Der peinlichste Außenminister aller Zeiten: Maas twittert zu „Querdenker“-Demo

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Heiko Maas, Bundes"außenmini"-ster (SPD) - Bild: Screenshot

Dafür, wie wenig manche deutsche Spitzenpolitiker dem Kreisverbands- und Provinzniveau entwachsen sind, steht kein Anderer so trefflich Pate wie der amtierende Außenminister Heiko Maas – der erste deutsche Chefdiplomat, bei dem Körpergröße und die außenpolitische Bedeutung des von ihm repräsentierten Staates perfekt korrelieren. Während Maas zu allen wichtigen Problemen des Planeten feige schweigt, äußert er sich umso entschiedener zu Nebensächlichkeiten. Neuerdings sogar zu Zwischenfällen auf „Querdenker“-Demos.

Einmal quer durch die Medien war bereits die Meldung durchgenudelt worden, dass sich eine 22-jährige Rednerin auf der gestrigen Hannoveraner Veranstaltung der Corona-Protestler zu dem – in der Tat abstrusen – Vergleich verstiegen hatte, sie fühle sich „wie Sophie Scholl“ im Widerstand. Wobei gar nicht diese historisch groteske, anmaßende und letztlich die Opfer der NS-Diktatur verhöhnende Aussage für Aufsehen gesorgt hatte, sondern die Reaktion eines Sicherheitsbediensteten, der vor der Bühne seine Weste auszog und den Dienst quittierte mit den Worten: „Für so einen Schwachsinn mache ich doch keinen Ordner mehr.“ Das Thema war eigentlich schon durch.

Dennoch fühlte sich der Bundesaußenminister bemüßigt, zu dem Fall ebenfalls noch seine Gesinnungs-Duftmarke abzusetzen und „Haltung“ zu zeigen: Auf Twitter stellte der couragierte Außenamtschef todesmutig klar (und vielleicht fühlte er sich ja in dem Moment, als er auf „Tweet senden“ drückte, selbst ein wenig wie Sophie Scholl), was er zu „Jana (22) aus Kassel“ unbedingt loswerden wollte:

(Screenshot:Twitter)

Das sind doch Gesten, die man von einem deutschen Außenminister erwartet! Keine Statements zu den Hinrichtungen und Menschenrechtsverletzungen im Iran; kein Wort zu Umerziehungs- und Konzentrationslagern in China; kein Tweet zum verbrecherischen Erdogan-Regime, zur Kriegstreiberei der Türkei und ihrer Zusammenarbeit mit mörderischen Dschihadisten – all dies könnte womöglich ja für diplomatische Verstimmungen sorgen und wichtige Handelspartner der Merkelregierung vor den Kopf stoßen, deswegen schweigt der heldenmutige Saarländer im Kabinett hier stets diplomatisch. Doch die verirrten Worte einer 22-jährigen Demonstrantin nutzt ein Heiko Maas gerne, um seinen politischen und geistigen Horizont abzustecken. Der Mann weiß eben Prioritäten zu setzen.

Top-Kolumnist Jan Fleischhauer (Ex-„Spiegel“, jetzt „Focus“) brachte es in seiner Reaktion auf Maas‘ Twitter-Gratisheldenmut auf den Punkt:

(Screenshot:Twitter)
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