Profitgier und antimuslimische Geschmacklosigkeit: Die Weihnachtswerbung von Douglas

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Douglas-Werbung (Bild: Screenshot)

Wenn Profitgier und Geschmacklosigkeit sich die Hand geben, dann könnte es sich um die neue Weihnachtswerbung der Parfümerie-Filialkette Douglas handeln. Oder haben die hippen, bunten „MarketingexperINNEN“ von Douglas nicht mitbekommen, dass Kopftuch und Adventskalender keinen Sinn ergibt?

Reibach um jeden Preis. Mutmaßlich unter dieser Motivation wurde die neue Weihnachtswerbung der Parfümeriekette Douglas, die eine Muslima mit islamkorrektem Kopfputz und Adventskalendern zeigt, auf sozialen Medien wie Instagram veröffentlicht. Oder, um es  mit den Worten der Journalistin und Autorin Birgit Kelle zu sagen: „Ich glaube, Douglas bräuchte einen Marketingexperten, der zumindest Grundschulwissen zu Religionen mitbringt. Hidschab unter dem Tannenbaum, das ist wie Amorelie-Kalender zum Ramadan.“

Eine mutmaßlich iranisch-stämmige Userin formuliert ihre Verärgerung über so viel Profitgier, Islam-Anbiederrei und Geschmacklosigkeit so: „Also im Iran, in der Islamischen Republik, würden sie das Geschäft dicht machen und die Mitarbeiter verhaften, welche die Fahne des Islams, nämlich den Hejab mit dem Fest der Ungläubigen in Verbindung bringen. Übrigens: Christen werden dort ebenfalls immer wieder verfolgt! Eure Werbung ist an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten!“, schreibt eine mutmaßlich iranischstämmige Userin.

Weiter Meinungen zur völlig missverständlichen, islamdevoten Douglas-Weihnachtwerbung:

„Douglas hat schon „gewonnen“. Ich werde dort nicht mehr kaufen. Die Werbung ist nicht nur selten dämlich, weil es keinen Zusammenhang zwischen Hijab und christlichen Weihnachtsfest gibt, sondern auch eine Zumutung, weil es ein Unterdrückungssymbol verherrlicht, Inzest aber verharmlost, für dessen Ablehnung Frauen im Iran oder Saudi Arabien eingesperrt oder ausgepeitscht werden. Kauft also bitte nicht mehr bei Douglas.“

„Wenn „Douglas“ glaubt, sich mit der Putzfrauenuniform eine neue Klientel erschließen zu müssen, wollen wir lieber nicht weiter stören …!“

„Damit tut man vor allem den liberalen Muslimen keinen Gefallen, auf die der Druck wächst, Kopftuch zu tragen. Unfassbar!“

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