Berlin: Polizei mit Fäusten gegen Pressefreiheit

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Boris Reitschuster von der Polizei umstellt, Berlin am 20.12.2020; Foto: Screenshot Youtube
Boris Reitschuster von der Polizei umstellt, Berlin am 20.12.2020; Foto: Screenshot Youtube

Am Sonntag, den 21. Dezember war der Journalist Boris Reitschuster im Herzen Berlins am S-Bahnhof Jannowitzbrücke unterwegs. Sein Ziel war es, den Schweigemarsch zu dokumentieren. Als er am Bahnhof angekommen war und aus der S-Bahn stieg, wurde eine unmaskierte Frau direkt von jungen Polizisten angesprochen und überprüft. Boris Reitschuster wollte den Vorgang filmen und geriet dadurch selbst ins Visier eines äußerst rabiaten Polizeibeamten.

Der Staatsdiener nahm dem überraschten Boris Reitschuster mit Fäusten das Handy ab, schrie ihn an und nahm dem Pressevertreter dann den Presseausweis und Personalausweis zur erkennungsdienstlichen Behandlung ab. Obwohl er laut Aussage der Polizei nicht festgenommen war, durfte er sich nicht frei bewegen. Die Uniformierten begründeten die Maßnahmen zur Einschränkung der Freiheit nicht.

Boris Reitschuster war nach diesem Vorfall schockiert und das, obwohl er nach 16 Jahren als Journalist in Russland eigentlich abgehärtet ist, was die Polizei angeht.

Gute Demonstranten – schlechte Demonstranten: unerträgliche Doppelmoral in Corona-Zeiten.

Was sind das für Zustände? Sehen unsere Regierenden Deutschland als Heim für schwer erziehbare Jugendliche? „Regierungskritische Demonstrationen sind verboten“, belehrte die Sächsische Polizei Busreisende – und nahm ihre Personalien auf. In Frankfurt kontrollierten Beamte die Kaffee-Trinkzeiten von Passanten.

Der Schweigemarsch „gegen Diskriminierung und für Menschenrechte“ gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin (anzusehen hier) verlief von der Holzmarktstraße in Berlin-Mitte bis zum Washingtonplatz am Hauptbahnhof dann komplett friedlich. Die Berliner Polizei verhielt sich im Gegensatz zur Bundespolizei am S-Bahnhof ausgesprochen zurückhaltend, kooperativ und korrekt.

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