Am deutschen (Un)wesen soll die Welt genesen: Heiko Maas will den Amis Demokratie beibringen

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Heiko Maas, Bundes"außenmini"-ster (SPD) - Bild: Screenshot

Eine absurdere Anmaßung hat es in der jüngeren deutschen Geschichte wohl nicht gegeben: Ausgerechnet das in puncto Demokratiefestigkeit zunehmend zur Bananenrepublik verkommende „beste Deutschland aller Zeiten“ will den USA jetzt Nachhilfestunden in Demokratie geben. Die älteste durchgehend demokratisch verfasste Großmacht der Welt (unterbrechungsfrei seit 1789) soll  sich neuerdings von dem Volk belehren lassen, das sie vor 75 Jahren, praktisch im Alleingang, von Hitler befreite – und zwar gegen den erbitterten Widerstand der Deutschen bis zuletzt, die die Demokratie nie wollten.

Denn nichts von dem, was in Deutschland je demokratisch war oder was hier an republikanischen Institutionen je funktioniert hat, wäre ohne den damaligen Zwang und die Anleitung des Hegemons USA denkbar gewesen. Und es ist kein Zufall, dass sich die Wertschätzung für Grundrechte, für Freiheit und für nationale Selbstbestimmung derzeit in genau dem Maß rasend schnell wieder verflüchtigen, wie sich Deutschland auf sicherheitspolitische Geisterfahrt begibt und sich von der jahrzehntelangen, friedenstiftenden Westbindung zu lösen beginnt. Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.

Merkel-Deutschlands Ausrichtung auf eine zahnlose, blutleere Zentralbürokratie namens EU, die ohne jede militärische und von nachlassender wirtschaftlicher Bedeutung ist, sie geht einher mit dem Abbau der eigenen Souveränität der Deutschen (gerade wieder beim Impfstoff-Verrat am eigenen Volk deutlich geworden). Was hierzulande noch an demokratischen Traditionen übrig ist, das wird gerade dank Corona einem neosozialistisch-globalistischen Säurebad ausgesetzt: Schuldenunion, UN-Migrationspakt, Zerstörung des Mittelstands und zunehmende Staatswirtschaft – all dies verwirklicht von einem Pandemie-Notstandsregime unter Aushöhlung der Parlamente.

Just dieses Deutschland will den USA jetzt also – Ironie der Geschichte – „Hilfe“ anbieten, um die Demokratie zu retten. Die passende Witzfigur, die diesen Größenwahn artikuliert, ist kein Geringerer als Heiko Maas, seines Zeichens ausgewiesener Ayatollah-, Palästinenser- und Nationaltürken-Fanboy sowie peinlichster Außenminister seit Joachim Ribbentrop, der sich nicht entblödet, ernsthaft einen „Marschallplan für Demokratie“ aufzulegen. Wohlgemerkt: Nicht für Demokratie im Iran, in Saudi-Arabien, in Russland oder in der Türkei – sondern in den USA. Dem Staat, der nicht nur Deutschlands Existenz seit sieben Jahrzehnten militärisch garantiert, sondern ohne dessen historischen Beitrag Klein-Heiko vermutlich heute im Braunhemd durchs Saargebiet defilieren würde.

Komplexbehaftete historische Rollenverdrehung

Was Maas und seinesgleichen hier ventilieren, ist in etwa dies: Endlich sind wir Deutschen in derselben moralischen Position wie einst Ihr Amis! Ihr habt uns geholfen, Hitler zu überwinden – jetzt helfen wir Euch, Trump zu überwinden! Hier schlägt er wieder voll durch – der gute alte Komplex der bildungsbürgerlichen westdeutschen Linken, die es – sinngemäß nach Dietrich Schwanitz – nie verkraftet hat, dass einst kaugummikauende schwarze GI’s die große deutsche Kulturnation vom Joch der selbstgewählten Diktatur befreien mussten. Das Ergebnis war eine dichotome Hasserfahrung, die sich zur Hälfte in pathologischem Antiamerikanismus, zur Hälfte in deutschem Selbsthass niederschlug.

Diese für Tiefenpsychologen an ein wahres Übertragungs-Dorado gemahnende Idiotie setzt natürlich die passende Begriffsklitterung und das notwendige Phrasen-Mindset voraus. So wie in Deutschland mittlerweile Andersdenkende vom Scheitel bis zur Sohle mit Etiketten wie Leugner, Hetzer, Hassredner, Populisten beklebt sind, so werden in den USA all jene, die sich jener bizarren Verpaarung von Senilität und Kryptokommunismus in Gestalt des Duos Biden-Harris entgegenstemmen, zwingend zu „Feinden der liberalen Demokratie„. Diesen dürfe man, so Maas, „keinen Raum geben“ – was nicht nur in den USA, sondern „genauso bei uns in Deutschland und Europa“ gelte.

Der Minister, der mit seinem Netzwerk-Durchsuchungsgesetz die Büchse der Pandora zugunsten einer fortschreitenden Internet-Zensur und Aushöhlung der Redefreiheit öffnete, ist jetzt also Experte für Demokratie-Bestandssicherung – und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks. So etwas kann man sich nicht ausdenken. (DM)

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