Advent, Advent – der Wahnsinn rennt

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Wahnsinn (Symbolbild: shutterstock.com/Von marcogarrincha)

Fröhliche Corona-Weihnachten 2020: Ein galoppierender Humbug inkonsistenter Auflagen, wirkungsloser Verbote und bürokratischer Himmelfahrtskommandos. Der Wirtschaftsminister trichtert seinen Bürgern ein, an den letzten beiden Öffnungstagen vor dem Killer-Lockdown bloß keinen einzigen Euro mehr im Einzelhandel auszugeben. Gleichzeitig sollen die Leute – laut NRW-Lusche Laschet –  aber auch nichts mehr online bestellen –  weil davon Konzerne profitieren, die „in Europa keinen Cent Steuern zahlen“.

Wo also darf und soll man dann kaufen? Rat wissen natürlich die die neosozialistischen Verzichtsprediger der regierungskonformen Durchhaltemedien: „Lasst die Bescherung dieses Jahr ausfallen!“, fordert der „Stern„. So sieht der Ideal-Heiligabend aus Sicht der Corona-Hysteriker in diesem Land aus: Einsam vor der Glotze, am besten mit FFP2-Maske, alleine in der Wohnung und laufendem Viren-Luftfilter. Keine Geschenke, keine Kontakte. Atmen nur wenn nötig.

Vor die Türe zu gehen würde ohnehin nichts bringen – weil alle Stammkneipen dicht sind, die einzigen Refugien der Singles zur depressogenen Weihnachtszeit. Niemand zählt jene, die nun isoliert „feiern“ müssen. Die schon immer zur heiligen Jahreszeit signifikant steigene Suizidrate – sie dürfte dieses Jahre massiv steigen. Wie bezeichnend (und welch ein Segen für die Regierung), dass keine Selbstmorde wegen (besser: „mit“ Corona) statistisch erfasst werden.

Der Zweckdirigismus, mit dem die neuen Pandemie-Planwirtschaftler der staatsalimentierten Eliten in die Gesetze des Marktes eingreifen und die letzten liberalen Relikte wegpusten, kennt keine Grenzen: Bis in die Sortimentsauswahl reglementieren sie den weiterhin geöffneten Lebensmitteleinzelhandel dahingehend, was fortan noch im Angebot geführen werden darf – und was schon über die bloße Existenzsicherungs-Relevanz hinausgeht: Aktionsangebote, Non-Food-Produkte und Haushaltsartikel sollen ganz rausfliegen. Bundeseinheitliche Regelungen dazu fehlen natürlich wieder einmal – Planungs- und Rechtssicherheit für Bürger und Konzerne Fehlanzeige.

Dafür werden den Bürgen in albernen Schaubildern die kafkaesken Auswüchse der für die Weihnachtsfeiertage geltenden Kontaktobergrenzen nähergebracht:

Quelle:Destasis

Die kalkulierte Verwirrung und Verunsicherung vor allem der Älteren und potentiellen Risikopatienten – jener wahlentscheidenden Bevölkerungsschichten also, denen die Politik absichtsvoll eine Heidenangst einjagt, damit sie duldsam jede Schikane und Vorschrift befolgen – führt zu einer nie dagewesenen Entfremdung selbst zwischen nächsten Verwandten, wie dieser erhellende Tweet zeigt:

(Screenshot:Twitter)

Das Thema „unangekündigte Weihnachtsbesuche“ der Polizei dürfte übrigens noch nicht vom Tisch sein: Dass dieser Dammbruch – die Preisgabe der Unverletzlichkeit der Wohnung –  als Etappe auf dem Weg zum „new normal“ noch in diesem Jahr Wirklichkeit wird, bezweifelt kaum einer. Vor allem nicht, wenn man sich betrachtet, wie Deutschland dieser Tage zum Büttelstaat wird und wegen welcher „Vergehen“ hier die Menschen kujoniert werden: Mit MGs im Anschlag werden Fahrgäste wegen schlechtsitzender Masken gemaßregelt, oder Passanten in der Fussgängerzone aufgrund zu langsam gegessene Äpfel verwarnt. Und seit den neuen Allgemeinverfügungen dreht der Coronastaat völlig ab: Aus Leipzig anreisende Besucher eines Shopping-Centers im Nachbarland Sachsen-Anhalt, wo am Dienstag noch kein Lockdown herrschte, erhielten laut „Bild“ saftige Bußgelder, weil sie dort Weihnachtsgeschenke gekauft hatten.

Die praktische Unsinnigkeit solcher Beschlüsse ist von kürzerer Halbwertszeit als die langfristigen mentalen Schäden, die sie – vor allem aber ihre fehlende Infragestellung, zur Folge haben verursachen: Genau auf diese Weise züchtet man den Bürgern eine Scheu vor Obrigkeiten an, eine sklavische Neigung zur Unterwerfung. Diese Auswirkungen werden sich länger halten als jede Corona-Immunität. (DM)

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