Süddeutsche Zeitung: Brief der deutschen Botschaft in den USA

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US-Präsident Donald Trump - Foto: Imago

Die deutsche Botschaft in den USA hat einen Brief geschrieben und denselben bis nach Berlin verschickt. Gottlob ist der Postdampfer nicht gegen einen Eisberg geschippert, daß es gescheppert hat. Womöglich wäre sonst der hochinformative Brief aus der weiten Ferne naß geworden und die Bundesregierung wüßte bis zum heutigen Tage nicht, daß die Indianer verloren haben. Die süffisante Medienkritik.

von Max Erdinger

Es ist interessant, was die „Süddeutsche Zeitung“ über diesen eminent wichtigen Brief aus der Neuen Welt zu berichten weiß. Jeder, der ausschließlich amerikanische Nachrichten verfolgt hat seit dem 3. November, weiß, daß dieser Brief von minderbegabten Nachfahren des Barons von Münchhausen geschrieben worden sein muß. Das hier ist nämlich die perfekte 180-Grad-Drehung dessen, was tatsächlich passiert ist. Aber schön ausgedacht ist das alles ganz zweifellos.

Zunächst einmal folgendes: Die ursprüngliche Überschrift des hier süffisant zu kommentierenden Berichts in der „Süddeutschen Zeitung“ lautete gestern noch „USA: So schildert die deutsche Botschaft die Lage in Washington“. Heute lautet sie „Was nun, Amerika?“. Außerdem wurde der Brief, von dem gestern noch die Rede gewesen ist, zum Bericht. Womöglich hat man bei der „Süddeutschen Zeitung“ meinen oben stehenden Teaser gelesen, den ich gestern schon bei Facebook verwendet hatte und hat sich gesagt, daß der Erdinger sich über die Alpen-Prawda und die Indianer lustig macht, ginge ja überhaupt nicht. Von dieser entlarvenden Kleinigkeit einmal abgesehen, ist die Lügengeschichte der deutschen Botschaft genau dieselbe 180-Grad-Drehung der Wahrheit geblieben, die sie gestern schon gewesen war.

Weil die deutschen Redaktionsstuben zu einem ungesund hohen Prozentsatz – ein seit Jahren beklagter Übelstand – von selbsternanten Volkspädagogen und Politaktivisten bevölkert sind, die lieber eine naseweise, vierte Gewaltlosigkeit sein wollen (Haltungsjornalismus), als eine ernstzunehmende vierte Gewalt, kommt auch die Posteingangsmeldung der „Süddeutschen Zeitng“ nicht ohne eine schwerst enzyklopädische Belehrung zum Wesen der deutschen Botschaft als solcher aus. „Wir“ lesen deshalb: „Zu den Aufgaben der deutschen Botschaften in aller Welt gehört es, dem Außenministerium in Berlin mitzuteilen, wie die Lage im Gastland so ist. Und je nachdem, aus welchem Staat diese Berichte geschrieben werden, fallen sie mal erfreulicher, mal düsterer aus. Deutsche Botschafter, die zum Beispiel in Afrika Dienst tun, schreiben öfter über Putsche und Diktatoren als ihre Kollegen in Europa.„. – Sollte hier ein Leser der „Süddeutschen Zeitung“ anwesend sein: Da siehst du mal, für wie bescheuert dich die Volkspädagogen bei der „Süddeutschen Zeitung“ halten. Sie glauben, dir erst einmal erklären zu müssen, was so eine deutsche Botschaft im Ausland überhaupt macht. Weil sie annehmen, daß du es bis dato noch nicht selbst gewußt haben könntest. In der nächsten Ausgabe erklären sie dir vermutlich, daß es neben dem kleinen Einmaleins auch noch ein großes gibt. Außerdem stecken sie dir auf subtile Weise, daß die deutschen Botschafter in europäischen Hauptstädten schon Briefe über europäische Putschisten und Diktatoren an das Außenministerium in Berlin abschicken würden, wenn es nur welche gäbe. Gelesen haben „wir“ solche Brief aber noch nicht, obwohl es doch welche gegeben haben muß. Wie war das damals mit dem Rücktritt von Papst Benedikt im Vatikanstaat? Warum genau mußte der unbedingt durch einen Klerikalkommunisten ersetzt werden? Warum genau ist Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin geworden, obwohl sie vorher kein Mensch auf dem Schirm hatte? Und wie hat es Emmanuel Macron geschafft, den Beschleunigungsweltrekord von Null auf Staatspräsident zu brechen? Wie war das damals mit dem jungen und aalglatten Sebastian Kurz und seiner Liste Kurz, die sich die ÖVP zuerst hat aufs Auge drücken lassen müssen, ehe der junge Herr geruhte, den Parteivorsitz zu übernehmen von einem Herrn Mitterlehner, der aus „menschlich verständlichen Gründen“ zurückgetreten war? Bestimmt haben da deutsche Botschafter mit edlen Füllfederhaltern Briefe an das Außenministerium in Berlin geschrieben und ihre Depeschenreiter losgeschickt. Nur: Bekannt geworden sind diese Briefe halt nicht. Dafür wissen wir aber, daß es einen Brief von der deutschen Botschaft in den USA gegeben hat. Das erklärt auch, warum der deutsche Bundesaußenminister, der leicht zu übersehende Herr Maas, Heiko, augenblicklich emsig geworden ist, um den USA selbstlos Nachhilfe in Sachen Demokratie anzubieten.

