Wackeliges Fundament der Pandemie: Der große Mummenschanz mit den PCR-Tests

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PCR-Test "in action" (Foto:Imago/AgenciaEFE)

Nicht aus dem Blick verloren werden darf – bei all dem täglichen Dauerfeuer mit immer neuen „Rekordzahlen“- was quasi die „Mutter aller Zweifel“ rund um diese Pandemie ist: Der „berühmte“ PCR-Test. Das Anfang 2020 (im Corman/Drosten-Report auf Eurosurveillance) erstveröffentlichte Verfahren ist das unantastbare Zeremoniell der „Wahrheitsfindung“ – obwohl seine wissenschaftliche Aussagekraft immer fragwürdiger wird.

Neben den „an und mit Corona Verstorbenen“, den sogenannten Covid-Toten, gehören die per PCR ermittelten „neuen Fälle Infizierter“ zu den tragenden tönernen Füßen, auf denen diese gesamte Pandemie steht. Dabei muss zweierlei unterschieden werden: Zum einen ist da der politische Irrweg, bei einer Pandemie – und zum ersten Mal in der Medizingeschichte überhaupt – die Zahl der „Erkrankten“ nicht von der klinischen Erfassung sympomatischer Personen abhängig zu machen, sondern ausschließlich anhand der Menge positiver Labortests zu bestimmen.

Zum anderen gibt es die immer frappierenderen Unzulänglichkeiten des PCR-Verfahrens selbst, das ganz generell, erst recht aber in der durchgeführten Testpraxis keinesfalls auch nur annähernd eine wissenschaftlich ausreichende Genauigkeit aufweist, die die daraus abgeleiteten politischen Schlüsse und Entscheidungen rechtfertigt.

Spiel mit Unbekannten

Das sture Schauen auf positive Labortests, die dann (unseriös und unwissenschaftlich) als „Neuinfektionen“ vermeldet werden, wäre selbst dann schon eine gänzlich inakzeptable Vorgehensweise, wenn der PCR-Test tatsächlich ausnahmslos fehlerfrei wäre, sprich: wenn wirklich jeder, den er als „positiv“ anzeigt“, zweifelsohne mit Sars-CoV2 infiziert wäre. Denn selbst dann würden immer noch 95 Prozent der Infizierten von dem Virus nichts oder kaum etwas mitbekommen, weil ihre Immunauseinandersetzung mit Corona ohne jeden Krankheitswert verläuft – wobei völlig unklar wäre, ob und welchem Maße sie überhaupt infektiös wären.

Tatsächlich aber ist der Test, wie wir wissen, keineswegs „hundertprozentig“ – im Gegenteil. Bereits die von dem Hersteller und den Gesundheitsbehörden üblicherweise genannte falschpositive Fehlerrate von „bis zu 2 Prozent“ wirkt sich bei der riesigen Masse allwöchentlich durchgeführter Tests massiv aus – bedingt sie bei den gegenwärtigen Fallzahlen doch mehrere zehntausend falsche Proben jede Woche. Aber das ist nicht alles.

Denn die echte Pannenquote dürfte um Größenordnungen darüber liegen – und könnte möglicherweise vier von fünf Testergebnissen betreffen. Immer mehr methodisch und funktional zweifelhafte Details rund um das Verfahren kommen ans Licht, seit vor zwei Monaten die großangelegte US-Studie „Corman/Drosten Paper Review“ erschien, die dem strahlenden Image des Corona-Wunderknaben Christian Drosten weitere empfindliche Kratzer verpassten. Fast wöchentlich wächst die Liste der Einwände, substantiierten Bedenken und Auffälligkeiten rund um die PCR-Methodik weiter an.

Grippe und Corona bislang nicht unterscheidbar?

Indirekt gibt sogar die Mainstreampresse zunehmend den Zweiflern recht – allerdings nicht, indem sie die unberührbaren Heldenviroligen aus dem Berliner Regierungsdunstkreis attackiert, sondern indem sie die Widersprüche positiv auflöst. Statt über evidente gravierende Mängel und Aussagelücken im bisher angewandten PCR-Verfahren zu berichten und von den Verantwortlichen des Eingeständnisses deren Untauglichkeit einzuholen, wird dann etwa euphorisch über „Weiterentwicklungen“ und über neue, „flankierende“ Tests berichtet.

So war am Wochenende zu lesen, dass das französische Diagnostikunternehmen Biomerieux ein Anwendung patentiert hat, mit der fortan „eine Coronavirus-Erkrankung von einer Grippe“ unterschieden werden kann. Dieser neue Test erfasse zudem zwei andere Atemwegserkrankungen mit ähnlichen Symptomen, die fortan ebenfalls von Corona unterschieden werden können. Ärzte sollen so, berichtet der Österreichische Staatssender „ORF„, eine „schnellere Diagnose“ treffen und durch die entsprechende Behandlung „Leben retten können„.

