Weltärztepräsident: Aus der Horrornummer kommt keiner raus

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Foto: Imago

Stellen Sie sich mal vor, Sie gehen mit einer leichten Erkältung zum Arzt und der empfiehlt Ihnen, sich umzubringen, damit sie nicht ernsthaft krank werden.

So ungefähr könnte man die Aussagen eines Funktionärs interpretieren, dessen eigentliche Aufgabe es eher wäre, branchentypisch Hoffnung zu verbreiten. Aber dieser Mann hat anscheinend diebische Freude daran, die Menschheit in Angst und Schrecken zu halten:

Der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hält die Fortsetzung der Corona-Beschränkungen bis kurz vor Weihnachten für richtig und fordert die Bürger auf, von den anschließenden Lockerungen nur sparsamen Gebrauch zu machen. „Ich halte die Maßnahmen im Grundsatz für richtig“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Sie sind eine Chance, endlich von den hohen Infektionszahlen runter zu kommen.“

Weihnachten sei „problematisch“, so der Mediziner. „Aus medizinisch-epidemiologischer Sicht müsste man die Einschränkungen eigentlich aufrecht erhalten, und zwar bis die Infektionszahlen unter dem Wert von 50 pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen liegen. Aber wir müssen natürlich auch die sozialen Folgen der Einschränkungen sehen.“

Deshalb werde man ein leichtes Ansteigen der Zahlen danach in Kauf nehmen müssen. „Es geht nicht anders.“ Er hoffe, „dass die Menschen gelernt haben, die Lockerungen etwas moderater zu gestalten und nicht Superspreading-Events am Brandenburger Tor abzuhalten“.

Das sei nicht der „Freibrief zum Feiern“. Verhielten sich die Bürger hingegen gedanken- und rücksichtslos, werde es wieder größere Probleme geben. Der Weltärztepräsident rechnet damit, dass die Corona-Pandemie noch länger anhält und zu Einschränkungen zwingen wird.

„Mit den Impfungen wird sich einiges entspannen und vieles besser werden – aber nicht so schnell“, sagte er. Man müsse sich da einfach nur die Zahlen ansehen. „Bis man die Bevölkerung durchgeimpft hat, werden zwischen einem und drei Jahren vergehen.“ Außerdem gebe es 40 Prozent Impfverweigerer. „Die Impfungen werden uns wahnsinnig helfen und weiterbringen. Aber sie sind nicht die automatische Lösung für alles.“ Man werde vielmehr noch lange mit dem Virus und seinen Folgen leben müssen, so der Weltärztepräsident.

Mit dem Virus, oder mit den Viren und dann für immer? (Mit Material von dts)

 

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