RKI meldet 21.695 Corona-Neuinfektionen – 3. Tag in Folge Rückgang, aber Lockdown wird wohl bis April verlängert!

0
Foto: Demo von Corona-Skeptikern am 29.08.2020 (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Eigentlich müssten diese Zahlen auch bei den Pandemie-Politikern angekommen sein: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen 21.695 so genannte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 5,5 Prozent oder fast 1.300 weniger als am Samstagmorgen vor einer Woche. Es ist nun der dritte Tag in Folge, dass die Zahlen gegenüber der Vorwoche sinken.

Damit deutet sich zaghaft eine positive Tendenz an, nachdem die täglichen so genannten Neuinfektionswerte seit etwa einem Monat stabil geblieben sind. Die Zahl der aktiven Infektionszahlen lag am Samstagmorgen laut RKI-Schätzung allerdings bei rund 301.100, einem neuen Höchststand. Der bisherige Höchstwert war vor sechs Tagen bei etwa 300.400 erreicht worden, dazwischen waren die Werte auch mal um bis zu 10.000 gesunken.

Außerdem meldete das RKI nun 379 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Dabei ist aber stets unklar, ob sich die Todesfälle wegen oder nur mit dem Virus ereignen. Auf den Intensivstationen wurden am frühen Samstagmorgen 3.879 Covid-19-Patienten intensiv behandelt, 67 mehr als am Freitagmorgen und entsprechend 1,3 Prozent an allen aktuell nachweislich Erkrankten.

Letztere Zahl ist seit Ende August außerordentlich stabil, vorher war der Anteil der intensiv behandelten Patienten deutlich höher, im Mai und Juni lag er bei fast zehn Prozent.

Woch weil es anscheinend so viel Spaß macht, schließt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine Verlängerung des Lockdowns bis ins Frühjahr des kommenden Jahres trotzdem nicht aus. „Wir haben drei bis vier lange Wintermonate vor uns“, sagte Altmaier der „Welt“ (Samstagausgabe). „Deshalb kann man leider keine Entwarnung geben: Es kann sein, dass die Beschränkungen auch in den ersten Monaten 2021 bestehen bleiben.“

Solange man in großen Teilen Deutschlands einen Inzidenzwert von über 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner sehe, sei die Pandemie nicht unter Kontrolle. „Für mich war aber von Anfang an klar, dass es so lange Einschränkungen geben muss, wie die Zahl der Neuinfektionen über einem zumutbaren Niveau liegt“, so der Minister. „Das ist keine willkürliche Entscheidung, sie orientiert sich an der Leistungsfähigkeit der Gesundheitsbehörden und Krankenhäuser.“

Altmaier sprach sich zudem für schärfere Abstandsregeln in Verkehrsmitteln aus. „Ich persönlich finde es nach wie vor problematisch, wenn insbesondere zu Stoßzeiten im Berufs- und Schulverkehr Menschen sehr dicht beieinander im öffentlichen Nahverkehr stehen müssen – auch wenn sie Masken tragen“, sagte der CDU-Politiker. Man habe mit den Ministerpräsidenten auch über den Nahverkehr diskutiert, „beispielsweise, ob zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden können, indem man beispielsweise die Fahrzeuge von Reisebusunternehmen einsetzt“, so Altmaier.

„Dass sich die Bundesregierung noch wirksamere Maßnahmen gewünscht hätte, ist kein Geheimnis“, sagte der Bundeswirtschaftsminister. Man müsse daher auch in den nächsten Tagen genau beobachten, ob die Zahl der Infektionen tatsächlich deutlich sinke, oder „ob es Nachschärfungen und Optimierungen geben muss“, sagte Altmaier. „Es ist eine Bewährungsprobe für den Föderalismus, dass wir in solchen Fragen gemeinsame Lösungen finden.“

Die Politik hat diese Bewährungsprobe auf jeden Fall nicht bestanden, weil ihre so genannten Maßnahmen nichts anderes sind als Willkür und Schikane. (Mit Material von dts)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram