Noch mehr Kohle für die Pharmaindustrie: EIB will Ausweitung der EU-Impfstoffproduktion unterstützen

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Neulich im Pharmakonzern (Symbolfoto: Von alphaspirit.it/Shutterstock)

Sie verdienen sich ohnehin schon dumm und dämlich: Die Pandemie-Profiteure aus der Pharmaindustrie. Aber Gier ist nun mal unerschöpflich und so winkt jetzt noch weiterer Profit – mutmaßlich finanziert vom Steuerzahler, der in der Pandemie eh schon die größte Last trägt, drangsaliert wird und ohne Grundrechte dasteht:

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist bereit, Europas Impfstoffhersteller bei der Ausweitung der Impfstoffproduktion finanziell zu unterstützen. Das kündigte EIB-Präsident Werner Hoyer in der „Welt“ (Montagsausgabe) an. „Wir können uns da nur anbieten. Wir bestellen den Impfstoff ja nicht selbst. Aber wir standen und stehen immer zur Verfügung. Wir sind auch jetzt bereit, die Finanzierung von Produktionskapazitäten zu unterstützen, um die Voraussetzungen für größere Bestellmengen zu schaffen.“

Die EIB hatte im vergangenen Jahr die beiden deutschen Impfstoffentwickler Biontech und Curevac bereits mit Millionenkrediten gefördert. Dass Curevac kürzlich eine Allianz mit dem Bayer-Konzern geschlossen hat, um den eigenen Impfstoff voranzubringen, sei „eine sehr interessante Entwicklung“, sagte Hoyer. „Aber auch der Bayer-Konzern kann nicht mal eben aus dem Stand so eine komplexe Impfstoffproduktion aufbauen.“

Hoyer verteidigte die Impfstoffpolitik von Bundesregierung und EU-Kommission. Beiden wird vorgeworfen, die Impfstoffe gegen Covid-19 zu spät und zu zögerlich bestellt zu haben. „Jetzt sind ja alle Hobbyvirologen und wollen immer schon gewusst haben, dass Biontech die Lösung ist. Aber so klar war die Lage vor zehn Monaten nicht“, so Hoyer. „Deshalb wäre es ein Fehler gewesen, wenn die Bundesregierung oder die EU-Kommission bei ihren Bestellungen alles auf eine Karte gesetzt und nur bei einem Anbieter bestellt hätten.“ Die Verzögerungen jetzt hingen vor allem mit der Infrastruktur der einzelnen Staaten zusammen. Der EIB-Chef mahnte in diesem Zusammenhang auch eine bessere Vorbereitung für künftige Pandemien an: „Wir müssen viel wacher sein. Covid-19 hat uns alle von den Socken gehauen.“ Dass die Politik sich bereits wieder im Wahlkampfmodus befinde, helfe dabei nicht gerade: „Das vergangene Jahr hat außerdem sehr deutlich gemacht, dass man bei Pandemien global denken muss. Die Idee, dass jeder sein eigenes Ding machen kann, ist komplett illusorisch“, sagte Hoyer. „Auch Trump würde alt aussehen ohne den Impfstoff aus Mainz.“

EIB sollte zuerst einmal erklären, woher sie das Geld nimmt, um die Pharmaindustrie nochmals zu unterstützen. (Mit Material von dts)

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