tun – nicht im Geringsten. Aber freuen wir uns doch über soviel gönnerhafte Milde: Wem also ab sofort in Bus und Bahn unter den Foltermasken schlecht wird und zusammenbricht, der darf sich dann noch beim Schaffner bedanken, dass er nicht rausgeworfen wird. Eine wahrhaft menschenfreundliche, gnadenvolle Geste der Verkehrsbetriebe! (DM)

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