Die „Süddeutsche Zeitung“: „Insofern ist der Bericht, den die deutsche Botschaft in Washington am Donnerstagabend nach Berlin geschickt hat, bemerkenswert. In dem Dokument, das der Süddeutschen Zeitung in Auszügen vorliegt, zeichnen die deutschen Diplomaten von den USA das – durchaus realistische – Bild eines Landes, das politisch an einem „Tiefpunkt“ angelangt ist. Der abgewählte Präsident Donald Trump wird darin als „demagogischer Verführer“ bezeichnet, der versucht habe, seinen Machtverlust durch einen „in mehreren Etappen inszenierten Staatsstreich“ zu verhindern.“ Wie gesagt, in der zuerst veröffentlichten Fassung war statt eines Berichts der deutschen Botschaft von einem Brief die Rede, worüber ich mich sehr amüsiert habe, da ich mir seit dem 3. November ausschließlich digital übermittelte Berichte amerikanischer Medien zum US-Wahlbetrug angesehen hatte, etliche davon sogar LIVE, wie etwa die Wahlbetrugs-Anhörungen vor den Legislators der fraglichen Bundesstaaten Georgia, Michigan, Wisconsin, Pennsylvania und Arizona. Heute frage ich mich, ob die deutsche Botschaft zu diesen Anhörungen ebenfalls tintenhaltige Briefe verfaßt – und per Postschiff nach Berlin hat schicken lassen – und warum sie dort niemals angekommen wären. Ob es wohl Postdiebstahl gibt auf der Hamburg-Amerika-Linie? Das schiene mir durchaus so realistisch zu sein, wie der „Süddeutschen Zeitung“ die tintenfedrigen Zeilen der deutschen Botschaft in den USA „durchaus realistisch“ vorkommen. Warum sie der „Süddeutschen Zeitung“ durchaus realistisch vorkommen, ist schnell erklärt: Weil sie so wunderbar zu dem ganzen anderen Lügengebäude passen, das in deutschen Medien seit Jahren über Donald Trump aufgebaut worden ist. In Deutschland hat man einen Donald Trump gefälligst nicht zu mögen. Ich will aber nicht verschweigen, daß ich Trump nicht nur wegen seiner Innen- und Außenpolitik, sondern zu einem guten Teil auch deswegen ins Herz geschlossen habe, weil er der personifizierte Schlag in die verdrucksten Lügengesichter eines zutiefst korrupten Systems ist. Donald Trump würde ich jederzeit auf ein Bier einladen. Leider trinkt er aber keinen Alkohol, was man von Frau Merkel oder von Frau Kässmann z.B. nicht behaupten könnte.

Die deutsche Botschaft in den USA hat insofern recht, als daß die USA tatsächlich an einem Tiefpunkt angelangt sind. Völlig daneben liegt sie allerdings mit der Behauptung, daß das wegen Donald Trump so sei. Es ist nicht Trump der demagogische Verführer, sondern die deutsche Botschaft in den USA. Und die „Süddeutsche Zeitung“ geht ihr nur allzu willig auf den Leim. Bemerkenswert ist, daß die deutsche Botschaft die Ausschöpfung sämtlicher legaler Mittel, die in der US-Verfassung für den US-Präsidenten vorgesehen sind, um gegen einen Wahlbetrug vorzugehen, als einen „in mehreren Etappen inszenierter Staatsstreich“ bezeichnet. Absolut alles, was Trump und die Seinen seit dem 3. November unternommen haben, um den Diebstahl der Wahl zu unterbinden, bewegte sich völlig im gesetzlichen Rahmen. Daß er zuletzt zur Erstürmung des Kapitols aufgerufen habe, stimmt evident nicht. Überhaupt die …

