Dauerpanik und Impf-Verherrlichung: Wie uns die Medien Weihnachten endgültig vermiesen

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Plemplem-Medienwahn (Symbolfoto: Von Cyrsiam/Shutterstock)

Die Corona-Pandemie wäre morgen zu Ende (und würde auf das Phänomen eines möglicherweise etwas heftigeren saisonalen Erkältungsgeschehens mit überproportional vielen Atemwegserkrankungen zusammenschrumpfen, das vor allem Ältere und Vorerkrankte betrifft), wenn es Deutschlands Journalisten nicht gäbe. In der Krise fallen sie mehrheitlich durch so noch nie zuvor beobachtete Panikmache, unkritischste Vermeldung politisch genehmer Zahlen und Prognosen und durch einen vollkommenen Verzicht auf unbequemes Hinterfragen von Widersprüchen auf – was doch eigentlich ihr Hauptjob wäre.

Inzwischen ist es zur Gewohnheit geworden, nach Manier der einstigen Telegrafenstationen einfach Nachrichten ungeprüft „durchzugeben“, sofern die Absender aus medialer Mainstreamsicht vertrauenserweckend sind. Was von Bundesregierung, Corona-Hardliner à la Söder/Günther/Hans, Vertreter des Altparteienkartells plus seiner Serviceoppositionsfront kommt, wird verbreitet, AfD-Positionen werden als unverantwortliche Spinnereien verfemt. Wer der Nomenklatura des geduldeten Zitierkartells von Virologen, Infektiologen und Wissenschaftlern angehört und dem gewünschten Angstframing der Politik Futter liefert, findet Gehör und wird medial gehyped – der Rest wird stumm- oder abgeschaltet, im besten Fall totgeschwiegen oder aber einer hemmungslosen Schmähkritik geopfert.

Die Einseitigkeit hat zur Folge, dass ein Christian Drosten nicht nur zur Heiligen Kuh wird (den zu kritisieren eine sofortige Gegenreaktion von staatsloyalen Journalisten auf den Plan ruft, die wegen dieser infamen Majestätsbeleidigung auf die Barrikaden steigen), sondern selbiger durch Medienpreise, Titelbilder und sogar „Playboy“-Heldenstilisierung gewürdigt wird – während gleichzeitig die Lebensleistung eines renommierten Universitätsemeritus wie Sucharit Bhakdi von denselben Medien in den Dreck gezogen wird. Drosten genießt mittlerweile einen Status jenseits der Kritikwürdigkeit – egal wie oft er seine Position zu einem Thema ändert, ob Maske, Infektiosität von Grundschülern oder Gefährlichkeit von Corona-Mutanten. Wenn man endlich verstanden hat, was er eigentlich meinte, behauptet er schon wieder das Gegenteil – und kein Journalist stellt seine vorangegangene Behauptung in Frage.

Mit Glacéhandschuhen werden aber auch die anderen opportunen Experten der Pandemie behandelt – wie etwa Drostens Kollege Alexander Kekulé, dem ebenfalls die Gnade des großzügigen Vergessens zuteil wird, wann immer die Realität seine Prognosen rückwirkend Lügen straft. Am 2.12. berichtete „Focus“ über Kekulés düstere Prophezeiung, wenn die Zahlen „jetzt nicht sinken“, würde es zu Weihnachten Zustände wie im Frühjahr in Norditalien geben. „Weihnachten bringt Bergamo-Horror“, titelte „Focus“. Nun, drei Wochen später, ist Weihnachten da – und die Zahlen sind nicht nur nicht gesunken, sondern drastisch gestiegen. Trotzdem ist Deutschland von den Zuständen in Italien weit entfernt – objektiv, bundesweit betrachtet und auch im Vergleich zur Situation früherer Jahre sind schlicht keine medizinischen Notlagen gegeben, wie sie uns verkauft werden. Das ist das Besondere bei dieser Pandemie: Die Katastrophe steht immer unmittelbar bevor, aber tritt irgendwie nie ein.

Bergamo zu Heiligabend

Damit sich jedoch zumindest medial die Katastrophe vermitteln lässt, wird von Katastrophenkanälen dankbar jede sich bietende Gelegenheit genutzt, die nächste Bombe platzen zu lassen, die jetzt den lange befürchteten Untergang zu bringen „verspricht“. Wie von Sinnen stürzen sich die Hauptvertreter der professionellen Fürchtemacherei, RTL, „n-tv“, „Focus“ und auch der „Spiegel“, auf jede sich bietende Gelegenheit. Aktuell sind dies vor allem die neuen Mutationen, die nun ausgeschlachtet werden bis Ultimo; weil die erste Mutation noch nicht schrecklich genug war uns selbst nach neuester Einstufung von „Hü-Hott-Drosten“ jetzt wohl doch nicht so gefährlich sein soll, wird mal eben umgeswitcht auf die nun (bei übrigens gerade einmal zwei Patienten gefundene) neueste, nochmalige Mutation, die diesmal dann aber wirklich viel ansteckender und somit „hochgefährlich“ sein soll.

