Macht euch endlich ehrlich: Corona lässt sich nicht aufhalten – ob mit oder ohne Lockdown!

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Foto: Von Great Pics - Ben Heine/Shutterstock

Das Ritual ist inzwischen ermüdend: Seit fast zweieinhalb Monaten ist Deutschland im Lockdown, und die Zahlen gehen nicht runter, im Gegenteil. Seit einem Dreivierteljahr tragen wir nun brav Maske, halten Abstand, vereinzeln uns desinfizieren alles und jeden, kaufen und kehren nicht mehr ein. Und doch werden Tag für Tag neue „traurige Rekorde“, „neue Höchststände“ und „unvermindert hohe Fallzahlen“ vermeldet und medial dahingephrast – ohne dass es irgendeinem der Alarmisten je zu dämmern scheint: Alle kompletten Lockdown-Maßnahmen sind vollkommen sinnlos. Warum? Weil sich die Virusausbreitung ganz offensichtlich nicht verhindern lässt – und zwar Strategie-unabhängig. Dies zeigt schon der Blick ins Ausland.

Ob Länder gar keine oder kaum Restriktionen anwandten – wie etwa Schweden -, ob sie effiziente digitale Nachverfolgung praktizierten oder ob sie wie Deutschland auf planlosen Aktionismus zwischen „Wellenbrecher“- und „Knallhart-Lockdown“ setzten: das Ergebnis ist weltweit dasselbe, die Infektionen gehen durch die Decke. Und immer deutlich wird: Es handelt sich hier um keine „Pandemie“, sondern um ein völlig natürliches, in diesem Jahr bloß als solche bezeichnete saisonale Grippewelle, wie sie immer schon grassierte; mal stärker, mal schwächer, mal unter höherer Beteiligung von Coronaviren, mal von Influenzaviren. Das ist auch die einzig plausible Begründung dafür, dass die Grippe fast komplett verschwunden ist, seit es Corona gibt – und wer dies auf den Effekt der Schutzmaßnahmen zurückführt, bleibt die zwingende Erklärung schuldig, wieso selbige dann gegen Corona selbst so überhaupt nicht wirken.

Es ist wohl wirklich so: Hätten wir nie jemals etwas von Corona gehört, oder hätten Medien nie darüber berichtet gegeben – 2020 wäre ein Jahr wie jedes andere gewesen, möglicherweise würde man von einem besonders heftigen Grippegeschehen sprechen, das viele Ältere und Vorerkrankte mit Atemwegserkrankungen befällt. Jedoch bei weitem nicht in schlimmerem Ausmaß als etwa die Hongkong-Grippe von 1968-1970 und schon gar nicht wie die Spanische Grippe. Ein durch die aus politischen Gründen erfolgte WHO-Ausrufung einer „Pandemie“ setzte vor 10 Monaten einen Automatismus in Gang, das Protokoll eines Fehlalarms, das nun sklavisch abgearbeitet wird – und dessen Bewertung von Kriterien abhängig gemacht wird, die kein Zurück mehr erlauben.

Dass möglicherweise ja mit der Messmethode, mit der Datenerfassungsgrundlage hier etwas nicht stimmt: Auf diese Idee scheint niemand zu kommen. Von 83,5 Millionen Deutschen werden jede Woche 1,2 bis 1,5 Millionen getestet – eine Zufallsauswahl, die durch angeordnete Gruppentests und freiwillige Tests Symptomloser sowie angeordnete Tests von „Verdachtspersonen“ zusammengewürfelt wird. Aus dieser Zahl wöchentlich getesteter Personen stammen all die Fälle, die uns als „Neuinfektionen“ serviert werden. Das bedeutet: Rund 82 Millionen Deutsche werden Woche für Woche NICHT getestet. Glaubt ernsthaft irgendjemand, dass wirklich alle aktuell infizierten Corona-Fälle ausgerechnet in der winzigen Minderheit der gerade Getesteten enthalten sind? Ein Humbug sondersgleichen!

Kein Rätsel, sondern ein katastrophaler Fehler der Messmethode

Tatsächlich könnte aus jeder anderen beliebigen Teilmenge dieser übrigen 82 Millionen ebenfalls eine bestimmte Quote Positivfälle ermittelt werden – was bedeutet, dass zu JEDEM beliebigen Zeitpunkt die Dunkelziffer gigantisch ist – und in Wahrheit wahrscheinlich immer 10 bis 20 Mal mehr Menschen positiv sind, als gerade getestet werden. Jede „Kontaktnachverfolgung“, die ja angeblich das Ziel der Inzidenz-Schwellenwerte (50 von 100.000 Einwohnern in 7 Tagen) sein soll, wird damit zur Makulatur. In Wahrheit läuft die Infektion einfach so unvermindert glatt durch – ob mit oder ohne Lockdown und staatliche Beschränkungen. Das Argument, ohne Lockdown sei alles noch viel schlimmer, zieht insofern auch nicht mehr. Und eben weil alle behördlichen Interventionen somit komplett sinnlos sind, aber trotzdem jede Menge Schaden anrichten, müssen sie SOFORT gestoppt werden.

