Höchste „Zeit“: Wer der Volksgesundheit nicht dienlich ist, wird ausgesondert

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Prof. Tim Jackson, Mark Schieritz;ZEIT Wirtschaftsforum 2018 im Hamburger Michel - Foto: Imago

So viele wie möglich müssen so schnell wie möglich geimpft werden, auf daß der Sieg über die Seuche ein immerwährender bleibe, schallt es aus der „Zeit“, jener gedruckten Echokammer für diejenigen, die gerne noch einmal nachlesen, was sie ohnehin schon immer „gewußt“ haben. Wer nicht mitmacht, muß gesonderte Behandlung erfahren. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Mit „Einlaß nur für Geimpfte“ ist ein Artikel von Mark Schieritz in der „Zeit“ überschrieben. Ist das lediglich eine auf den Menschen abgewandelte Fassung des legendären „Wir müssen draußen bleiben!“ für Hunde? Oder ist es gar noch schlimmer? Gibt es womöglich einen historischen Bezug im dahinter stehenden „Denken“?

Logisch ist ein Ausschluß der Nichtgeimpften vom gesellschaftlichen Leben jedenfalls nicht. Denn unter den Nichtgeimpften befinden sich jede Menge „symptomlos Erkrankter“, die offensichtlich niemanden anstecken können. Von den Gesunden unter den „symptomlos Erkrankten“ geht ohnehin keine Gefahr aus. Wer hingegen „Coronasymptome“ zeigt, begehrt nirgendwo Einlaß. Außer in sein eigenes Krankenlager. Und wäre ein Ausschluß von Nichtgeimpften vom Transport per Flugzeug oder Bahn nicht eigentlich als sittenwidrige Förderung einer Grippeepidemie zu interpretieren? So viel steht nämlich fest: etwas sehr Gutes hat das Virus. Es hat die böse Grippe besiegt. Statistisch jedenfalls. Wurden vom RKI für die Saison 2017/2018 noch über 25.000 Grippetote gemeldet, waren es für die Saison 2019/2020 nur noch 411. Die jüngste Grippe-Frohbotschaft kam vom Bayerischen Rundfunk. Erst 16 Grippefälle Mitte Dezember, die medizinischer Intensivbetreuung bedurften. Da kann man leicht den Verdacht bekommen, mit der Verhinderung einer Sars-Cov-2 Ausbreitung könnte die Grippe gefördert werden sollen.

Mark Schieritz ficht das alles nicht an. Im Glauben an die Weisheit der chinesischen KP fest, schreibt er: „Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, gefährdet Menschenleben und schadet uns allen. Es braucht Sonderrechte für Geimpfte.„. Das ist so hohl, daß man am liebsten schreien möchte. Erstens: „gefährdet Menschenleben“. Das Menschenleben scheint für Mark Schieritz immer ein- und dasselbe Menschenleben zu sein. Ein rein ethischer Wert, kein biologisch-medizinischer. Dabei ist das Menschenleben in seiner Robustheit resp. in seiner Fragilität extrem abhängig von der je individuellen gesundheitlichen Konstitution auch ohne Virus, abhängig von Alter und Lebensgewohnheiten – und nicht zuletzt von äußeren Umständen, auf die niemand einen Einfluß hat. „Gefährdet Menschenleben“ ist von genau jener gigantischen Dämlichkeit, die ihrerseits wieder ursächlich dafür ist, daß ganze Nationen mit panischen Lockdowns und der Suspendierung von Grundrechten in Grund und Boden gefahren werden. Daß „das Menschenleben“ eines multipel vorerkrankten 101-Jährigen schon aus sich heraus eines ist, das weitgehend gelebt worden ist und nur noch eine kurze Zukunft hat, ist ein Faktum, das auch mit dem Gerede vom einen, universellen „Menschenleben“ nicht aus der Welt zu schaffen ist.

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Wer solche „die Menschen“, die ohnehin schon über der statistischen Durchschnitts-Lebenserwartung liegen, vor dem Virentod bewahren will, der soll das tun, so die sich selbst überhaupt davor bewahren lassen wollen. Das ginge eventuell: Daß man „besonders Gefährdete“ auch besonders schützt. Auch, wenn sich dadurch nicht verhindern läßt, daß Alte – terminlich betrachtet – auf jeden Fall und ganz ohne jedes Virus das Zeitliche, vom „Standpunkt heute“ aus betrachtet, sehr viel früher segnen werden, als solche „die Menschen“, die gerade erst zur Welt gekommen sind. Aber Schieritz: „Gefährdet Menschenleben“. Allein für diese intellektuelle Zumutung würde man ihm am liebsten die Schriftgriffel abhacken. Es gibt „das eine und einzige Menschenleben“ nicht, außer als moralisches Postulat.

