False-Flag-Aktion bei Querdenker-Demo: Ordner war eingeschleuster Linksradikaler

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Jana aus Kassel bei ihrem Sophie-Scholl-Vergleich, ehe der "Ordner" sie bloßstellte (Foto:Imago/Scheffen)

Dass die Berichterstattung über die „Querdenker“-Demonstrationen erkennbar seit Monaten dem Ziel folgt, eine parteiübergreifende, weitgehend apolitische Interessengemeinschaft als „rechtsextrem“ zu verunglimpfen, deren einziger gemeinsamer Nenner die Ablehnung autoritärer Corona-Maßnahmen und Grundrechtsbeschränkungen ist, ist längst eine Binse. Mit welchen Propagandamitteln diese Desinformationskampagne jedoch geführt wird, war bislang unbekannt: Jetzt kam heraus, dass der Ordner, der für den „Sophie-Scholl-Eklat“ um eine 22-jährige Rednerin gesorgt hatte, ein linksradikales U-Boot war.

Am Samstag letzter Woche hatte sich die junge Rednerin, die dann als „Jana aus Kassel“ zu fragwürdiger Berühmtheit gelangte, bei einer Querdenker-Demo auf dem Hannoveraner Opernplatz in einem verunglückten Bild mit der NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl verglichen – woraufhin angeblich einem Ordner, der die Rednerbühne abgesichert hatte, die Hutschnur riss, er seine Weste abstreifte und theatralisch erklärte: „Für so einen Schwachsinn mache ich keinen Ordner mehr. Das ist mehr als peinlich.“ Anerkennend und mit hämischer Satisfaktion berichteten daraufhin alle Leit- und Haltungsmediens zwischen Kieler Förde und Obersalzberg über den „Skandal“ – und feierten den scheinbar couragierten Triumph des Gewissens des Sicherheitsmannes. Sogar SPD-Bundesaußenminister Heiko Maas entblödete sich nicht, den Fall auf Twitter zu kommentieren.

Mancheiner mag sich schon dabei gedacht haben, dass diese Heldenerzählung beinahe zu schön klang, um wahr zu sein – und in der Tat: Wie der Journalist Boris Reitschuster auf seinem Blog unter Berufung auf einen Bericht des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (RND) schreibt, handelte es sich bei dem Ordner tatsächlich um einen eingeschleusten linken Provokateur, der nur auf die passende Gelegenheit gewartet hatte, einen medienwirksamen Zwischenfall zu inszenieren. Tatsächlich war es nämlich gar nicht die Äußerung von „Jana“ selbst, die das öffentliche Interesse erregte, sondern die plakative Reaktion des Ordners.

Linke Provokateure als Fünfte Kolonne der Regierung

Laut RND (der Medienkonzern befindet sich übrigens teilweise im Besitz der SPD) hatten sich in Hannover am fraglichen Mitglieder der linken Szene unter die „Querdenken“-Demo gemischt, teilweise als falsche „Ordner“ – und einer dieser Agent Provocateurs  soll der Mann gewesen sein, der den Skandal um „Jana“ lostrat. Derselbe Aktivist ist kein Unbekannter, er trat zuvor bereits bei vielen anderen Querdenker-Aktionen als „Gegenaktivist“ in Erscheinung – blieb in Hannover allerdings unerkannt. Seine Inszenierung habe dem Zweck gedient „zu zeigen, dass die ‘Querdenker‘-Bewegung gespalten ist.“ Die Polizei sah kein Grund zum Eingreifen, weil „die Registrierung der Ordner Sache der Versammlungsleitung“ sei.

Reitschuster kommentiert treffend: „Bei Querdenker-Veranstaltungen kann oft jeder auf der Bühne zu Wort kommen, der das wünscht. Auch deshalb ist es in meinen Augen höchst manipulativ, wenn die großen Medien unisono wie beim Hundekommando ‚Fass!‘ einen Ausrutscher einer jungen Frau auf einer Demonstration in der Provinz zur Staatsaffäre hochschrauben. Und so tun, als sei dies weitaus gefährlicher für unsere Demokratie als die bisher beispiellose Einschränkung von Grundrechten im Zuge der Corona-Maßnahmen und das neue Corona-Gesetz. Hier sind völlig die Maßstäbe verrutscht, hier werden Journalisten zu Agitatoren der Regierung. Dies wiegt umso schwerer, wenn die Medien-Kampagnen Hand in Hand gehen mit Aktionen linker Aktivisten.“ Vielleicht wird der „embedded activist“ für seine gelebte Gegenpropaganda demnächst ja noch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geehrt. (DM)

 

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