Beweise

Die Beweise für den massivsten Wahlbetrug der amerikanischen Geschichte türmen sich zu einem wahren Gebirge. Daß sie nicht gewürdigt worden sind, resp. daß ihre Würdigung mit allen den Betrügern zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert wurde, genau das ist der Tiefpunkt, an dem die USA angelangt sind. Wie der texanische Senator Ted Cruz am 6. Januar bei seiner Rede anläßlich des Electoral Vote Count zutreffend bemerkte, wäre es bei der Überprüfung der Betrugsvorwürfe gar nicht darum gegangen, daß entwder der Eine oder der Andere Präsident wird, sondern darum, das Mißtrauen von etwa 100 Millionen Amerikanern der US-Wahl 2020 – und damit das Mißtrauen Wahlen gegenüber generell – in Vertrauen zurückzuverwandeln. Ein zehntägiges „Full Audit“ der US-Wahl analog zu demjenigen aus dem Jahr 1876, wäre das das dazu geeignete Mittel gewesen. Die USA sind deswegen an einem Tiefpunkt angelangt, weil die demokratisch-republikanische Allianz gegen Trump alles unternommen hat, um die Aufklärung der Betrugsvorwürfe zu unterbinden, was einer Bestätigung der Betrugsvorwürfe fast schon gleichkommt. Was hätten sie zu befürchten gehabt für den Fall, daß der Wahlbetrug tatsächlich nur das Hirngespinst eines gekränkten Narzissten gewesen wäre? – Nichts! Ganz im Gegenteil: Hätte sich der Wahlbetrug als Hirngespinst herausgestellt, Donald Trump hätte sich bis auf die Knochen blamiert und wäre für alle zukünftigen Zeiten schachmatt gesetzt worden.

Wahr ist: Donald Trump hat die Wahlen haushoch gewonnen. Wahr ist: Gestohlen wurde ihm sein Sieg durch den größten Wahlbetrug der amerikanischen Geschichte. Wahr ist: Die Beweise hierfür sind überwältigend. Wahr ist: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Wahr ist: Es darf nicht sein, daß den US-Wählern klar wird, von welcher Deep-State-Mafia sie mit Ausnahme der vierjährigen Unterbrechung durch Donald Trump seit Jahrzehnten nach Strich und Faden verarscht worden sind. Wahr ist: Donald Trump ist 2016 überhaupt nur deswegen US-Präsident geworden, weil es das Establishment in seiner unglaublichen Arroganz für unmöglich gehalten hatte, daß er Präsident werden könnte. Unvergessen ist das ARD-Trendbarometer zwei Tage vor der US-Wahl 2016, als der öffentlich-rechtliche Jörg Schönenborn den deutschen Schlafmichels erklärte, sie befünden sich in der Gesellschaft von Realisten, wenn sie anähmen, daß das Chancenverhältnis von Hillary Clinton zu Donald Trump bei 82:9 für Clinton liege. Das war das entlarvendste Stückchen, das sich die ARD bisher überhaupt erlaubt hat, wie sich retrospektiv kinderleicht feststellen läßt. Diesen „Fehler“ galt es im Jahr 2020 zu „korrigieren“, egal um welchen Preis. Und wenn der Preis darin besteht, daß die Amerikaner den Glauben an die Sinnhaftigkeit von Wahlen verlieren, dann wird eben auch der bezahlt.

ARD-Tagesthemen November 2016, zwei Tage vor der US-Wahl – Foto: Screenshot

Wahr ist: Weil der Medien-Mainstream als einer der Tatbeteiligten bei der Vertuschung des Wahlbetrugs schwer damit rechnet, der Trump-Käse sei nun endlich gegessen und er selbst befinde sich nach vier Jahren der Ungewißheit auf der sicheren Seite, dreht er nun völlig auf und läßt die allerletzten Hemmungen gar fallen, den Medienkonsumenten absolute Märchen als die Realität anzudrehen. Die „Süddeutsche Zeitung“ erreicht damit diesseits des Atlantiks den Tiefpunkt zeitgleich mit Amerika jenseits des Atlantiks. Noch eine Woche, um den finalen Befreiungsschlag durchzuführen. Darauf wetten, daß er noch kommt, würde aber selbst ich nicht mehr. Das Zeitalter der ubiquitären Lüge scheint endgültig gar angebrochen zu sein. Und so viel steht fest: Die Leser der „Süddeutschen Zeitung“ wären unter den letzten, denen das auffällt. Warum nicht? Weil sie nicht wollen, daß es ihnen auffällt. Mein GMX, meine Attitüden, meine Meinung, mein Gutsein, meine Rechte – meine „Süddeutsche Zeitung“. Welcehn Stellenwert braucht da die Realität noch? Wir leben schließlich im postfaktischen Zeitalter. Es ist eine Ironie der Geschichte, daß es ausgerechnet der ehemalige Feuilletonchef der „Süddeutschen Zeitung“, der Historiker Johannes Willms, gewesen ist, der sehr gut erklärte, warum das so ist. In seinem ausgezeichneten Buch „Die deutsche Krankheit“ kann man nachlesen, woran es liegt.

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