Ansteckend trotz Impfung? Wenigstens braucht es dann keinen Impfausweis mehr

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Foto: Von hedgehog94/Shutterstock

Wenn in den letzten Tagen die Diskussion um eine mögliche Privilegierung Geimpfter an Fahrt aufnahm (auch beflügelt durch schamlose 180-Grad-Kehrtwenden in der Meinung von Spitzenpolitikern wie Jens Spahn, die sich eine solche durch entsprechende „Impfnachweise“ plötzlich doch vorstellen können, nachdem sie sie monatelang vehement ausgeschlossen hatten): Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Geisterdebatte – denn tatsächlich mehren sich die Zweifel, ob der so segensreiche Pfizer-Biontech-Covidimpfstoff überhaupt in der Lage ist, die Weiterverbreitung des Virus zu stoppen.

Eigentlich wäre dies zwar (neben der Immunisierung des Patienten selbst) der Hauptsinn einer Impfung: Die Infektiosität des Geimpften zu beenden, wodurch das Virus letztlich nicht mehr weitergegeben werden kann und so ein wichtiger Beitrag zur „Herdenimmunität“ geleistet wird. Doch genau das scheint das Zaubermittel gar nicht zu vermögen: Der Präsident des renommierten Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, dämpft nun die Hoffnung, dass Geimpfte das Virus nicht weiterverbreiten. Tierversuche an Altweltaffen hätten gezeigt, dass die Impfung eine Erkrankung verhindert, sagte der Wissenschaftler der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS): In der Nase und im Rachen der Tiere seien weiterhin Viren nachweisbar.

Auch wenn Cichutek gute Miene zum bösen Spiel macht und sogleich beschwichtigend nachsetzt, selbstverständlich gäbe es sehr wohl immerhin „einen bremsenden Effekt auf die Pandemie“ – denn auch ohne sterile Immunität durch die Impfung werde möglicherweise ja doch die SarsCoV2-Viruslast „vermindert und die Verbreitung des Virus reduziert„: Die Frage ist, ob diese Effekte ausreichen, um wirklich von einem Durchbruch zu sprechen – vor allem von einem, der im Gegensatz zur (stets als unethisch verpönten)  Inkaufnahme einer natürlichen „Durchseuchung“ in der Lage ist, die Pandemie ohne große Kollateralschäden zu beenden. Tatsächlich häufen sich derzeit weltweit die Impfpannen und Unfälle, schwere Folgen oder sogar vollwertige Covid-Krankheitsausbrüche als Folge der Impfung. Solche ganz erheblichen Nachteile und Nebenwirkungen sind allenfalls dann zu tolerieren, wenn der Spuk nach der Impfung auch wirklich ein Ende hat. Genau das steht nun aber in den Sternen.

Nebenkriegsschauplätze lassen wahren Skandal aus dem Blick geraten

Paradoxerweise führt genau diese mögliche Wirkungslosigkeit (oder nur beschränkte Schutzwirkung) dazu, dass die derzeit eher rechtstheoretische Debatte über einen Immunitätsnachweis oder „Privilegien“ im öffentlichen Leben im Keim erstickt wird. Denn wenn sich auch noch Geimpfte mit dem Coronavirus infizieren können – vielleicht sogar ohne selbst daran krank zu werden – und andere damit anstecken können, dann macht es auch keinen Sinn, zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften zu unterscheiden. Geradezu zufrieden darüber äußerte sich der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jan-Marco Luczak, gegenüber der FAS: „Die von der SPD losgetretene Diskussion über ein Verbot der Privilegierung von Corona-Geimpften ist eine Phantomdebatte„. Und die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Katarina Barley (SPD), erklärte, es sei „noch unklar, ob und wie lange die Impfung vor Weitergabe des Virus schützt„. Auch deswegen stelle sich die Frage einer Andersbehandlung für Geimpfte nicht.

Was bei alledem völlig aus dem Blick gerät, ist die geradezu unerhörte Wahrscheinlichkeit, dass es somit möglicherweise überhaupt keinen echten Impfstoff gibt – denn solange solche Unklarheit über die reale Schutzwirkung besteht, hält die Politik selbstverständlich weiterhin an Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht wie auch an der Stilllegung ganzer Branchen fest – und zwar für alle, unabhängig davon, ob der Rechtsstaat gegenüber nachweislich Immunen nun keine wirkliche verfassungsrechtliche Legitimation mehr für Maßnahmen hat, oder ob aus „Solidarität“ und zur Vermeidung gesellschaftlicher Spannungen. Das alles trotz Impfaufwand gerade so weitergeht und dies achselzuckend hingenommen wird, das ist der eigentliche Skandal. (DM)

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