Der andere Angstquotenbringer sind natürlich die Sterbezahlen. Anscheinend konnte man es in vielen Redaktionsstuben des Landes gar nicht abwarten, endlich berichten zu können, dass Deutschland in puncto Todeszahlen nicht nur das bisherige abschreckende Beispiel Schweden überholt, sondern jetzt auch noch die rekordreifen Trump-USA überflügelt, mit 1000 Toten pro Tag (immer „an- und mit Corona“ gezählt, ein Großteil davon dabei übrigens in Alten- und Pflegeheimen gestorben, weil die Politik ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat, auf selektive Schutzkonzepte zu lange verzichtete und die Heiminsassen in personell desolaten Zustanden alleine lässt). Weil sich für Triaden und Bergamo noch immer kein Aufhänger für die ersehnte Topstory finden lässt, schnüffeln die journalistischen Leichenfledderer nun vor deutschen Krematorien herum, um Überlastungen und Steigerungen der Einäscherungszahlen sofort in Bezug zu Inzidenzwerten und Intensivbelegungen zu setzen.

Bezeichnenderweise wurde man hier anscheinend jedoch bisher nur in Zittau fündig – denn die dortige Krematoriumsleiterin ist seit Tagen eine gefragter Interviewpartnerin, und stets ist es nur dieses Krematorium, über dessen Belastungssituation inklusive Begleiterscheinungen haarklein berichtet wird (Auslagerung von Särgen in der Friedhofsgedenkhalle, Anlieferung mit LKW) – und auch wenn die Medien dabei den Eindruck erwecken, dies sei ein typischer Fall, fragt man sich: Wo sind vergleichbare Zahlen aus anderen Regionen der Republik? Dass in Sachsen derzeit eine hohe Fallzahlbelastung ist, steht außer Frage – doch selbst in Zittau führte die Krise bislang „nur“ zu einer Verdoppelung der normaldurchschnittlichen Bestattungszahlen, bis gestern von 52 auf 105 im Dezember. Bei Hitze- und Grippewellen können die Zahlen nicht niedriger gewesen sein; es wurde lediglich nicht darüber berichtet.

Ihr Kinderlein, kommet besser doch nicht!

Die Schreckensberichterstattung, die Einzelfälle und statistisch absolut seltene Todesfälle von Jüngeren und Gesunden suggestiv gleichrangig und scheinbar gleich häufig neben den älteren Covid-Toten erscheinen lässt, obwohl das Durchschnittstodesalter Letzterer bei 82 Jahren (und damit 1 Jahr über der Normalsterblichkeit) liegt, hat einen praktischen Zweck: Der Schreck soll den Deutschen so tief in die Glieder fahren, dass sie alle Bedenken über die Impfung fahren lassen und sich widerstandslos der Vakzine hingeben. Dieser kommt inzwischen eine fast schon religiöse, weihevoll-sakrale Dimension zu, wie der offenkundig völlig durchgeknallte „Stern“ mit seinem (nicht satirischen!) aktuellen Weihnachts-Titelbild unterstreicht:

(Screenshot:Stern)

Und für den, den die Erleuchtung des Biontech-Impfstoffs im Stall zu Bethlehem nicht packt, gibt’s pünktlich zu Heiligabend noch die Extraportion Panik, dank einer formatübergreifenden Corona Horror Picture Show, die mit seriöser Berichterstattung oder gar Informationsauftrag nicht das Geringste mehr zu tun hat. Hier einige aktuelle Perlen der Corona-Coverage deutscher Medien:

(Screenshots:Facebook)

Derlei Beiträge sind inzwischen der Normalfall in Print, Online und TV – und die Reizschwelle ist für viele noch nicht einmal erreicht. Die bezweckte Steigerung der Impfwilligkeit durch „Zeigen der Folterwerkzeuge“ im übertragenen Sinne ist dabei nicht alles. Ein weiterer Nebeneffekt dieser Art von Journalismus, der ein absolutes Zerrbild der bei Corona typischen Sterbefälle zeichnet und eine groteske Fehlwahrnehmung des Realrisikos bedingt, ist auch die nochmalige Überdenkung des „Weihnachtsfestes mit der Familie“. Wenn es so schlimm steht und sich überall die virtuellen Leichenberge türmen: Wer wagt dann noch das Feiern unterm Christbaum mit den Liebsten? Die transportierte Botschaft (ganz im Sinne der Corona-Politik) lautet hier: Ihr Kinderlein, kommet besser doch nicht! Und wenn, dann besser nur mit Mundschutz. So wird uns Weihnachten 2020 dann final vermiest und zerstört. (DM)

 

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