Lockdown-Revolte „Wir machen auf“: Immer mehr Gastronomen und Einzelhändler wollen am 11. Januar wieder öffnen

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Oeffentliches Leben in Zeiten der Coronavirus Pandemie am 29.04.2020 in Muenchen. Fussgaengerzone Neuhauser Strasse,Kaufinger Strasse. Woerner,Woerner s Cafe und Confiserie, Ein grosses Schild weist darauf hin,dass geoeffnet ist. *** Public life in times of the coronavirus pandemic on 29 04 2020 in Munich pedestrian zone Neuhauser Strasse, Kaufinger Strasse Woerner, Woerner s Cafe and Confiserie, A big sign indicates that it is open

Vertreter des Mittelstands aus Einzelhandel und vor allem Gastronomie und Hotellerie wollen der aus Willkür und ohne wissenschaftliche Entscheidungsgrundlage geborenen Vernichtung ihrer Existenzen nicht mehr länger tatenlos zuschauen. Sie planen die Revolte: Nach dem Vorbild der Niederlande wollen nun auch zahllose deutsche Selbständige am 11. Januar ihre Läden öffnen – trotz Verbots und auch wenn morgen – was so sicher wie das Amen in der Kirche ist – die semidiktatorische Bund-Länder-Runde den bereits dritten Lockdown-Verlängerungsblock über den 10. Januar hinaus beschließen wird.

In den Niederlanden haben sich bereits Unternehmer aus 60 Städten und Regionen organisiert, um am 17. Januar ihre Türen zu öffnen – vor allem Gastronomen machen wieder auf „egal, was die Regierung ihnen an Corona-Regeln vorschreibt„, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Eine fast identische Initiative schwappt nun auch nach Deutschland über – und das öffentliche Interesse (bzgl. die Sympathie) wächst für die Kampagne, die sich nach dem Graswurzelprinzip derzeit rasend schnell im Netz ausbreitet: Unter dem Hashtag „Wir machen auf“ planen viele zwangsstillgelegte Firmeninhaber eine couragierte, wenn auch zumeist aus schierer Verzweiflung geborene Form des zivilen Ungehorsams.

Eines steht außer Frage: Sollte die Kampagne Erfolg haben und wirklich viele Geschäfte und Lokale öffnen, dann verdient dies in jedem Falle die größtmögliche Unterstützung und Solidaritätsbezeigung der Bevölkerung. Denn auf das reale Infektionsgeschehen und der politisch-medial dauerhysterisierten Pandemie hatte bzw. hat der Lockdown mit seiner Totalstilllegung der Gastronomie (trotz ihrer erst im Sommer teuer installierten Hygienekonzepte) und erst recht des Einzelhandels keinerlei messbaren Einfluss. Er sorgt nur für unendlich mehr Leid – und wirtschaftliche Giga-Schäden.

Extremer Zulauf zeigt Ausmaß der Verzweiflung

Wie der „Nordkurier“ schreibt, sprengt die Resonanz auf die neue Bewegung schon jetzt alle Dimensionen. Auf Twitter verzeichnet der Hashtag „#wirmachenauf“ extremen Zulauf, und die Telegram-Gruppe „Wir machen auf – Kein Lockdown mehr„, in der sich Teilnahmewillige, Unterstützer und sonstige Interessenten vernetzen, schoss seit Gründung vorgestern Abend binnen weniger Stunden auf knapp 50.000 Interessierte, Tendenz stark steigend. Ähnliche Ableger existieren inzwischen auch in der Schweiz und Österreich. In der Gruppenbeschreibung steht: „Gewerbetreiber, Gastro, Einzelhandel, Kosmetik, Friseur… Ab dem 11. Januar öffne ich die Türen. Eine weitere Verlängerung wird nicht mehr akzeptiert„.

Wut und Verzweiflung vieler leidtragenden Unternehmer sind riesig – gerade angesichts des zweiten Lockdowns und der Salami-Taktik einer entweder unfähigen oder vorsätzlich lügenden Politik, die eigene Zeitpläne Mal um Mal verschiebt und so nicht nur die Unsinnigkeit der eigenen Prognosen wie auch die Wirkungslosigkeit ihrer Maßnahmen unterstreicht, sondern auch jegliche Planungssicherheit für die Gewerbetreibenden und ihre Mitarbeiter untergräbt. Viele der voraussichtlichen Teilnehmer der Aktion haben wenig bis gar nichts mehr zu verlieren, was in Statements wie diesem deutlich wird: „Die Rechtslage sollte und darf kein Grund sein, bei dieser Aktion nicht mitzumachen… denn was wäre die Alternative? Konkurs durch Verbote und Einschränkungen? Sollte man da nicht lieber das Risiko einer Geldstrafe eingehen, die auch noch rechtlich angefochten werden kann?“. Genau diese essentielle Entscheidung wird ab einem bestimmtem Punkt übrigens jedem Bürger abverlangt – wenn es darum geht, die eigene Freiheit und Selbstbestimmung zurückzuerlangen und einem Corona-Regime die Stirn zu bieten. Einem Regime, das sich anmaßt, fernab jeder Verhältnismäßigkeit „Leben“ zu schützen, indem es Existenzen vernichtet – direkt wirtschaftlich, indirekt auch physisch. (DM)

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