Was es allerdings gibt: Ein- und dieselben Panikmaßnahmen für alle Leben miteinander. An keinem Beispiel läßt sich der ubiquitäre Schwachsinn des zivilreligiösen Egalitarismus besser verdeutlichen. Zwar ist ein Mensch kein Ding, aber mit seinem Leben verhält es sich dennoch nicht wesentlich anders, als mit einem Gebrauchtwagen. Es gibt solche und solche. Welche, die erst 50.000 Kilometer gelaufen sind – und solche mit 400.000 Kilometern auf dem Buckel. Das ist ein entscheidendes Kriterium für den „Wert von Gebrauchtwagen“: Wie lange werden sie´s wohl noch machen? Denksystematisch ließe sich das durchaus auf den Menschen übertragen, lediglich unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten nicht. Gut, wir haben Ethik und Moral. „Wir“ haben die. Die Realität selbst hat beides nicht. Die Virenpanik hat ihren tiefsten Grund aber nicht in der Realität des Lebens als solchem, sondern in unserer Vorstellung von seinem Wert. Alte und kranke Menschen sterben dennoch mit einer sehr viel größeren Wahrscheinlichkeit, als junge und gesunde. Das ist einfach so, und ob einem das gefällt oder nicht, spielt nicht die geringste Rolle. Allein schon für den Satz, daß, wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen lasse, Menschenleben gefährde und uns allen schade, ist von einer derartigen Dämlichkeit, daß nicht auszuschließen ist, Schieritz wäre in früheren Zeiten dafür in die Klapse eingeliefert worden. Früher: Als die Leute noch ein entspannteres Verhältnis zur Vergänglichkeit allen Lebens hatten. Also bevor die epidemische Fahrradhelmchenmentalität ausgebrochen ist. Leider gibt es derartig viele Schieritze hierzulande, daß man ganz Deutschland zu einer einzigen Freiluftklapse erklären müsste, um sie alle in der Einrichtung unterzubringen.

Es geht auch nicht an, daß sich solche „die Menschen“, die sich lieber den reichlich theoretisch denkbaren Virentod einfangen würden (Corona-Letalitätsrate unter 1 Prozent), als auf ein wahrhaftiges Leben bis zu diesem Zeitpunkt zu verzichten, von den hosenschissrigen Schieritzen dieser Welt zu Quasi-Asozialen erklären lassen sollen. Das hat also eine (rechts)philosophische Dimension. Selbstachtung spielt ebenfalls eine gewisse Rolle. Die Schieritze dieses kulturmarxistisch degenerierten Landes scheinen noch nicht einmal mehr den Sinngehalt des Wortes „Grundrecht“ zu erkennen. Grundrechte sind Rechte, die einem niemand nehmen darf. Eines davon ist, über seinen Körper selbst zu bestimmen. Außerdem gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz, hier bezogen auf die Schlagzeile „Einlaß nur für Geimpfte“, für Menschen mit Grundrechten. Freie Unternehmensentscheidungen etwa für die Betreiber von Fluglinien oder die Bahn stechen keine Grundrechte. Die Grundrechte stehen über allen anderen. Deswegen heißen sie auch so. Das Leben als solches ist lebengefährlich. Viren gehören zum Leben. Live with it!

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Schieritz in der „Zeit“: „Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, diese verdammte Seuche endlich zu besiegen: So schnell wie möglich müssen so viele Menschen wie möglich geimpft werden.“ – Als virologische Seuche existiert die Pandemie lediglich in den Köpfen. Die allgemeine Mortalitätsrate für Deutschland liegt für das Jahr 2020 sogar unter dem langjährigen Mittel. Es gibt ungewöhnlich wenige statistische Todesfälle durch Grippe. Und am ersten Lockdown liegt das evident nicht.