Tolle Sache; bloß bedeutet dies im Umkehrschluss ja zwingend, dass die bisherig angewandten PCR-Testverfahren bislang ganz offenkundig nicht – oder nicht hinreichend genau – Corona von der Grippe unterscheiden können (ansonsten wäre der neue Test von Biomerieux ja nutzlos). Wenn das jedoch der Fall ist, wie kann dann die Politik willkürlich festgelegte 7-Tages-Inzidenzen (und auf deren Basis dann wiederum Lockdowns und Zwangsmaßnahmen nie gekannten Ausmaßes) beschließen – wo es sich bei einem beträchtlichen Teil der Fälle mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein „Grippe“-Erkältungsgeschehen handeln könnte? Dass dies kein Hirngespinst ist, sondern eine sehr hochplausible Erklärung, legt ja auch das fast gänzliche Verschwinden der diesjährigen Grippewelle nahe.

Wertlose Resultate dank hochgedrehter Zyklen

Einer der Hauptkritikpunkte an der PCR-Testpraxis ist bekanntlich die erst seit dieser zweiten Welle ins Bewusstsein der virologischen Laien eingesickerte „Zyklenzahl“, definiert durch den CT-Wert der PCR-Tests, die immerhin auf Verlangen der Probanden mitgeteilt wird. Sie sagt etwas darüber aus, wieviel Virusmaterial in der getesteten Ursprungsprobe (dem Abstrich) enthalten war, denn der PCR-Test vervielfältigt dieses in mehreren Vermehrungszyklen – solange, bis der Test dann irgendwann anspringt. Je früher dies der Fall ist, umso höher die Viruslast der Probe – und damit auch die mutmaßliche Infektiosität des Probanden.

Es herrscht weitgehendes Einvernehmen, dass valide und zumindest realistische Aussagen zu einer echten Infektion mit Corona eigentlich nur bis zum CT-Wert 35 gemacht werden können, bzw., was eine vom positiv PCR-Getesteten ausgehende Ansteckungsgefahr anlangt, eigentlich sogar nur bis zum CT-Wert 30. Oberhalb dieser Zyklenzahlen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit falsch-positiver Tests sprunghaft – eben weil, siehe oben, dann auch bloße Virenfragmente (etwa aus früheren Impfungen) oder bestimmte DNA-Segmente erfasst und vermehrt werden, bis sie irgendwann „positiven“ Alarm schlagen.

Dabei können diese Bausteine ebenso von Sars-CoV2 wie auch von anderen Virengenomen stammen (was zum Beispiel Kreuzimmunitäten und sogar Reaktionen auf Influenzaerreger erklärt, siehe oben). Für Aufsehen sorgte dieser Tage die neue Erkenntnis (worüber sogar  „Focus“ berichtete), dass sogar bei „still gefeiten“, nach einer unbemerkten Corona-Infektion wieder Genesene noch nach vielen Monaten „positiv“ PCR-getestet werden können, weil bestimmte Gensequenzen des Virus womöglich in die DNA eingebaut werden und dann für falschen Alarm sorgen.

Der Weg aus der Krise: Nur noch valide Tests

Tatsächlich aber wird in vielen Staaten nach wie vor absurd „hochgedreht“. In deutschen Laboren werden teilweise CT-Werte bis 45 zum Nachweis einer „Infektion“ verwendet – obwohl hier fast sicher ist, dass der Test – sofern er überhaupt auf echte Corona-Viren reagiert hat – dann in jedem Fall eine so minimale Viruslast abbildet, dass von der Testperson fast sicher keine Ansteckungsgefahr ausgeht. Nicht umsonst sieht die Corman/Drosten Paper Review eben in den viel zu hohen und beliebigen CT-Werten den Hauptgrund für die frei flottierenden, volatilen Fallzahlen.

Ganz unabhängig von einer überfälligen kritischen Auseinandersetzung darüber, auf was der PCR-Test als „Einäugiger unter den Blinden“ der übrigen direkten und indirekten Testmethoden (Antigen- und Antikörpertests) denn eigentlich so alles reagiert: Zu allererst müsste gelten, dass auf Grundlage von CT-Werten über 30% aller zustandegekommenen Tests nicht mehr als „Infektionen“ anerkannt und gezählt werden. Dort wo dies bereits geschah, sanken die „Inzidenzen“ – na sowas – plötzlich rapide; im US-Staat Florida etwa um rund 80 Prozent.

Damit ergäbe sich dann ein deutlich nüchterneres Bild der „explodierenden“ oder „grassierenden“ Zahlen. Wenn diese Pandemie schon nicht durch Ärzte und Patienten, sondern durch Laboranten und Getestete am Laufen gehalten wird, dann sollten zumindest die Testergebnisse Klarheit bringen – und nicht Verwirrung. (DM)

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