Was für eine Verarsche: Drei-Gänge-Menü bei Rosenheimer Polizei-Ausstandsparty

0
Lustiges Corona-Drei-Gängemenü (Bild: Herrmann © Bayerisches Innenministerium/shutterstock.com/Von Melinda Nagy)
Lustiges Corona-Drei-Gängemenü (Bild: Herrmann © Bayerisches Innenministerium/shutterstock.com/Von Melinda Nagy)

Bayern/Rosenheim – Die Führungsriege der Söder´schen Corona-Polizei lassen es bei einer Abschiedsfeier so richtig krachen: Während Bürger sich im Corona-Knast befinden, die Gastronomie im Sterben liegt, wird bei der Rosenheimer Polizei ungeniert eine Ein- und Ausstandsparty gefeiert – inklusive Drei-Gänge-Menü. Mit dabei: Bayerns Innenminister Herrmann, Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, Polizeipräsident Robert Kopp und der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März (CSU).

Durch immer wahnwitzigere Corona-Maßnahmen darf sich der „normale“ Bürger nur noch mit einer weiteren Person eines anderen Haushalts treffen und hat ab 21 Uhr das Haus nicht mehr zu verlassen. Polizisten verbieten Familien das Schlitten- oder Schlittschuhlaufen. Die Gastronomie wird durch die Corona-Knute langsam aber sicher erstickt. Jedoch gelten diese Irrsinnsmaßnahmen – in Bayern ganz besonders ausgeprägt – für Söders Corona-Polizei offensichtlich nicht.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, wurde am Donnerstag in Rosenheim der Abschied der Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Eva Schichl, im Kultur- und Kongresszentrum (Ku‘Ko) gefeiert. Ihr Nachfolger Frank Hellwig wurde im Rahmen einer Pressekonferenz von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vorgestellt. Nachdem das Pressespektakel vorbei war, mussten die anwesenden Journalisten den Raum durch den Notausgang verlassen.

Danach wurde für das leibliche Wohl der Politiker und Polizisten gesorgt. Mitten in Corona-Zeiten tafelte die Catering-Firma „Prinzipal“ ein Drei-Gängemenü auf. Mit dabei in der illustren Runde: Bayern Innenminister Joachim Herrmann, Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, Polizeipräsident Robert Kopp und der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März (CSU).

Besonders dreist: Um zu verhindern, dass die Bild-Reporter die Schlemmerei dokumentieren können, stellte eine Polizistin Sichtschutzwände auf.

Bei dem gesellige Zusammensein handelte es sich laut der Polizei um eine „Dienstbesprechung des Innenministeriums“ und „aufgrund der Mittagszeit […] wurde eine Verpflegung angeboten“.

„Das ist extrem unglücklich und absolut kein Vorbild. Das darf nicht sein“, so die Stellungnahme von Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA. „Unsere Branche steht komplett im Regen und da wird ein Schlupfloch gesucht. Und nicht zu vergessen: Wir dürfen derzeit alle nur eine Person treffen.“

Der offen verhöhnte Bürger, der sich vom Möchte-gern-Kanzler Markus Söder anhören muss, dass die „Zeit der Schlupflochsuche vorbei sei“, scheint langsam zu kapieren, dass die Corona-Knute nur für ihn gilt:

„Unglaublich ! Und die Bußgelder werden dann wegen Klüngelei gar nicht verhängt !Jeder andere darf nur halbkaltes Essen aus dem Plastik oder Papptrog essen, was er vorher selbst holen muss und hier lässt man sich fein bedienen. Und das als Angehörige einer Personengruppe, welche andere Menschen wegen „Corona-Verstößen“ anzeigt.“

„Eigentlich gibt es nur eine Konsequenz, Rücktritt. Ach ich vergaß, es handelt sich um einen Politiker.“

„Alle Menschen sind gleich zu behandeln, aber unter der Oberfläche sind einige Gleicher. Bin gespannt obs da auch drastische Strafen gibt? TJAAAAA Herr Söder, da haben sie ja noch ein Stück Arbeit um sich hier eine Strafe “ auszudenken“, oder wird hier ein anderer Maßstab angesetzt und es wird unter den berühmten Teppich gekehrt? ? ?“

„Offensichtlich gab es im alten Preußen schon ähnliche Probleme und die gleichen Problemlösungen. Zitat Gustav von Rochow (1792-1847), preußischer Innen- und Staatsminister. „Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt; aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.“

Auch im Facebook-Kommentarbereich des Herrn Minister Herrmann ist man wenig amüsiert darüber, so offen verarscht zu werden:

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram