Immer wieder gut: Marietta Slomkas Sorge um „unabhängige Medien“ in Polen

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Marietta Slomka (Foto: Imago)

Als mindestens ebenso humorvolle Evergreens zum Jahresausklang, die fast an den Unterhaltungswert von „Dinner for One“ heranreichen, empfehlen sich Mitschnitte öffentlich-rechtlicher Nachrichtenformat von ARD und ZDF, in dem sich diese über die angeblich voreingenommene und einseitige Berichterstattung des staatlichen Rundfunks machen.

Allerdings nicht etwa in Deutschland, sondern nur in Polen und Ungarn, versteht sich, wo die bösen Populisten an der Macht sind, sind solche Zustände kritikwürdig. Und so wie die zwangsgebührenfinanzierten Staatsfunker hierzulande nichts Verwerfliches daran finden, dass Merkel-Vertraute und loyale CDU-Parteigänger beim Bundesverfassungsgericht Karriere machen oder eine ausgewiesene Linksradikale und DDR-Altlast in Mecklenburg-Vorpommern Verfassungsrichterin werden kann, aber gleichzeitig die „politische gesteuerte Justiz“ in osteuropäischen EU-Staaten bejammern: Genauso stören sie sich auch nicht an der politischen Schlagseite der deutschen Journalisten und die Regierungsergebenheit ihrer eigenen Redaktionen.

Ein besonders strahlendes Beispiel dieser kognitiven Verzerrung ist ZDF-Anchorwoman Marietta Slomka, die sich vermutlich noch immer für die „kritische“ Journalistin hält, als die sie einst in Mainz angetreten war: Fast legendär sind ihre Ausfälle im „Heute Journal“ gegen Victor Urban in Ungarn, der ja im Frühjahr angeblich die Demokratie durch Corona-Notstandsmaßnahmen im Handstreich beseitigte – oder, aktuell, die angebliche Bedrängung der unabhängigen Presse in Polen unter dem Regiment von Staatspräsident Alexander Duda:

Was Slomka in dem oben verlinkten Clip beklagt, ließe sich Eins zu Eins auf Merkeldeutschland und die beiden ÖRR-Giganten ARD und ZDF übertragen: „Dass der größte und meistgesehene Sender des Landes so einseitig berichtet, dass hat mit Pressefreiheit nichts mehr zu tun„, echauffiert sich die ZDF-Frau betroffen, und befindet über die Rundfunkanstalt TVP, diese sei „zum Duda-Propagandasender geworden.“ Ach, wenn diese betriebsblinden gebührenfinanzierten Meinungssoldaten doch nur einmal vor der eigenen Türe kehren würden! (DM)

 

 

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