Der Kampf um den Impfstoff: Jeder gegen jeden

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Covid-Impfung - ein unsicherheitsbehaftetes Unterfangen (Symbolbild:Imago/FutureImage)

Irgendwann hat es Angela Merkel geschafft und Deutschland ist in seine Einzelteile zerlegt. Was mit der Migrationskrise und der Energiewende begonnen hat, wird jetzt in der Coronakrise noch deutlicher. Corona-Skeptiker vs. Covidioten, Impfgegner gegen Spahn-Junkies, Nachbarn gegen Nachbarn und die Polizei gegen unbescholtene Bürger, die sich der Querdenker-Bewegung angeschlossen haben.

Den Rest erledigen die linken Sozialen Netzwerke – die Isolation des Einzelnen ist fast vollendet, treffen darf man sich sowieso nicht mehr.

Und jetzt, wo es ums blanke Überleben geht, also um den Impfstoff (Ironie off), geht es noch einmal richtig zur Sache, wie diese Meldung zeigt:

Das deutsche Gebäudereiniger-Handwerk kritisiert Äußerungen der niedergelassenen Ärzte zur Priorisierung bei der Verteilung der Covid-19-Impfstoffe. Eine Stellungnahme des Virchowbundes, der die niedergelassenen Ärzte vertritt, sei „an Arroganz und Überheblichkeit kaum zu überbieten“, heißt es in einem Brief an den Virchowbund-Vorsitzenden Dirk Heinrich. Die „Welt“ berichtet über das Schreiben, das der Berufsinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks gemeinsam mit der Gewerkschaft IG Bau verfasst hat.

Bereits Anfang Dezember protestierten niedergelassene Ärzte, nachdem erste Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts zur Impfstoff-Priorisierung bekannt worden waren. Dass einige der Kollegen auf die Stufe mit „moderatem Expositionsrisiko“ gestellt würden, sei „bizarr“, hieß es vom Virchowbund-Vorsitzenden Heinrich. „Sie teilen sich diese Einstufung mit dem Reinigungspersonal in Kliniken und Praxen“, setzte der Verbandschef zum Vergleich an.

„Wir können nicht erkennen, was daran bizarr sein soll“, heißt es hingegen im Brief des Gebäudereiniger-Handwerks. Die Mitarbeiter leisteten in Kliniken, Heimen und Praxen wichtige Arbeit. „Sie setzen sich täglich sehr hohen Gefahren aus, ohne dass sie eine akademische Ausbildung haben.“

Die Einlassung der Ärzte tauge eher als Beitrag für ein Satire-Magazin als zu einer vernünftigen Stellungnahme, schreiben Verband und Gewerkschaft. Am Freitag unterzeichnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Verordnung, mit der die Reihenfolge bei der Impfung mit Covid-19-Impfstoffen geregelt werden soll. Bei seiner Verordnung orientierte sich Spahn an der Empfehlung der Stiko, die die Experten in der vergangenen Woche veröffentlichten.

Man kennt das von der Drogenszene. Halte den Stoff knapp, denn dann wird der Run umso größer sein und die Junkies werden sich gegenseitig zerfleischen. (Mit Material von dts)

 

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