Merkel verkauft Deutschland an China – für einen Appel und ein Ei

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Die Innenstädte krepieren (Foto:Imago/Janßen)

Die Sense des Lockdowns geht durch Deutschlands Innenstädte und hinterlässt einen Kahlschlag, eine Brache, auf der nichts mehr gedeiht. Dem inhabergeführten Einzelhandel droht ohnehin das Aus, ebenso wie der ortsgebundenen Gastronomie – übrig bleiben allenfalls einzelne Großfilialisten. Bei ihnen wirkt sich die pandemiebedingte Rezession als „Big Gmechanger“ aus: Erst die Pleite, dann die Übernahme. Hauptgewinner ist wieder einmal China – das Land, in dem die Corona-Zeitenwende vor einem Jahr ihren Anfang nahm. So schließt sich der Kreis.

Es ist eine geradezu „vollendete“ Arbeitsteilung zwischen der deutschen Bundesregierung, internationalen Großkonzernen und Staaten, die unverhohlen nach Weltherrschaft und Dominanz streben: Kleinere und mittlere Betriebe aus Handel und Dienstleistung, die das Rückgrat des deutschen Wohlstands bilden und für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit der Republik in acht goldenen Nachkriegsjahrzehnten stehen, werden von der eigenen Regierung durch einen willkürlichen, grotesk unverhältnismäßigen Lockdown systematisch ruiniert – und die Konkursmasse wird, in einem der schamlosesten Konzentrations- und Umverteilungsmanöver der Wirtschaftsgeschichte, an ausländische Global Player unter Pekings Fuchtel verramscht. Inzwischen rechnet der deutsche Handelsverband damit, dass 50.000 deutschen Geschäften als Folge der verfehlten Pandemiepolitik das Aus droht. Glückwunsch, Kanzlerin!

Was bei der 5G-Erschließung nicht funktioniert hat, beim Zuschanzen einer marktbeherrschenden Rolle für chinesische Staatskonzerne (Huawei) in digitalen Schlüsselindustrien Deutschlands, soll jetzt durch den Ausverkauf des Mittelstandes nachgeholt werden. Die Auslagerung von zentralen Industriezweigen (etwa die Fertigung von Verbrennungsmotoren, die in Deutschland verteufelt sind, dafür aber künftig in China umso zahlreicher gebaut werden) genügt der Politik noch nicht – sie holzt auch noch die leistungsstärksten mittelständischen Wirtschaftszweige per Lockdown klein. Als ein Teilresultat davon wird nichts Deutsches mehr übrig bleiben in den deutschen Innenstädten – und die verbliebenen „Filetstücke“ des gehobenen Handelssegments (zwischen all den Wettbüros, Döner- und Asia-Imbissen, zwischen 1-Euro-Läden und Shisha-Bars) gehen an internationale Handelskonzerne, die weder ihre Steuern hier zahlen, noch für qualifizierte Arbeitsplätze jenseits des Mindestjobniveaus sorgen werden.

Planierung und Vertauschung der Innenstädte 

Ein aktuelles Paradebeispiel für diese alleine von unseren Corona-Irren in Berlin und den Ländern zu verantwortende Selbstzerstörung ist das Schicksal des Modeunternehmens Tom Tailor, das bislang mit 400 Einzelhandelsgeschäften in deutschen Städten vertreten war. Als Folge des ersten Lockdowns musste die an sich vor der Viruspandemie gutgehende Kette im Juni Insolvenz anmelden (eine taktische Konkursverschleppung, die rechtlich möglich gewesen wäre, kam wegen des Einspruchs von Gläubigerbanken nicht in Betracht) – und versuchte zunächst, durch Bürgschaften der Länder Hamburg, NRW sowie des Bundes über rund 100 Millionen Euro zu überleben; die Banken dehnten Kredite von 335 Millionen Euro bis September 2024 aus.

Mittels eines sogenannten „pre-packs“, einer besonderen konzernrechtlichen Konstruktion, wurde jedoch ein Weg gefunden, wie der chinesische Eigentümer Fosun von der Unternehmenskrise profitieren kann – und zugleich die Gläubiger, sowohl der Steuerzahler als auch die Banken, in die Röhre gucken: Wie der Schweizer „Telegraph“ berichtet, kamen die Staatshilfen nämlich nur bei der Tom Tailor GmbH an. Deren Tochterfirma Bonita leitete ein Schutzschirmverfahren ein. Die insgesamt rund 400 Millionen Euro offenen Forderungen richten sich jedoch weder an die GmbH noch an Bonita sondern alleine an die börsennotierte Holding Tom Tailor SE. Deren Aktienpakete, gehalten vom chinesischen Mehrheitseigentümers Fosun, sind als Folge der Überschuldung zwar wertlos, doch die Holding ist eine leere Hülse.

Für den Symbolpreis von einem Euro hat Fosun Mitte September dann aber die GmbH übernommen – für die der Staat bürgt, und die das Geschäft „entschuldet“ fortführt. Die chinesische Holding, die seit 2014 bei Tom Tailor als Investor involviert war, ist damit fortan auch operativ am Ruder. Der Ein-Euro-Schnapp verpflichtet sie zwar, 90 Prozent der Arbeitsplätze zu erhalten – allerdings nur „bis Mitte 2021“. Und von einer Rettung kann auch nicht die Rede sein: Dank des neuen Lockdowns werden die Umsatzerwartungen weder für 2020 noch 2021 nicht annähernd erreicht.

1-Euro-Schnäppchen für China, 400 Millionen Verluste für deutsche Gläubiger

Dennoch haben sich die Chinesen nun die Substanzwerte gesichert – befreit von jeglichen deutschen oder ausländischen Forderungen, die allesamt mit der Insolvenz der SE-Holding untergegangen sind. Und ab Mitte 2021 können dann auch problem- und geräuschlos Ladenschließungen, Mitarbeiterentlassungen und Rationalisierungen abgewickelt werden. Laut „Telegraph“ wurde der Deal bereits im Mai zwischen dem Unternehmen sowie Bund und Ländern abgesprochen; die Zeitung beruft sich auf ein  entsprechendes Papier der Wirtschaftsprüfergesellschaft PwC, und schreibt: „Den später dazu bestellten Insolvenzverwaltern blieb nichts anderes übrig, als den Plan umzusetzen„.

Man darf gespannt sein, welche „kreativen Übernahmemodelle“ derzeit in stillen Kämmerchen ausbaldowert werden, unbehelligt von Insolvenzgerichten, denen dank der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht nichts weiter bleibt, als sich auf einen gigantischen Massenansturm vorzubereiten, sobald dieses Moratorium endet und die bittere Wahrheit ans Licht kommt. Wieviele hunderttausend Firmen dann über den Jordan gehen, kann noch niemand absehen – doch es dürfte die größte Pleitewelle der Geschichte der Bundesrepublik werden. China sitzt bereits in den Startlöchern, übernahmebereit, übernahmefähig und übernahmewillig. Und ein dicker Präsentkorb dürften sie auch schon gepackt haben für Angela Merkel, die unfähigste und zerstörerischeste Kanzlerin seit 75 Jahren, die ihnen die Reste Deutschlands auf dem Servierteller darreicht. (DM)

 

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