System-Clown Rezo brüllt gegen Querdenker: Vorzeige-Youtuber „im Dienste Ihrer Majestät“

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"Rezo" in seinem neuen Clip (Screenshot:Youtube)

Heute ist es schick, sich todesmutig als Anhänger der breiten Mehrheit im heldenhaften „antifaschistischen Widerstand“ zu wähnen und auf „#wirsindmehr“-Demos „Courage“ zu zeigen. Oder fürs Klima Rabatz zu schlagen. Neuerdings feiert die Bundesregierung in Werbespots ja sogar all diejenigen als Vorbilder der Corona-Krise, die zuhause auf dem Sofa Pizza fressen, herumfurzen und im Nichtstun dahinschimmeln. Noch nie war es leichter ein „Held“ zu sein – und niemand taugt für diesen Zeitgeist besser besser zum Testimonial als der Youtuber „Rezo“.

Dieser wohl angepassteste, konformistischste Mitläufer einer allein von Erwachsenen und Altlinken definierten Jugendkultur verkörpert so gut wie kaum sonst einer den linksspießigen Mainstream: Halbgebildet, selbstgerecht und -gefällig, stets mit der Attitüde des Aufmüpfigen, der in Wahrheit das Regelbefolgen, unkritische Subordination und Mit-dem-Strom-Schwimmen zu obersten Bürgerpflichten kürt und jedes Abweichlertum als ebenso uncool wie asozial „branded“. Gerade in Corona-Zeiten sind nützliche Clowns wie Rezo für die Regierung von unschätzbarem Wert; seine blauen Haare dienen demselben Zweck milieuspezifischer Credibility wie vor 80 Jahren die Phantasieuniformen von Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Wer so einen für flippig, kritisch und rebellisch hält, der glaubt wahrscheinlich auch, die „Prinzen“ um SPD-Fanboy Sebastian Krumbiegel seien Punk gewesen, oder Sascha Lobo wäre ein intellektueller Überflieger.

Was „Heintje“ einst der Generation Heimatfilm, das ist Rezo den späten Millenials und der Generation Z: Die Wohlfühl-Illusion einer Identifikationsfigur. Seine mediokre Oberflächlichkeit, die scheinbare Sprachgewalt und Pseudo-Schlagfertigkeit fallen nur deshalb nicht peinlich auf, weil sein Publikum sogar noch beschränkter ist als er. Sein präpotentes Video „Zerstörung der CDU“ (das nicht etwa die destruktive Linksverschiebung der Partei durch Angela Merkel anprangerte, sondern dass dieser Linksruck nicht weit genug ging) hatte letztes Jahr eine regelrechte Parteikrise ausgelöst, nachdem Millionenklickzahlen die Union verunsichert hatten; kein Wunder, dass sich die Mainstreammedien seitdem ehrfürchtig auf jede weitere Einlassung dieses Vertreters der „Generation Bildungsnotstand“ stürzen.

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So wie jetzt wieder: Aktuell setzt sich Rezo mit den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen auseinander. Überflüssig zu erwähnen, dass er nicht auf der Seite der um Grund- und Freiheitsrechte besorgten Bürger steht, sondern vor allem gegen die „Querdenker“ schießt – und dabei, wie etwa „n-tv“ ganz verzückt berichtet, sogar die Bundesregierung „attackiert“, weil sie aus seiner Sicht nicht konsequent genug gegen die Proteste vorgeht: In seinem rund 18-minütigen neuen Clip wirft er Politik und Polizei vor, Corona-Kritiker trotz aufgelöster Versammlungen gewähren zu lassen und „systematisch über Hygieneverstöße hinwegzusehen„; all das unter dem Titel: „Wenn Idioten deine Freiheit und Gesundheit gefährden…„.

Da geht dem Coronazi-Block von Söder bis Lauterbach doch das Herz auf! Zwar darf man getrost annehmen, dass einem wie Rezo schlicht der geistige Horizont fehlt, um die komplexen Zusammenhänge der Corona-Politik mit ihren wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Langzeitfolgen abschätzen zu können; das hält diese Lachnummer natürlich nicht ab, sich als Experte der Protestbewegung zu gerieren: Rezo weiß natürlich Bescheid, dass die Bewegung „enge Verbindungen in den Rechtsextremismus“ hat – und beruft sich dabei auf fragwürdige Aussagen von NRW-Innenminister Herbert Reul.

Deshalb müsse es, so Rezo, eine „härtere Gangart bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen“ geben. Wasserwerfereinsätze nach Auflösung einer Demonstration seien zwar super und richtig, doch leider viel zu selten. Und wie lautet schließlich das Fazit dieses regierungstreuen Hampelmanns? „Solange der Staat einer kleinen, rücksichtslosen Minderheit Sonderrechte vergibt und nicht mal die grundlegendsten Vorschriften durchsetzt, dann fühlt sich die Mehrheit irgendwann verarscht und hat auch keine Lust mehr, ihr eigenes Leben einzuschränken.“ Eine Logik, die auch als Motto für die  „Reichskristallnacht“ getaugt hätte. Spätestens hier kommt einem dann unweigerlich der Gedanke: Der Lockdown geht in der Tat noch nicht weit genug… er sollte dringend auf gewisse YouTube-Kanäle ausgeweitet werden. (DM)

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