Die dürfen sowas: Deutschlandfunk vergleicht Greta Thunberg mit Sophie Scholl

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Greta Thunberg (Bild: shutterstock.com/Von 1000 Words)

Der öffentlich-rechtliche, zwangsgebührenfinanzierte Deutschlandfunk, intellektuelles Aushängeschild der Staatsmedien als respektiertes Bildungsradio, feiert in seiner Kultursparte unter dem Hashtag „#Heldinnen“ prominente Frauen – und stellt darin Greta Thunberg auf eine Stufe mit Sophie Scholl. Empörter Aufschrei der Medien oder gar getwitterte Entrüstung des Bundesaußenministers? Fehlanzeige.

Als sich jedoch am Wochenende eine bis dato gänzlich unbekannte Rednerin auf einer Querdenkerdemo in Hannover, die 22-jährige „Jana aus Kassel“, in einem verunglückten Vergleich mit der NS-Widerstandskämpferin verglichen hatte, ging die gesamte deutsche Haltungspresse thermisch durch. Dabei ist der DLF-Vergleich kein Deut weniger anmaßend. Schlimmer noch: Greta Thunberg, die von den Mächtigen dieser Erde wie eine Heilige umgarnt, hofiert und verherrlicht wird, die als personifiziertes klimapolitisches Weltgewissen ohne jede demokratische Legitimität vor Parlamenten und sogar der UN-Vollversammlung sprechen darf und die das exakte Gegenteil einer Widerstandskämpferin im Untergrund darstellt, ist in keiner Bedeutung dieses Wortes eine Heldin.

(Screenshot:Facebook)

Thunberg bringt keine Opfer, sondern ihre Familie ist über ihren Status zu Prominenz und Wohlstand gelangt. Was sie tut, erfordert keinen Mut, weil ihr „Engagement“ die extremstdenkbare Form von Angepasstsein, Systemkonformität und Stromlinienförmigkeit darstellt, das sich nur den Anschein des Rebellischen gibt. Und das gilt auch ihre Anhänger von Fridays für Future insgesamt. Thunberg hat die Klimabewegung weder gegründet, noch sie durch eigene Erkenntnis oder wissenschaftlichen Beitrag erweitert. Mit „Courage“ hat dies nichts im Geringsten zu tun.

Dass eine solche hochneurotische Figur von völlig abgehobenen und geschichtsvergessenen Kulturjournalisten auf eine Stufe mit Sophie Scholl gehoben wird, dieser sittlich und humanistisch gefestigten, hochgebildeten und kritischen jungen Studentin, die gemeinsam mit ihren Mitstreitern unter Lebensgefahr gegen ein mörderisches Regime ankämpfte und schließlich gefasst für ihre Überzeugung in den Tod ging – das ist um einiges peinlicher und abstoßender als die unüberlegten und dümmlichen Worte einer verwirrten 22-jährigen auf einer Querdenker-Demo. Doch wo die politische Richtung und Grundgesinnung stimmt, wird alles akzeptiert.

Auch dass Rosa Parks in diese Reihe gerückt wird, ist fragwürdig; diese ist zwar vom persönlichen Opfer, von der gesellschaftlichen Tragweite und der persönlichen Widerstandsleistung zumindest eher mit Sophie Scholl zu vergleichen und kann für ihre Weigerung, der Rassentrennung in öffentlichen Bussen der USA in den 1960er Jahren Folge zu leisten, durchaus als Heldin betrachtet werden. Doch auch ihr Andenken wird durch die Gleichsetzung mit einer autistischen Wohlstandsgöre aus Schweden, die zum Goldenen Kalb der Klima-Ersatzreligion erkoren wurde, perfide in den Schmutz gezogen. (DM)

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