Der nächste Corona-kritische Arzt muss um seine Zulassung bangen

0
Ärtze (Symbolfoto: Von PopTika/Shutterstock)
Ärtze (Symbolfoto: Von PopTika/Shutterstock)

In Bayern müssen Corona-kritische Ärzte jetzt um ihre Zulassung fürchten. Der erste, der in seine Schranken verwiesen werden soll, ist der Mediziner Hans-Ulrich Mayr, der in Altöttinger praktiziert und offenbar dem Maskenzwang und der WHO-Pandemie Definition ablehnend gegenüber steht. 

Die Regierung von Oberbayern fährt schweres Geschütz: Der Mediziner Hans-Ulrich Mayr, der unverschämterweise auch noch für die AfD im Stadtrat sitzt, werde „derzeit unter approbationsrechtlichen Gesichtspunkten geprüft“, teilte ein Sprecher laut Welt mit.

Die Hetzjagd gegen den Arzt begann offenbar mit „mehreren Medien, die berichtet hätten, daß Mayr auf einem Aushang an seiner Praxistür die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Patienten dazu aufgefordert hätte, die Masken abzunehmen.“Wenn Sie weiter eine Maske tragen, sind Sie selber Schuld! Aber bitte nicht in unserer Praxis!“, hatte er seine Patienten aufgefordert, für einige Angstneurotiker unter ihnen offenbar Anlass genug, den widerspenstigen Mediziner „zu melden“ und sich zu beschweren.

Darüberhinaus habe er es gewagt, die Aussagekraft von PCR-Tests anzuzweifeln und eine Patientin in einem Seniorenheim ohne Gesichtslappen zu behandeln, weswegen der „Corona-Leugner“ laut SZ vom Heimleiter aus dem Gebäude geworfen worden war. Hans-Ulrich Mayr weist die Anschuldigungen zurück: Der Seniorin sei er ohne „Mund-Nasen-Schutz“ entgegengetreten, weil er selbst wegen einer Vorerkrankung unter Luftnot gelitten habe und er habe noch nie Patienten abgewiesen, die mit Maske in seine Praxis kommen: „Das würde doch unserer ärztlichen Aufgabe auch in eklatanter Weise zuwiderlaufen“, erklärte er zu seiner Rechtfertigung in einem Schreiben an den Präsidenten der Bayerischen Landesärztekammer.

Auch definiere er eine Pandemie anders als die WHO. Für ihn liege keine Pandemie im „epidemiologisch-medizinischen Sinne“ vor. Corona sei eine schwere, ansteckende Krankheit, aber keine Pandemie im medizinischen, sondern im politischen Sinne, erklärte der Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie laut dem Springer-Blatt Welt.

Gertrud Höhler - Die Würde des Menschen ist unantastbar - Kopp Verlag 12,00 Euro
Gertrud Höhler – Die Würde des Menschen ist unantastbar – Kopp Verlag 12,00 Euro

Vor wenigen Tagen ging das hysterische Rauschen im Blätterwald los: „Arzt streitet Existenz der Pandemie ab“ schlagzeilte allen voran mal wieder die Süddeutsche Zeitung, gefolgt von Provinzblättern. Nun prüft der Ärztlichen Bezirksverband Oberbayern erst einmal, ob Mayr seine Berufspflichten verletzt hat und ein Bußgeld gegen ihn erhoben wird. Auch das Landratsamt will den Vorfall so nicht stehen lassen und hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Der Ausgang der beiden Verfahren werde auch für die Entscheidung der Approbationsstelle eine Rolle spielen, erklärte die Bezirksregierung.

Hans-Ulrich Mayr ist nicht der erste Mediziner, der aufgrund seiner kritischen Haltung um seine Existenz fürchten muss. Auch gegen den Kauferinger Arzt Rolf K. wird derzeit wegen „massenweise falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht“ und einem angeblich gezeigten Hitlergruß auf einer Querdenken-Demonstration von der zuständigen Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt.

Das Ausstellen sogenannter „Gefälligkeitsatteste“ ist strafbar. Es drohen Geld- und Haftstrafen sowie der Entzug der Approbation. (MS)

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram