Treibjagd auf Ostsee-Touristen: Kein Mensch ist illegal – außer Deutsche im eigenen Land

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Absperrung in Greifswald (Foto:Imago/BildFunkMV)

„DDR Reloaded“ – natürlich wieder mal in Mecklenburg-Vorpommern: Die Polizei griff auf Rügen und in Stralsund erneut unerbittlich durch, und verwies sechs „illegale“ Touristen des Bundeslandes, die trotz des strikten Einreiseverbotes mit Wohnmobilen und Autos für einen Kurztrip zum Kitesurfen angereist waren. Der Fall erinnert an die Ausweisung von Bürgern mit Zweitwohnsitz und strikte Reiseverbote während des ersten Lockdowns.

SPD-Landesmutter Manuela Schwesig versucht sich anscheinend weiterhin als norddeutsches Pendant zu Söders Selbstprofilierungs-Corona-Regime in Bayern zu etablieren: Kein anderes Bundesland setzt die Einreiseverbote derart konsequent durch wie ausgerechnet der dünnbesiegelte Ostsee-Flächenstaat. Spätestens seit der medienwirksamen Ausweisungsverfügung für die Schriftstellerin Monika Maron, für die sich damit ein traumatisches Kapitel ihrer Lebensgeschichte aus DDR-Zeiten wiederholte, und seit den Anfeindungen von PKW-Fahrern mit auswärtigen Kennzeichen durch Einheimische gilt Mecklenburg-Vorpommern als Musterland für deutsche Coronazis und Blockwarte.

Wie der „Nordkurier“ anerkennend berichtet, fand am Montag eine Polizeistreife ein Wohnmobil mit Bautzener Kennzeichen auf einem Parkplatz zwischen Prora und Mukran auf Rügen vor. „Es stellte sich heraus, dass die 47-jährigen deutschen Fahrzeugführerin aus dem südlichen Brandenburg stammt und lediglich zu touristischen Zwecken nach Mecklenburg-Vorpommern eingereist war„, so der Polizeibericht. Zuvor schon war Beamten vom Polizeirevier Barth im Hafen von Damitz in der Nähe von Stralsund „ein Auto mit Hamburger Kennzeichen aufgefallen„, in dem eine 20-Jährige und ein 21-Jähriger nebeneinender nächtigten – beides Studenten in Brandenburg. Und in Suhrendorf bei Ummanz „…stand ein Mercedes-Benz mit Pirnaer Kennzeichen. Im Auto war ein 33-jähriger Deutscher aus Sachsen, der zum Kitesurfen auf Rügen war.“ Und mehr noch: „Zwei Männer aus Hamburg, die am Sonntag gegen 14.30 Uhr am Strand von Kreptitz bei Wiek (Insel Rügen) von der Polizei erwischt wurden, waren zum Kitesurfen eingereist.“ Gegen alle „Aufgegriffenen“ wurden Verfahren eingeleitet.

Wahrlich, unfassbare Verbrechen in einer Pandemie! Und während die Bundesregierung weiterhin unbeirrt Flüchtlinge ins Land einfliegen lässt und jeder nach Deutschland gelangte Migrant hier Bleibe findet, selbst wenn er aus „Risikogebieten“ einreist – da laufen steuerfinanzierte Werbespots, in denen die Bevölkerung aufgerufen wird, „zu Hause zu bleiben“. Dieselbe Aufforderung ergeht bezeichnenderweise nicht an die, bei denen sie einzig Sinn machen würden – an die Menschen in den Herkunftsländern der ungebrochenen Massenflucht. Für Asylbewerber aller Herren Länder gilt „wir haben Platz“. Einheimische im eigenen Land hingegen, denen das Grundgesetz eigentlich Freizügigkeit im Bundesgebiet garantiert, werden kriminalisiert, wenn sie sich abstrusen Lockdown-Beschränkungen widersetzen.

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