Nach Impf-Debakel: Notgedrungen beschafft auch Deutschland Covid-Medikamente

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Demnächst auch Pillen statt Spritzen (Foto:Imago/CavanImages)

Als Donald Trump vergangenes Jahr an Corona erkrankte, sich mit einem neuartigen Antikörper-Medikament behandeln ließ und wenig später topfit die Klinik verließ, witterte die deutsche Presse Schiebung – und machte sich, schwer enttäuscht über die schnelle Genesung des Präsidenten, lustig über das „dubiose“ und „gefährliche“ Wundermittel. Jetzt, nachdem Trump aus dem Amt getreten wurde, heißt es freie Bahn für eben diesen Medikament auch in Deutschland: Die Regierung kaufte 200.000 Dosen dieses und eines weiteren hochwirksamen Präparats ein – nachdem sie erkennen musste, dass ihr eigenes Totalversagen bei der Impfung zahllose Menschenleben fordern wird. 

Dass überhaupt die – etwa in China weit stärker favorisierte – Parallelstrategie monatelang sträflich vernachlässig worden ist, zur Corona-Bekämpfung auch und vor allem auf wirksame Medikamente zu setzen, hat womöglich bis jetzt schon zehntausende Menschenleben gekostet, denen andernfalls hätte geholfen werden können – eben zum Beispiel durch das bislang verpönte Mittel, das Trump heilte und dessen Hatern deshalb als Teufelzeug galt, nun aber plötzlich als vielversprechend erkannt wurde.

Der bedeutendere Grund dafür, dass die Medikamentenentwicklung bisher in der gesamten westliche Hemisphäre eher stiefmütterlich gehandhabt wurde und alle riesigen staatliche Aufwendungen, finanziell wie organisatorisch, praktisch ausnahmslos auf den Impfstoff konzentriert wurden, liegt auf der Hand: Geimpft werden muss jeder – oder zumindest eine große Mehrheit der Bevölkerung -, während Medikamente nur bei tatsächlich Erkrankten zum Einsatz kommen. Wo hier für Pharmaindustrie, Biolabor und Entwicklungsfirmen sowie die hinter ihnen stehenden Großinvestoren und Milliardärsstiftungen das lukrativere Potential steckt, ist selbsterklärend.

Und hätten Merkel & Spahn, dieses Duo Infernale des hiesigen Corona-Regimes, nicht die Impfstoffbeschaffung so grandios versemmelt (mit Ansage und offenkundigem Vorsatz!), dann würde Deutschland höchstwahrscheinlich auch jetzt noch mauern – und jeden Versuch unterminieren, wirksame Akutmedizin zum Einsatz zu bringen – weil dies die Akzeptanz für Massenimpfungen in der Bevölkerung logischerweise noch weiter senken würde. Es wäre zudem fatal für die Cinderella-Story der Biontech-Migrantenmilliardäre, für die Gates-Stiftung, für die Impfkonsortien – all jene Player also, die seit einem Jahr – förmlich zugesch(m)issen mit öffentlichen Geldern – darauf wetten, dass sich ganze Gesellschaften angstgetrieben einen Impfstoffe spritzen lassen, der zwar völlig unausgereift, potentiell risikobehaftet und von fragwürdiger Wirkung ist, dafür aber scheinbar alternativlos: Corona verlöre auch bei den Panikopfern seinen Schrecken, wenn sich schwere Verläufe durch ein zuverlässiges Medikament abschwächen lassen, denn niemand würde dann mehr eine unnötige Experimentalimpfung riskieren.

Breitenimpfung weit lukrativer als gezielte Medikation

Weil Deutschland nun aber einmal das Impfdebakel droht, musste Spahn zähneknirschend handeln – und orderte nun insgesamt 200.000 Dosen zweier Corona-Antikörpermedikamente: Zum einen des Trump-Mittels REGN-COV2 des Herstellers Regeneron, zum anderen des auf den Pharmariesen Eli Lilly zugelassenen Bamlanivimab. Fachleuten und Politiker begrüßen die überfällige Entscheidung: Leif-Erik Sander, Immunspezialist und Lungenexperte an der Berliner Charité, freut sich, „dass wir nun prinzipiell Zugang zu dieser Therapie bekommen„. Besser spät als nie: Viele Chefärzte tadeln seit langem die einseitige Fixierung auf die politisch durchgedrückten Impfstrategie als einzige Schlüsselmaßnahme zur Beendigung der Pandemie, die selbst dann als illusorisch gelten dürfte, wenn die deutsche Regierung – so wie alle anderen Regierungen des Planeten – zuerst an die eigene Bevölkerung gedacht hätte, statt in ihrem globalistischen Moralgrößenwahn und dem üblichen Helferkomplex „nationale Alleingänge“ zu vermeiden und die Impfstoffbeschaffung der frei dilettierenden EU-Kommission zu überlassen.

Falls die monoklonalen neutralisierenden Antikörper, auf denen die Wirkung der neuen Medikamente basieren, in der sehr frühen Phase (maximal drei Tage nach einem positiven PCR-Test bzw. maximal zehn Tage nach Symptombeginn) verabreicht würden, so „scheinen sie geeignet, schwere Krankheitsverläufe zu reduzieren„, sagte Sander der „Welt„. Die Antikörper müssten vorbeugend gegeben werden, bevor sich ein schwerer Krankheitsverlauf ausbildet. Am ehesten, so Sander, könnten daher Infizierte „mit einem hohen Risiko für schwere Verläufe“ profitieren, wenn sie frühzeitig diese Antikörperpräparate bekämen.

Sogar Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hält die Medikamente zur Reduzierung der Viruslast für wichtig – schon deshalb, „weil es bei Corona nicht immer nur um Leben oder Tod geht„. Denn Überlebende könnten schwere Langzeitfolgen haben. „Es ist davon auszugehen, dass solche Folgen geringer sind, wenn schon der akute Krankheitsverlauf milder ist. Dazu scheinen jene Medikamente beitragen zu können„, so der Grünen-Politiker laut „dts Nachrichtenagentur“. Der Zeitpunkt kommt jedoch auch für Dahmen viel zu spät: Spahn hätte diese Therapien „viel früher einbeziehen müssen„. Auf gut Deutsch: Die Regierung hat durch ihr diesbezügliches bisheriges Versäumnis Menschenleben auf dem Gewissen. (DM)

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