Boris Palmer kritisiert Versagen bei Schutz der Pflegeheime und schleimt sich bei seinen Parteigenossen ein

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Boris Palmer, OB von Tübingen (Foto:Imago/Eibner)

Das Enfant terrible der Grünen, Boris Palmer, gibt der Bundesregierung indirekt Schuld am Massensterben in den Altenheimen:

Der Tübinger Oberbürgermeister sieht den mangelnden Schutz der Alters- und Pflegeheime vor der zweiten Corona-Welle als schweren Fehler der Politik an. Zwar seien im Dezember verpflichtende Tests in Heimen von Bund und Ländern angeordnet worden, doch das sei viel zu spät gekommen. „Was mich ärgert, ist, dass das viele Monate nicht nur verschleppt, sondern aktiv verhindert und abgelehnt wurde“, sagte Palmer der „Südwest Presse“ (Dienstag).

Mit der Forderung nach regelmäßigen und anlasslosen Tests in Heimen seien die Tübinger Pandemiebeauftragte Lisa Federle und er „immer wieder abgeblitzt“. Daraufhin habe man beschlossen, „dass wir es auf eigene Faust machen“. Tübingen hat für seine Corona-Strategie insgesamt 500.000 Euro im städtischen Haushalt bereitgestellt und führt bereits seit September regelmäßige Tests in Heimen durch.

„Wir waren mit unserem Start im September genau rechtzeitig vor der zweiten Corona-Welle dran. Flächendeckend wird es leider erst jetzt umgesetzt, wo schon viele tausend Menschen gestorben sind“, sagte Palmer weiter.

Aber dann zeigt es sich doch, dass Palmer ein Grüner durch und durch ist und sehr gerne in Tübingen weiter regieren möchte. Dazu muss er sich dann natürlich bei seinen linksradikalen Genossen einschleimen:

Mit den Grünen würde sich der umstrittene OB eine Versöhnung wünschen – und würde sich dafür auch zurücknehmen und Fehler eingestehen.

„Für das Ziel, mit meiner Partei wieder an einem Strang zu ziehen, werde ich mir das abverlangen.“ Ob er 2022 erneut zur OB-Wahl in Tübingen antreten würde, hänge unter anderem davon ab, ob es im gelinge, die Tübinger Grünen zu überzeugen, erneut mit ihm ins Rennen zu gehen. „Was wir auf den Weg gebracht haben, insbesondere das revolutionäre Klimaschutzprogramm, das Tübingen bis 2030 klimaneutral machen soll, wäre es schon wert, noch einmal durchzustarten.“

Also: Kann das weg?

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