Nicht nur in Schweden sind die Infektionen auf unvermindert hohem Level. Auch das gerne als Musterland gepriesene Japan hat gestern zum bereits zweiten Mal de „Coronavirus-Notstand“ ausgerufen – nachdem sich dort, wenn auch auf einem im Vergleich zu Europa sehr niedrigem Absolutniveau der Fallzahlen, die Virusdynamik massiv beschleunigt hatte; wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, meldete die Hauptstadt Tokio am Donnerstag Donnerstag mit 2447 neuen Infektionsfällen einen Höchstwert. Erstmals hatte die Hauptstadt an Silvester die Marke von 1000 neuen Fällen   überschritten; japan-weit waren es am Mittwoch über 7000 Infektionen gewesen. Auch dort hat also der so oft gerühmte „kulturell bedingte Abstand“, die angeblich „kultische“ asiatische Normalität des Maskentragens und das strikte Risikokontakt-Monitor NICHTS gebracht.

Auch das ebenfalls als Corona-Vorzeigeland China ist wieder voll im Krisenmodus: Dort herrschten gestern in manchen Provinzen kriegsähnliche Zustände, das Militär riegelte nach erneuten lokalen Corona-Ausbrüchen ganze Millionen-Metropolen ab. In der besonders betroffenen Provinz Hebei, direkt vor den Toren der chinesischen Hauptstadt Peking, wurde heute außer der elf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Shijiazhuang auch die Sieben-Millionen-Metropole Xingtai komplett dichtgemacht, wie „dts Nachrichtenagentur“ berichtet: Die Bewohner dürfen die beiden Städte ohne besondere Erlaubnis nicht mehr verlassen. Auch wurden Wohngebiete abgesperrt. Die Wirkung ist bislang einmal – kein Wunder.

Auch Japan und China: Von Musterstaaten zu Sorgenkindern

Auch untersagte die Pekinger Stadtregierung alle größeren Versammlungen zum chinesischen Neujahrsfest, das am 12. Februar gefeiert wird. Die Zentralregierung und örtliche Behörden in dem bevölkerungsreichsten Land raten dem Milliardenvolk, zu dem wichtigsten Familienfest nicht wie sonst üblich in ihre Heimatdörfer zu reisen. Die Zahl der Infektionen in Hebei stieg auf rund 300, wie die örtliche Gesundheitskommission berichtete. Mehrere Millionen Menschen wurden bereits getestet. Allein am Freitag wurden 33 neue Infektionen und 39 asymptomatische Fälle gemeldet, während die Tests laufen. Dabei steht jetzt schon fest: Wie im Frühjahr wird sich die Ausbreitung erst mit wärmerer Witterung automatisch abschwächen – vorher nicht.

Da die Entwicklung des Virus sich somit schlicht nicht verhindern lässt, und zwar egal welchen Eindämmungsversuchen: Da wäre es wahrlich höchste Zeit, das einzig sinnvolle zu tun, was man auch in der Vergangenheit bei Infektionsmaßnahmen stets unternommen hat: Gefährdete Risikogruppen aktiv schützen – und die Infektion ansonsten durchlaufen lassen. Das bedeutet nicht, dass die AHA-Regeln verschwinden sollen (bis auf die unnütze allgegenwärtige Alltagsmaskenpflicht); auch ohne staatliche Maßnahmen verhalten sich die Menschen verantwortungsbewusst. Doch Zwangsmaßnahmen bringen ein Vielfaches an Schäden und sogar Todesopfer der Pandemie selbst.

Die Sturheit, Ignoranz und Uneinsichtigkeit der Politik hingegen ist grenzenlos – und mittlerweile wahnhaft. Selbstkritik ist Fehlanzeige – der richtig sich bizarrerweise auf vermeintlich noch immer nicht genügend harte oder noch früh genug erfolgte Hardcore-Beschlüsse: So meinte etwa CDU-Kanzleramtschef Helge Braun heute früh, der größte „Fehler“ der Berliner Politik in der Pandemiebekämpfung der letzten Monate sei es gewesen, den „Vorsprung, den wir den ganzen Sommer lang hatten, erst aufgebraucht“ zu haben, „…bevor wir angefangen haben, dann konsequenter zu handeln“ Man hätte daher „schon Mitte Oktober entscheidender und deutlicher handeln müssen“. Welch eine bestechende Logik: Da sich die Fallzahlen seit Einführung des Lockdowns sogar noch erhöht haben, müsste eigentlich auch Braun die Erkenntnis ereilen, dass die Maßnahmen mit dem ermittelten Infektionsgeschehen offenkundig in gar keinem Zusammenhang stehen. (DM)

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