Tatsächlich gibt es aber eine Pandemie, wenn auch eine ganz andere. Diese tatsächliche Pandemie wird in einem überaus lesenswerten, notgedrungen sehr langen Artikel des „Demokratischen Widerstands“ sehr umfänglich beleuchtet. Er beginnt so: „Vom 20. bis 24. Januar 2020 tagte das 50. World Economic Forum (WEF) im schweizerischen Davos. Zur gleichen Zeit, am 23. Januar, verhängte China den ersten Lockdown in der Geschichte der Menschheit, und die globale Berichterstattungslawine über Corona begann. Nur wenige Tage später lobte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus Chinas Weg bereits als »richtungsweisend«. In den kommenden Monaten kopierten fast sämtliche Länder der Erde China. Derweilen freute sich Klaus Schwab, Vorsitzender des WEF, über die einmalige Gelegenheit für einen »Great Reset«, den er Anfang Juni in Davos vor der Weltöffentlichkeit aus der Tasche zauberte. Jeder weitere Tag Lockdown bringt Big Tech, Big Pharma und Big Money sagenhafte Gewinne. Über Zufälle und Interessenkonvergenzen im 21. Jahrhundert …„. – Alles schlüssig, alles gut belegt, alles sehr logisch. Im wesentlichen eine Zusammenfassung auch dessen, was wir bei jouwatch selbst schon das ganze Jahr über zu „Corona“ stückchenweise berichtet hatten. Lediglich die China-Komponente gewinnt in den letzten Tagen dieses Jahres erheblich an Bedeutung. Kurzes Resümee: Die „Pandemie“ ist sehr viel weniger eine Gefahr für die „körperliche Weltgesundheit“, als eine für die geistige. Die „Pandemie“ ist ein Polit- und BigTech-Konstrukt, ein Instrument zur Etablierung einer Neuen Weltordnung, im wesentlichen nach den Vorstellungen der chinesischen KP. Und diese Pandemie läßt sich nicht nur Impfungen beseitigen. Es geht mit dieser „Pandemie in den Köpfen“ letztlich um die Abschaffung der ohnehin schon arg geschleiften „Ideale des Abendlandes“ und der vielgepriesenen „Werte der Aufklärung“. Diese „Pandemie“ ist Mittel zum Zweck, keine globale Gefahr aus sich heraus.

Steve Bannon, das strategische Mastermind hinter Trumps Wahlsieg 2016, erklärte dieser Tage in einem Interview, daß die westlichen Eliten sehr genau wüssten, worum es mit dieser „Pandemie“ geht – und daß die kommunistische Partei Chinas es geschafft habe, diese Eliten zu korrumpieren, weswegen die wiederum alles tun, um diesen Sachverhalt zu verschleiern. Die massiv gefälschte US-Wahl und die aufgeflogenen Cyberattacken auf die digitale Infrastruktur von US-Minsterien und Geheimdiensten belegen das. Zwar wäre es eine Unterstellung, wenn man behauptet, das chinesische Gesellschaftsmodell würde auch von Mark Schieritz bei der „Zeit“ befürwortet, aber das ändert nichts daran, daß die „Zeit“, so, wie auch der SPIEGEL und eine ganze Reihe anderer Medienerzeugnisse in den USA, von einem der größten Pandemie-Profiteure in den Diensten Chinas mit erheblichen Summen gesponsert worden sind: Von der Bill & Melinda Gates-Stiftung.

Wer angesichts dessen am heutigen Tage noch immer glaubt, er sei mit einer lebensbedrohlichen Virenpandemie bedroht, anstatt von einer globalpolitischen Pandemie, der nimmt natürlich auch nicht wahr, daß Schieritz in der „Zeit“ sehr wahrscheinlich zu verbildlichen wäre mit dem Bild des Hundes auf dem Plattenlabel „His Master´s Voice“. Erst horcht er auf die Stimme aus dem Schalltrichter des Grammophons, dann bellt er. Schieritz schreibt eben. Derweilen drängen sich die Brasilianer an der Copacabana wie immer und genießen ihr Leben. Mexiko scheint ebenfalls auf einem anderen, völlig virenfreien Planeten angesiedelt zu sein. Aber Mark Schieritz plädiert für „Absonderung“, „Sonderbehandlung“ für die geistig gesund Gebliebenen, oder wie auch immer man das nennen will, was ihm da vorschwebt. Nicht, wer sich der Impfung verweigert, „gefährdet Menschenleben“, sondern wer Artikel wie Mark Schieritz schreibt. Das Leben in der Illusion ist nämlich kein Leben mehr, sondern ein Delirium.

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