Söder-Workshop „Verharmlosen & Verhetzen“: Corona ist die Pest, Querdenker sind RAF

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Markus Söder als Imperator; Foto: © jouwatch Collage
Markus Söder als Imperator; Foto: © jouwatch Collage

Eines macht doch Hoffnung bei all der Katastrophen-Manie, die die Corona-Bekloppten der Politik pausenlos verbreiten: Mit ihren Aussagen und Appellen vergaloppieren sie sich so dermaßen, dass inzwischen auch unverbrüchlichen Corona-Untertanen mit noch so buchstäblichem „Kadavergehorsam“ nicht länger verborgen bleibt, welchen Sprung manche dieser Krisenmanager in der Schüssel haben, und welchem offenkundigen Wahn sie verfallen sind. Mittlerweile hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder diesbezüglich sogar dem bisherigen alarmistischen Spitzenreiter Karl Lauterbach den Rang abgelaufen.

Was Söder am Wochenende vom Stapel ließ, ist so irre, dass man es anfangs für eine gezielte Verleumdung oder Satire gehalten hätte – doch der Mann meinte es wirklich todernst: Zuerst verglich er Corona mit der Pest – eine kontrafaktische, um nicht zu sagen glatt erlogene Fehleinordnung, die alleine schon den Tatbestand der Volksverhetzung durch nackte Panikmache erfüllen würde. Am Sonntag setzte er dann noch eins drauf, und rückte die Gegner der Corona-Politik in die geistige Nähe der Rote Armee Fraktion (RAF); eine perverse Verharmlosung des linksextremen Terrorismus, aber auch eine ungeheuerliche Diffamierung und pauschale Entmenschlichung aller Kritiker, die den eingeschlagenen „way of no return“ der deutschen Corona-Politik für einen selbstzerstörerischen Irrweg halten.

Die Art von Aufwiegelung und Hetze, die Söder betreibt – der die Menschen durch Angst manipuliert und seinen eigenen Stern umso heller erstrahlen lassen will, je finsterer er die Situation der Pandemie malt -, wird dabei bezeichnenderweise nie als staatszersetzend oder demokratiegefährdend erkannt – obwohl auf viele seiner Statements zu Corona mittlerweile jeder einzelne der Vorwürfe zutrifft, die man Donald Trump gerade um die Ohren schlägt: Hetze, Verächtlichmachung, Spaltung. Und eine schlimmere Spaltung ist gar nicht mehr denkbar als die, um ihre Zukunft, Existenz und Grundrechte bangende Bürger, die der Zorn auf die Straßen treibt, mit Terroristen zu vergleichen. Genau das betreibt der politisch-mediale Mainstream zwar schon seit den ersten Corona-Demos im Frühjahr mit zunehmender Fanatisierung, doch zog bislang abstruse Parallelen zur RAF wie jetzt Söder. „Aus bösen Gedanken werden böse Worte und irgendwann auch böse Taten„, zitiert „n-tv“ den CSU-Chef gestern – und diese „bösen Gedanken“ sind für ihn natürlich bereits da inzidiert, wo jemand die wissenschaftliche Grundlage von absurden „Inzidenzzahlen“ anzweifelt oder bloß darauf hinweist, wie gänzlich wirkungslos Lockdowns für das Infektionsgeschehen sind, quod est demonstrandum.

Es ist daher ein Treppenwitz, dass ausgerechnet Söder einen konfusen Bogen von den „Querdenkern“ über die AfD, die aktuellen Ereignissen in den USA bis hin zum RAF-Terror der 1970er und 1980er Jahre schlägt. Denn der Populismus, den dieser selbsternannte bayerische Corona-Sheriff hier praktiziert (obwohl er ironischerweise selbst eine peinliche Pannenbilanz politischen Totalversagens zu verantworten hat!), übersteigt denjenigen Trumps mittlerweile um Größenordnungen. Söder bedient sich genau der Agitation, vor der er sein Volk angeblich beschützen will.

Ober-Populist warnt vor Populismus

Seine Heuchelei kann er sich sonstwo hinstecken – denn seine gespielte Trauer und Betroffenheit über „Corona-Tote“, die er zunächst in der Maßeinheit täglicher Flugzeugabstürze zählte, neuerdings durch pathetische Überhöhung des Einzelfalls, entbehren jeder Verhältnismäßigkeit. Jedesmal „ein Stich ins Herz“ sei es, wenn jemand „im Zusammenhang mit Covid-19 stirbt„, jammerte Söder am Samstag in die Kameras. Was war und ist mit den rund 3000 Toten, die es immer schon Tag für Tag auch vor Corona in Deutschland gab? Sie gingen ihm vollkommen am Sitzfleisch vorbei – musste er sich dieser Schicksale doch auch nicht zur Dauerlegitimation eines für ihn äußerst komfortablen Staatsnotstands bedienen.

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Und eine Pandemie ohne nachweisliche Übersterblichkeit, mit einer Mortalität, die selbst bei „wohlwollender“ statistischer Zurechtpfriemelei (à la „im Zusammenhang mit“, siehe oben) in einer Größenordnung von unter 0,05 Prozent der Gesamtbevölkerung liegt, mit der Justinianischen oder Venezianischen Pest des Mittelalters zu vergleichen, die über zeitweilig 70 Prozent Sterblichkeit hatte und ganze Landstriche entvölkerte: Dies zeugt von einer an Volksverdummung grenzenden, skrupellosen und vorsätzlichen Lügenpropaganda, die gleichwohl völlig ungestraft – und natürlich unzensiert oder auch nur kommentiert von linksideologischen „Faktencheckern“ – verbreitet werden darf.

Wenn schon so gut wie gar nicht in den deutschen Medien, so artikuliert sich wenigstens auf Twitter masssive Kritik gegen „Södolf“ (siehe unten) wegen seiner Verirrungen; wer weiß allerdings, wie lange noch: Wenn sich der in den USA gerade erst losgetretene Zensurwahn, in den sich die „Extremismus“-Verleumdung Andersdenkender durch Söder & Co. nahtlos einfügt, auch hierzulande Platz greift, dann werden bald auch diese Stimmen verstummen. (DM)

(Screenshot:Twitter)
(Screenshot:Twitter)
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