Ganze Generationen wuchsen mit der abenteuerlichen Geschichte von ihm auf – Peter Pan, der Junge, der nie erwachsen werden wollte. Auf dem britischen Disney-Kinderkanal ist damit nun Schluss. Jeder unter 7 Jahren darf seine Abenteuer nicht mehr sehen. Peter Pan bediene „Rassenstereotype“, so die Begründung für die Zensur. 

Der Zeichentrickfilm-Klassiker von 1953 steht in Großbritannien nun auf der Liste der verbotenen Filme. Die Disney-Bosse, machen es jedem unter 7-Jährigen unmöglich, den Film im 5,99 Pfund (immerhin knapp 7 Euro) teuren Streaming-Service zu sehen. Ebenso verboten sind jetzt Dumbo, The Swiss Family Robinson und The Aristocats.

Viele Eltern sind wütend:“Ich wollte Peter Pan mit meiner Tochter sehen, aber ich konnte den Film nirgendwo finden“, so eine Mutter laut MailOnline. „Dann wurde mir klar, dass sie alle nicht einfach nicht mehr da waren – sie waren von den Konten der Kinder entfernt worden. Es war schockierend“.

Einen „Verstoß gegen die inhaltlichen Richtlinien“ sieht man offenbar seitens des US-Disney-Medienunternehmens, daß sich ganz der neuen politischen Antirassismus-Ideologie unterworfen hat. Hauptgrund für die Blockierung von Peter Pan soll die Geschichte um einen Indianerstamm sein, dessen Mitglieder als „Rothäute“ bezeichnet werden.

Schädlich für politisch korrekt aufgezogenen Kinder auch The Aristocats von 1970. Die dort mitspielende siamesische Katzenfigur namens Shun Gon, deren schräge Augen und hervorstehenden Zähne gelten jetzt als als „Karikatur ostasiatischer Menschen“ und damit ist diese Figur verboten.

Ein „geht-gar-nicht-Etikett“ bekommt auch der Der Zeichentrickfilm „Die Schweizer Familie Robinson“ von 1960 aufgedrückt. Dort spielen schließlich Piraten mit „gelbem Gesicht“ und „braunem Gesicht“ mit – weg damit.

Dumbo, die Karikatur von 1941 über einen liebenswerten fliegenden Elefanten, macht sich nach heutiger Sicht über versklavte Afroamerikaner auf Plantagen im Süden lächerlich.

Disney hat im Oktober vergangenen Jahres seine inhaltlichen Richtlinien überarbeitet, um Probleme im Zusammenhang mit „rassistischen Stereotypen zu entlarven. Seitdem hat man Bedenken gegen Peter Pan und Co. Die Entscheidung, die Filme von Kinderkonten zu löschen, sei von einer Gruppe externer Experten getroffen worden, die hinzugezogen wurden, um zu beurteilen, ob der Inhalt „ein globales Publikum repräsentiert“, heißt es laut MailOnline.

Die Filme sind zwar weiterhin für Erwachsene verfügbar, sie enthalten jedoch einen Haftungsausschluss, der besagt: „Dieses Programm enthält negative Darstellungen und/ oder Misshandlungen von Menschen oder Kulturen. Diese Stereotypen waren damals falsch und sind heute falsch.“

Disney erklärt ganz im Sinne der herrschenden linken Ideologen auf seiner Website, dass sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt habe, Geschichten mit „inspirierenden und ehrgeizigen“ Themen zu erstellen, die die Vielfalt der menschlichen Erfahrung rund um den Globus widerspiegeln. Die Aussage lautet: „Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können sie anerkennen, daraus lernen und gemeinsam vorankommen, um ein Morgen zu schaffen, von dem man heute nur träumen kann.“

Ein Sprecher von Disney lehnte eine Stellungnahme ab gegenüber MailOnline ab. (MS)