Lockdown bis Pfingsten, Ausgangssperren, Sprechverbote: Jetzt gibt es kein Halten mehr

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Merkel & Söder - den erlauchten Krisenmanagern liegt Deutschland zu Füßen Foto:Imago/Bayerische Staatskanzlei)

Nach Trippelschritten der Verlängerungsetappen lässt die Kanzlerin jetzt alle Hemmungen fahren – und terminiert nun das Ende des Lockdowns bei Ostern: „Mindestens noch 8 bis 10 Wochen“ müssten „harte Einschränkungen“ gelten. Tatsächlich wird das Ende der Volkskasernierung wohl eher frühestens auf Pfingsten hinauslaufen – exakt so, wie es übrigens auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums schon längst nachzulesen ist. Ob es dann allerdings noch etwas wiederzueröffnen gibt, wird sich zeigen. Genau das tritt ein, was wache Beobachter schon seit Beginn der Pandemie vorhersahen: Scheibchenweise wird immer bis an die Grenze des Zumutbaren gegangen, dann wird gewartet, bis die nächste Zumutung folgt. Das Resultat der Entwicklung ist die umfassendste Entrechtung, Enteignung und Freiheitsberaubung der Deutschen seit 1945.

Jedesmal läuft das Spiel gleich ab: Kritiker und Warner werden verlacht, zu Spinnern und Paranoikern gestempelt, ihre Prognosen werden als „haltlose Gerüchte“ oder „Lügen“ abgetan  – bis dann schrittweise ALLES eintritt, was sie prophezeit haben. So war es beim ersten Lockdown, als bis 48 Stunden vor der tatsächlichen Geschäftsschließungen öffentliche Mutmaßungen hierüber von der Bundesregierung als „Fake-News“ bezeichnet wurde. So war es mit der Maskenpflicht – erst nur in Geschäften, dann im ÖPNV, mittlerweile auch im Freien. So war es mit den Reisebeschränkungen, mit der Kontaktnachverfolgung, mit Ausgangssperren. Inzwischen sind wir bei 15 Kilometer Bewegungsradius angelangt, beim Verbot von Sport im Freien. Es ist eine einzige Farce.

Alles wird zuerst wortmächtig dementiert, es wird beschwichtigt und beruhigt. Leere Versprechungen werden abgegeben – und dann dreist gebrochen, wieder und wieder. Stets behalten die Zweifler recht, weil es GENAU SO und sogar schlimmer kommt wie von ihnen – unter bösartigsten Anfeindungen – vorhergesagt. Aktuelles Beispiel ist die Impfpflicht: Diese wurde ebenso kategorisch ausgeschlossen wie Nachteile für Nichtgeimpfte – und beides steht inzwischen zur Disposition; Söder denkt schon laut über eine Impflicht für Pflegeberufe nach. Dies ist erst der Anfang; ist das Tabu einmal gebrochen, gibt es kein Halten mehr. Gedächtnisverlust und Verdrängung sind die mächtigsten Verbündeten der Herrschenden: Das in sie gesetzte Vertrauen ist grenzenlos, weil sich niemand mehr daran erinnert, was sie gestern noch erklärt und versprochen haben.

Und so wird es immer weitergehen: Die Bewegungsbeschränkung wird früher oder zur Ausgangssperre überleiten. Und selbst diese lässt sich noch steigern: In Großbritannien erwägt das Kabinett bereits, Menschen nur noch einmal pro Woche das Verlassen der Wohnung zu gestatten. Stichwort Maskenzwang: Bayern hat nun eine Pflicht für FFP2-Masken in Kraft gesetzt – die pro Stück 5-12 Euro kosten und deren Anwendung somit, nach maximaler Tragezeit korrekt angewendet, je nach pro Person leicht monatliche Mehrausgaben von 500 bis 1000 Euro bedeuten. Wer soll das eigentlich bezahlen? Und der nächste Schritt zu dieser verschärften Maskenpflicht wird dann ein Redeverbot sein (das Atmen lässt sich ja leider nicht verbieten, zumindest noch nicht)  – zunächst in öffentlichen Verkehrsmitteln, dann in der Öffentlichkeit, so wie es auf den Balearen bereits gilt. Der ausnahmslose Maskenzwang im Freien ist regional ja bereits Wirklichkeit.

Ein Tabubruch folgt dem nächsten

Jede lokale neue Maßnahmenverschärfung, jeder Tabubruch wird nach und nach flächendeckend adaptiert und so zur Allgemeinnorm. Am Ende drohen wir in einem Land aufzuwachen, dessen Lebensalltag sich von Nordkorea nicht mehr unterscheidet.

Beängstigend ist der Gleichmut, mit dem das Volk die Maßnahmen nach wie vor schluckt. „Sollen wir etwa gar nichts tun, bei diesen Zahlen?“ – „Was soll die Regierung denn bitte machen, wenn die Krise so schlimm ist?“ – so lauten die fatalistischen Standardreaktionen der Konformisten. Und genau hier liegt das Problem: Sie hinterfragen die Krise selbst nicht mehr. Tatsächlich wird diese nämlich ausschließlich durch Zahlen und Medienberichte vor uns ausgebreitet. Es ist eine eingeredete Katastrophe. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen dieser „Pandemie“ und allen Früheren: Sie tangiert uns nicht durch die Krankheit selbst, sondern durch staatliche Repressalien. In der persönlichen Wahrnehmung der allermeisten Menschen existiert Corona nicht. Es sterben nicht rechts und links in der Nachbarschaft Menschen, es werden nicht in jeder Straße Leichen aus den Häusern geholt, es gibt in der Aktivbevölkerung keine Betroffenen der Pandemie. Die allermeisten „Infizierten“, die nicht einmal wissen, ob sie es tatsächlich sind, sind ebenso fit wie Nichtinfizierte. Und ihre Zahl bleibt ungefähr konstant, weil seit Wochen ebenso viele genesen wie sich „anstecken“.

