Angela Merkel: Das Herz der Finsternis

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Angela Merkel (Bild: shutterstock.com/Von 360b)

Über Angela Merkel schrieb dieser Tage ein kluger Zeitgenosse, sie habe in ihrer 15-jährigen Kanzlerschaft zwei zutreffende Schlüsselsätze ausgesprochen – nur leider beide zum genau falschen Zeitpunkt: „Bleiben Sie zuhause“ wäre 2015 die richtige Ansage gewesen, und „Wir schaffen das!“ 2020. Aus der eigenen Agenda und Sichtweise dieser Kanzlerin heraus macht die verschobene Prioritätensetzung jedoch sehr wohl Sinn: So wichtig ihr es war, zuwanderungswilligen Glücksrittern aus aller Welt Mut zum Asylmissbrauch zu machen und sie zum Weg ins gelobte Land zu animieren (ein bis heute anhaltender „Pull Effect“), so gleichgültig ist ihr heute – allen schalen, aufgesetzten Emotionen zum Trotz – das eiskalte Wegsperren der eigenen Bevölkerung .

Dieser Person geht es nur noch um bleiernen Machterhalt, um Zwangsharmonisierung der Befehlsketten, die in ihrer geistigen Wolfsschanze am Spreeufer zusammenlaufen. Egal, wieviele steuerzahlende Produktivkräfte der einst so markigen deutschen Volkswirtschaft noch über die Klinge springen, wieviele in Ruin und Depression getriebene Bürger noch den Preis für die Entscheidungen dieser wächsernen, temperament- und empathiefreien Autokratin zahlen müssen: Sie zieht ihren Stiefel durch, und lässt mit jedem weiteren Jahr ihrer nie enden wollenden Amtszeit immer deutlicher durchblicken, wie wenig ihr an exakt dem liegt, was sie per Amtseid bereits viermal geschworen hat: nämlich Wohl und Nutzen des deutschen Volkes zu mehren. Eine vaterlandslose Gesellin, DDR-sozialisiert, eigenbrötlerisch, entrückt, eine Fehlbesetzung durch und durch, wird zur finalen Liquidatorin Deutschlands. Wenn auch alle anderen Insolvenzverfahren derzeit ausgesetzt sind: das wichtigste von allen –  die Insolvenz der Republik – wickelt sie gerade höchstselbst ab.

Wie Merkel im Ausland wahrgenommen wird, jenseits des schmeichelnden Filters deutscher Wohlfühl-Haltungspublikationen und journalistischer Ergebenheitsadressen hierzulande, zeigte am Samstag eine vernichtende Abrechnung der britischen Mail of Sunday, in der Autor und Kolumnist Douglas Murray Merkels zügellose Arroganz hervorhob, die sie in den Brexit-Verhandlungen ausspielte, inklusive der Sabotierung von Handelsabkommen mit der EU. Ganz zu schweigen davon, dass es ohne Merkels verheerende Rolle in Europa einen Brexit wohl nie gegeben hätte.


Innerhalb Deutschlands spielt sie sich als Retterin auf; doch die Bekämpfung eines Virus mit seinen künstlich herbeigetesteten Infizierten, irreführend fehldeklarierten Intensivpatienten und kreativ ermittelten Todesopfern ist in Wahrheit nur ein Vorwand für den Eintritt in die Endstufe des Systems Merkel, das die letzten demokratischen Grundfesten schleift: Faktische Gleichschaltung der Länder, Bruch der Gewaltenteilung durch Parlamentsermächtigung zum autoritären Durchregieren, Ausgrenzung der Opposition und ihre Überwachung durch den Verfassungsschutz, Demonstrationsverbote – und jetzt auch noch ein erneuter Totallockdown, dem bald noch paramilitärisch überwachte Ausgangssperren und weitere Einschränkungen der Bürgerrechte folgen dürften.

Und jetzt droht auch noch der ersehnte Führungswechsel nach 2021 zu kippen: Erneut sollte der bereits für Dezember abgesagte und auf Januar verlegte CDU-Parteitag verschoben werden, diesmal auf unbestimmte Zeit – erkennbar nur, um Friedrich Merz als letzte halbwegs bürgerliche Hoffnung zu verhindern. Der Vorstoß dazu kam gestern von einem weiteren Vasallen der Kanzlerin, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, der heute früh im Präsidium sagte, einen Parteitag im Januar könne er sich „nicht vorstellen, egal in welcher Form.“ Alle Planungen sollten eingestellt werden, denn zuerst müsse man „gut durch die Pandemie kommen.“ Auch wenn die Parteispitze ein Machtwort sprach und am Termin 22. Januar festhielt: Dass eine Verlängerung der Merkel-Ära oder zumindest coronabedingte „lange Nachspielzeit“ bis weit über die Bundestagswahl hinaus projektiert ist, wird immer wahrscheinlicher. Die nötigen Sachzwänge lassen sich bequem finden.

Das Verrückte ist, dass die meisten in der Union mit der Perspektive einer Verlängerung der Ära Merkel wohl überhaupt kein Problem hätten, ja dies bereits als ausgemachtes Szenario annehmen. Welch kriecherischer, endverblendeter Menschenschlag sich in der persönlichen Gefolgschaft dieser Kanzlerin breitmachen konnte, zeigt das Beispiel ihres Ex-Generals Peter Tauber, der – übrigens ironiefrei und ernstgemeint – anlässlich des nunmehr verschärften Lockdowns heute früh Folgendes witterte:

(Screenshot:Twitter)

Wer den Zuspruch solcher Domestiken erfährt, in dessen geistigem Elfenbeinturm (böse Zungen sprechen zuletzt immer häufiger von Merkels Wandlitz), ist das „beste Deutschland aller Zeiten“ auf einem „guten Weg“ durch die Krise. Merkel denkt vermutlich ernsthaft, sie handele mit ihren Wechselbädern, willkürlich wechselnden Einschätzungen und wortbrüchigen Entscheidungen im Interesse der Deutschen. Das Fehlen jeglichen Basis- und Bodenkontaktes zu den an die Belastungsgrenze gebrachten Menschen im Land hatte ihr Treiben schon in der Flüchtlingspolitik ausgezeichnet. In der Corona-Krise sind nun nicht mehr bloße „Einzelfälle“ die Leidtragenden ihres Wahns, sondern das ganze Volk. (DM)