Lockdown-Wahnsinn: Immer mehr Experten entsetzt über zerstörerische Regierungspolitik

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Lockdown-Freaks: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Helge Braun (Foto:Imago/snapshot)

Von immer mehr Seiten rührt sich Gegenwind gegen die zerstörerische Politik der Bundesregierung – auch von Experten und Insidern des Klinikbetriebs selbst, dessen Situation von der Politik ja zum Hauptkronzeugen für die angebliche Unvermeidlichkeit ihrer tödlichen Lockdownbeschlüsse gemacht wird: Jetzt kritisiert auch noch Fresenius-Chef Stephan Sturm, der unter anderem die Geschicke von Deutschlands größer Klinikkette Helios lenkt, die Fehleinschätzungen der Regierenden – und wirft ihnen einen „zu starken Blick auf die Intensivkapazitäten der Kliniken“ vor. Immer deutlicher wird: Der Politik fehlt jede Verhältnismäßigkeit – und wo es Engpässe gibt, sind sie keine Folge der Virusausbreitung, sondern eines langjährigen Politikversagens.

Sturm, als CEO des riesigen Medizinkonzerns und Krankenhausbetreibers (5,6 Millionen Klinikpatienten jährlich) ein Mann vom Fach, beklagt eine „einseitige Fokussierung der Politik auf Intensivbetten„: Wo es zu Engpässen in Krankenhäusern gekommen sei, sei dies meist eine Folge des Mangels an Intensivpflegekräften geschehen und nicht wegen fehlender Intensivbetten. Den viel diskutierten Personalmangel habe es schon vor der Corona-Krise gegeben, sagte Sturm der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). Selbst ausgeschöpfte Intensivkapazitäten bedeuteten nicht, dass Covid-Patienten nicht trotzdem stationär behandelt werden könnten; dies sei etwa auch in aufbereiteten Intermediate-Care-Stationen möglich, einer Zwischenstufe zwischen Normal- und Intensivstation.

Dass es derzeit – was von den Medien als scheinbare Katastrophe hingestellt wird – rund 40 Prozent mehr Intensivpatienten gibt als im Frühling, mutet wie so viele vermeintlichen Horrormeldungen in dieser Zeit für eine fachlich „jungfräuliche“ Öffentlichkeit (die dank Corona in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt mit einer virologischen, medizinischen und gesundheitspolitischen Fachterminologie von „Inzidenzen“ über „R-Werte“ oder „Herdenimmunität“ konfrontiert wurde) bedrohlich an. Aufgabe der Medien wäre es, die Zahlen einzuordnen und über Vergleichsgrößen zu berichten. Doch sie tun es – mit voller Absicht – nicht. Folge ist, dass es dem unbedarften Angstbürger als nie dagewesene Horror erscheinen muss, wenn es in manchen Kliniken zu Kapazitätsengpässen kommt – obwohl dies schon immer der Fall war, ohne dass sich dafür je irgendein Journalist interessiert hatte. Und so ist auch eine massiv stärkere Belegung der Intensivstationen in der Grippesaison (an deren Stelle dieses Jahr ersatzlos Corona trat) im Winter gegenüber dem Frühjahr der absolute Normalfall – inklusive den damit einhergehenden Belastungsspitzen fürs Klinikpersonal.

Und dennoch: Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin gibt es dennoch 5100 freie Intensivbetten, und nur ein geringer Teil der belegten Betten überhaupt ist von „Covid-Patienten“ belegt (als welche wie gesagt jeder Patient gezählt wird, bei dem ein positiver Test vorliegt – ungeachtet von der Art seiner Erkrankung). Auch in den 89 Helios-Kliniken ist dies nicht anders: Sturm erklärt, man habe „insgesamt noch ausreichend Kapazitäten„. Helios behandle, so der Manager zur SZ, derzeit mehr als 1400 Corona-Patienten, 280 Menschen davon auf Intensivstationen. Auch wenn es saisonal derzeit mehr zu tun gäbe: „Wir stehen aber nicht vor dem Kollaps„, so Sturm. Und auch wenn Corona eine sehr ernstzunehmende Krankheit sei, so sei doch die „einseitige Ausrichtung der Politik auf das Virus“ falsch.

Corona-Führerin befiehl, wir folgen?

Dies gilt vor allem für die schon in der ersten Welle verschobenen Planoperationen – und für die Zurückhaltung kranker oder gefährdeter Patienten, welche eine medizinische Regelversorgung oder gar Notversorgung gar nicht oder nur noch vermindert in Anspruch nehmen. Sturm: „Herzinfarkte und Schlaganfälle gibt es ja trotzdem. Es wäre falsch, aus Angst vor dem Coronavirus auf Vorsorgeuntersuchungen zu verzichten. Ich appelliere an die Menschen: Gehen Sie zum Arzt!„. Ansonsten sei in den kommenden Jahren ein hoher Preis „durch Übersterblichkeit, etwa bei Krebspatienten„, zu entrichten. Genau dies werfen die Gegner des konzeptlosen Regierungskurses Merkel und Söder vor: Dass sie gewissenhaft eine riesige Zahl sicherer Toten in Kauf nehmen, um (überwiegend nur als solche deklarierte) Corona-Tote zu vermeiden, deren Zahl durch Umdichtung unvermeidlicher Sterbefälle schamlos aufgebauscht wird.

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Wie schon in der Klimadebatte ist auch bei Corona ein toter Debattenpunkt erreicht, an dem die manichäische Versimpelung der Positionen zu den absoluten Extremen strebt, zwischen denen keine Zwischentöne mehr geduldet werden: Hier die, die auf „die Wissenschaft“ hören, dort die „Leugner“. Dass es so etwas wie die eine Wissenschaft nicht gibt und es schon immer im Wesen der Forschung lag, kontroverse Ansätze zu verfolgen mit dem Risiko des allfälligen Irrtums, wird verdrängt – es passt nicht zu den Dogmen. In der Corona-Politik wirkt sich dies doppelt verhängnisvoll aus: Zum einen setzen die Mächtigen nur auf eine Fraktion der Wissenschaft, auf ein Modell also – auf die Gefahr hin, dass dieses völlig auf dem Holzweg ist. Zum anderen werden alternative Lösungsansätze torpediert, ihre Fürsprecher werden beruflich und reputativ vernichtet. Es findet kein Wettstreit der besseren Konzepte statt, sondern ein stures Beharren auf dem ideologisch gewünschten Weg.

Was in der Klimapolitik die einseitige und am Markt vorbei planwirtschaftlich erzwungene Fixierung auf die E-Mobilität ist, die der Brennstoffzelle mit Verbrennungsmotor keine Chance ließ, ist in der Corona-Politik die Festlegung auf die Lockdown- und Eindämmungspolitik, die das Gegenmodell eines qualifizierten Risikogruppenschutzes unter Bewahrung der Normalität ins Abseits stellt. Der fatale Irrtum des gegenwärtigen Corona-Kurses wird sich erst mit einiger zeitlichen Verzögerung manifestieren – aber dann wird die Erkenntnis markerschütternd sein. (DM)

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