System-Hiphopper Smudo präsentiert überflüssige Corona-App – mit Breitseite gegen Querdenker

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Smudo bei der Vorstellung seiner App (Foto:Imago/Schellhorn)

Für gerappte Linientreue werden die „Fantastischen Vier“ inzwischen zu alt, deshalb dienen sich die einstigen Sprechgesang-Virtuosen nun durch außermusikalische Aktivitäten beim Corona-Staat an: Der auch unternehmerisch überaus erfolgreiche Ober-Fanta Smudo startete gestern seine eigene Corona-App „Luca“. Natürlich nicht, ohne artig das Bein zu heben und die obligatorische Duftmarke zur Markierung des Haltungsreviers abzusetzen: Mit dem gegen alle Maßnahmengegner gerichteten Seitenhieb „Mitdenken ist besser als Querdenken“ wollte sich Smudo wohl das Wohlwollen der Merkel-Medien sichern.  

Eigentlich birgt das coronapolitisch korrekte Startup durchaus Konfliktpotential – denn wenn es sich als erfolgreicher erweisen sollte als die mehr als bescheiden wirksame offizielle Corona-Warn-App, dann wäre dies eine weitere Bloßstellung der phantastischen Misswirtschaft im Spahn’schen Corona-Regime: Für die Staats-App hat die Bundesregierung inklusive Anschubwerbung weit über 100 Millionen Euro verballert – bei einem blamabel niedrigen Output.

Eigentlich klingt die Schilderung der Motivlage, mit der Smudo die Ideenzündung für seine App erklärte, auch nicht anders als das, was Tag für Tag unzählige frustrierte Künstler als Redner auf Querdenken-Demos aussprechen (aber vermutlich weiß er dies gar nicht, weil er sich wie so viele leitmedial-ÖRR-Berieselte in diesem Land gar nicht näher damit beschäftigt, sondern dem Nazi-Narrativ glaubt): Ihm habe es gefehlt, vor Leuten zu spielen; „die Emotionen, die man erzeugt, und diese Rückkopplung zwischen Musiker und Publikum, das was bei einem Konzert entsteht, das ist seit einem Jahr weg. Das fühlt sich schon komisch an„, so Smudo gegenüber den Redaktionen von RTL / n-tv. Als er neulich ein Konzert eines kanadischen Musikers in einem vollen Stadion gesehen habe, da seien ihm fast die Tränen gekommen. „Mir fehlt das Zusammenkommen mit den Leuten, das ist etwas, was ich im Allgemeinen sehr vermisse. Ich genieße es ja schon mit den Fantas die wöchentliche Videokonferenz zu machen.“

Alter Wein in neuen Schläuchen – von der Realität überholt

Deshalb also seine App „Luca“, die er gemeinsam mit dem Berliner IT-Unternehmen „neXenio“ entwickelt hat – und die im Prinzip nichts Neues bietet, sondern bestehende digitale Konzepte zusammenführt; etwa den Ersatz der analogen Dokumentationspflicht bei Restaurantbesuchen. Doch nicht nur in der Gastronomie, auch bei Konzerten, in Altenheimen und „überhaupt bei Treffen“ will der Musikus den Gesundheitsämtern helfen, die Kontakte „schnell und unkompliziert nachzuverfolgen„. Auch an den Datenschutz sei natürlich gedacht.

Ganz offenkundig wurde Smudo vom zweiten Lockdown jäh überrascht – denn ein Großteil der App-Funktionalität, vor allem die digitale Kontakterfassung in Kneipen und Restaurants, aber auch Museen, Theatern und auf Konzerten sind seit Anfang November ohnehin hinfällig – und werden es wohl noch auf viele Monate bleiben, denn einen Ausweg aus der freiwilligen Nordkoreanisierung Deutschlands werden die Coronazis in Berlin und München erst wieder in Aussicht stellen, wenn die Droge Impfstoff durch alle Venen pulsiert (oder wenn die von Smudo pflichtschuldigst gedissten „Querdenker“ doch noch Erfolg haben und einen Kurswechsel erzwingen). Ist die Pandemie vorbei, braucht allerdings auch kein Mensch mehr „Luca“ oder RKI-Wielers Staats-App.

Aber vielleicht schaut Smudo auch nur clever in die Zukunft – und hat den richtigen Riecher, wenn er annimmt, dass auf diese Pandemie noch viele weitere folgen werden und uns fortan zu jedem Schnupfen ein passendes potentiell tödliches Ersatzvirus präsentiert wird (Drosten forscht ja bereits). Dann kann uns „Luca“ ja durch die nächste Pandemie navigieren, während sein Gründer mit staatlichen Preisen überhäuft wird. (DM)

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