Es gibt auch – abseits statistischer Artefakte oder verzerrender Betrachtungsmethoden – keine irgendwie signifikante Übersterblichkeit, weder lokal noch national – anders übrigens als in Grippejahren. Und dort, wo dieses Virus wirklich wütet, in Pflegeheimen, wo ein gehäuftes Sterben tatsächlich punktuell auftritt: Dort hätten personelle, technische und medizinische Schutzmaßnahmen viel früher getroffen werden müssen, statt das gesamte Land lahmzulegen, ohne dass dies irgendeinen Effekt auf die Risikogruppen hat. Auch das problematisiert keiner – und es hat den verantwortlichen Politikern ebenso wenig das Genick gebrochen oder auch nur Ansehensverluste beschwert, wie der Dilettantismus bei der Impfstofforganisation.

Die Pandemie auf dem Papier

Die reale Situation wird nicht mehr gesehen – die eigentlich exakt genauso sein könnte wie immer: Wäre Sars-CoV2 nie entdeckt worden, dann wäre alles beim Alten. Vielleicht sprächen wir von einem etwas heftigeren Grippejahr (obwohl selbst dies zweifelhaft ist). Alles, was wir sehen, wovor wir uns ängstigen und was uns die Lockdown-Politik Tag für Tag aufs Neue eintrichtert, sind allein Zahlen, deren Zustandekommen niemand mehr hinterfragt: Durch aufaddierte, teilweise aussagelose, wahllose, weder systematisch noch repräsentativ durchgeführte Tests ermittelte „Neuinfektionen“, die oft keine sind, suggerieren eine Seuche, die allein in (unvollständigen) RKI-Sheets oder auf dem Papier existiert. Noch NIE gab zuvor hat es das gegeben, dass eine epidemische Infektionskrankheit nur an Labortestergebnissen festgemacht wurde – und nicht an tatsächlich erkrankten oder von ihr symptomatisch betroffenen Patienten.

Wenn es Parallelen zwischen Corona und der Hexenjagd im Mittelalter gibt, dann bestehen sie in mit beinahe religiöser Inbrunst vorgetragenen, in ihrem Zustandekommen gänzlich unhinterfragten Inzidenzzahlen, die zur alleinigen Entscheidungsgrundlage für „Risikogebiete“, Lockdowns und inzwischen massivste Freiheits- und Bewegungseinschränkungen bestimmt werden. So wie es einst als von niemandem in Frage gestellte Gewissheit, als „Common Sense“ galt, dass zweifellos das Böse, der Antichrist, die Hexen und ihr heidnischer Naturzauber real existieren, so wird heute auf Grundlage fragwürdigster Testmethodik – Stichwort PCR und Zyklenzahl – daran geglaubt, es gäbe tatsächlich die uns täglich aufs Neue angedrohte Akutüberlastung der Kliniken, oder „hohe Fallzahlen“ seien gleichbedeutend mit echten Infizierten geschweige denn Erkrankten.

Gefährlicher Automatismus

Seit fast drei Wochen nun bewegt sich die Gesamtzahl der hospitalisierten – also „wegen Corona“ im weitesten Sinne in den Kliniken (Intensiv- und andere Stationen) behandelten Patienten – bei etwas über 6.000 Menschen. Für ein medizinisch hochentwickeltes Land von fast 84 Millionen Einwohnern ist dies nicht nur eine absurd niedrige Zahl; sie widerspricht auch sämtlichen  Katastrophenprognosen, die uns im November, im Dezember, an Weihnachten und zuletzt nach Silvester wieder und wieder zugemutet wurden, wonach ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems unmittelbar bevorstünde – wozu es nie kam und, trotz weiterhin anhaltend hoher „Fallzahlen“, auch weiterhin nicht kommt. Und niemand wird stutzig, wieso dann eigentlich die Maßnahmen immer weiter verschärft werden müssen, wo der behauptete Anlass dazu weder nachgewiesen ist noch irgendwo sichtbar wird.

Es hat sich ein gefährlicher Automatismus eingeschlichen, und die Bundesregierung nutzt ihn schamlos aus. Der steuerbare Alarmismus bedingt die schleichende Vertiefung des Notstands. Während die gesamten Corona-Beschlüsse medizinisch und infektiologisch nachweislich praktisch wirkungslos sind, zeigen sie sehr wohl Wirkung bei Firmeninsolvenzen, bei einer  wachsenden Massenarbeitslosigkeit, bei zunehmenden Bildungsdefiziten, bei Selbstmorden, bei verschobenen lebenswichtigen Regelbehandlungen und psychischen Erkrankungen. Eigentlich wäre es da eine Frage des nationalen Überlebens, diesen Wahnsinn augenblicklich zu stoppen und einen Politikwechsel zu erzwingen. Doch davon sind die Deutschen – verstörenderweise – ebenso weit entfernt wie bei den früheren Kollektivverirrungen in ihrer Geschichte. Das Erwachen kommt immer viel zu spät. (DM)

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